Kurzfristige Beschäftigung - zwischen Schule und Studium -lohnt sich das bzw. ist es erlaubt??

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3 Antworten

Bei einer kurzfristigen Beschäftigung aus lohnsteuerlicher Sicht (so wie Du es angibst, siehe weiter unten "Sozialversicherungsrechtlich.....") hast Du normalerweise keinerlei Abzüge. Der Arbeitgeber versteuert Deinen Arbeitslohn nach § 40a Abs. 1 und Abs. 4 Nr. 1 EStG mit 25% Lohnsteuer + Soli/KiSt pauschal und übernimmt diese Beträge auch. Voraussetzungen hierfür: max. 18 zusammenhängende Arbeitstage // • max. 62 € durchschnittlich je Arbeitstag // • max. 12 € durchschnittlich je Arbeitsstunde. Sozialversicherungsbeiträge fallen ebenfalls nicht an.

Sozialversicherungsrechtlich ist es anders: Es muss ein befristetes Arbeitsverhältnis sein. Die Befristung liegt dann vor, wenn die Beschäftigung seit ihrem Beginn nicht mehr als zwei Monate (60 Kalendertage) im Kalenderjahr erfolgt [diese Berechnung wird zugrunde gelegt, wenn die Beschäftigung an mindestens fünf Tagen in der Woche erfolgt] ODER

Die Beschäftigung nicht länger als 50 Arbeitstage innerhalb eines Jahres beträgt [diese Berechnung wird zugrunde gelegt, wenn die Beschäftigung regelmäßig an weniger als fünf Tagen in der Woche ausgeübt wird]

sie nicht "berufsmäßig" ausgeübt wird [berufsmäßig wird eine Beschäftigung dann ausgeübt, wenn sie für die betreffende Person "nicht von untergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung ist" (BSG), sie also zur Absicherung des Lebensunterhalts und nicht lediglich zur Aufbesserung des Einkommens dient.]

Dann sind kurzfris­tige Beschäftigungen sozialversicherungsrechtlich versicherungs- und bei­tragsfrei. Hier musst Du aber Deine Lohnsteuermerkmale angeben und je nach Höhe des Arbeitslohns fallen auch Steuern an. Diese erhältst Du aber durch eine Einkommensteuererklärung nach Jahresende wieder zurück.

Nicht ganz einfaches Terrain, oder? Die ganzen Feinheiten muss jedoch eher Dein künftiger Arbeitgeber wissen. Wegen der "Berufsmässigkeit" würde ich mir nicht so viele Gedanken machen. Damit ist eher gemeint, dass Du diese Form von Arbeitsverhältnis nicht bei diesem Arbeitgeber und dann beim nächsten usw. durchführen willst.

Die Anstellung als kurzfristig Beschäftigte ist in Bezug auf die Sozialversicherung für dich günstig. Du hast hier keinerlei Abzüge. Jeder " normale" Abeitnehmer muss 50% seiner Sozialabgaben selbst zahlen. Die anderen 50% muss der Arbeitgeber zahlen.

Bei der Lohnsteuer werden bei Lohnsteuerklasse 1 ab einem Verdienst von 860,00€
Lohnsteuern fällig.

Diese gezahlten Lohnsteuern kannst du dir aber vom Finanzamt wieder erstatten lassen.

Klar doch hast Du Abzüge. Die kannst Du Dir aber über die Steuererklärung wieder holen, so daß Du alle Abzüge wieder zurück bekommst. Arbeiten lohnt sich also.

Danke für die Antwort! Ah, dacht ich mir doch, dass es sicham Ende irgendwie ausgleicht (n_n)

Gut dann mal an die Arbeit :)

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