Kurzfristige Beschäftigung - Lohn in bar erhalten ohne Steuern zu bezahlen?

2 Antworten

Im Gegensatz zu @Juergen010 udn @EnnoWarMal tippe ich darauf, das bei 9 Tagen Arbeit, der Arbeitgeber die Regelung:

https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/01_basiswissen/01_grundlagen/03_unterscheidung_450_kurzfristig/node.html

für eine kurzfristige Beschäftigung in Anspruch genommen hat.

Alle Abgaben, wurden von ihm pauschal getragen.

"Kurzfristige Minijobs heißen auch kurzfristige Beschäftigungen. Wichtig ist, dass der Minijobber im Laufe eines Kalenderjahres nicht mehr als drei Monate oder insgesamt 70 Arbeitstage arbeitet. Er arbeitet hier nicht regelmäßig sondern nur gelegentlich – die Höhe des Verdienstes spielt hier keine Rolle."

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Steuerbevollmächtigtenprüfung 1979, Steuerberaterprüfg .1986

Ja, hatte ich auch dran gedacht, bin aber stutzig geworden, weil keine Abrechnung erfolgte und Knete nur gegen Quittung geflossen ist.

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@Juergen010

Wozu braucht der Arbeitnehmer eine Abrechnung, wenn die Beiträge pauschal an die Minijobzentrale gegangen sind und keine individuellen Rentenversicherungsbeiträge (wie u.U. beim normalen Minijob) abgeführt wurden?

Der arbeitet 9 Tage, bekommt das Geld in die Hand gedrückt und unterschreibt die Quittung. Abrechnung macht der StB. Warum 70 Cent Porto aufwenden, um denen noch die Abrechnung zu schicken? Reicht doch wenn alles abgerechnet ist, wenn mal eine Prüfung kommt.

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@wfwbinder

Das ist zwar dann für den AG nachvollziehbar und auch kontrollsicher, aber an der Frage selbst sieht man ja, dass der AN ohne diese Abrechnung als Nachweis, faktisch in der informellen Botanik steht.

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@Juergen010

Stimmt schon, aber die Leute haben da eine andere Grundeinstellung als ich. Ich hätte gefragt, "REchnung" oder Anstellung?" (OK, nicht jedem wären die Bedeutung dieser Worte in diesem Zusammenhang so klar wie mir). Und wenn der dann sagen würde, rechnen wir als Lohn für kurzfristige Beschäftigung ab, wäre es für mich abgehakt. Eventuell wäre noch interessant, was auf der Quittung stand. Da sollte man schon auf "Lohn" bestehen.

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Um darauf korrekt antworten zu können, bedarf es ein wenig mehr Hintergrundinformation.

War das eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung? Oder ggf. ein pauschal versteuerter Minijob?

Wieviel Geld hast Du bar erhalten? Hast Du dafür quittiert?

Ich habe einen Hauptjob und das war eine zusätzliche kurzfristige Beschäftigung für 9 Tage, sozusagen kein Minijob.

Ich habe meinen kompletten Lohn in bar erhalten und dafür eine Unterschrift abgegeben.

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@maxi1992

Wenn also keinerlei schriftliche Abrechnung, Meldung bei der Minijobzentrale oder ein Nachweis über deine Anmeldung bei der Sozialversicherung vorliegt und dir der Lohn in bar in die Hand "gedrückt" wurde - handelt es sich mit ziemlicher Sicherheit um Schwarzarbeit.

Oder hast Du eine Rechnung erstellt und an den (dann) Auftraggeber gegeben?

Übrigens können auch ganz kurze Beschäftigungen als Minijob abgerechnet werden.

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@Juergen010

Gut zu wissen wäre nun natürlich, wie hoch dieser Lohn war.

Womöglich war es am Ende gar kein "Lohn", sondern eine andere Einkunftsart (§22 Nr. 3) und so würde die Kuh mit Leichtigkeit vom Eis kommen.

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@EnnoWarMal

Du verblüffst mich immer wieder ;-)

§ 22, Nr.3 EStG-- vermutlich hebst Du auf die Freigrenze ab, oder?

Zur Erklärung mal schnell aus einem Artikel herauskopiert:

Die Einkünfte aus Leistungen i.S.d. § 22 Nr. 3 EStG sind nicht
einkommensteuerpflichtig, wenn sie weniger als 256 € im Kj. betragen haben (§ 22 Nr. 3 Satz 2 EStG).

Haben beide zusammenveranlagten Ehegatten Einkünfte i.S.d. § 22 Nr. 3 EStG bezogen, so ist bei jedem Ehegatten die in dieser Vorschrift bezeichnete Freigrenze – höchstens jedoch bis zur Höhe seiner Einkünfte i.S.d. § 22 Nr. 3 EStG – zu berücksichtigen (R 22.6 EStR).

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@Juergen010

Es geht mir hier eher um die Sozialversicherung.

Aber recht hast du ja trotzdem. Zusätzlich wirkt dann noch der § 46 (3) EStG (Freigrenze von 410 Euro).

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Hartz IV gekürzt und Minjob beendet, aber keinen Arbeitsvertrag. Lohnabrechnung?

Hallo Community,

weil ich nicht mehr weiter weiss, schreibe ich deswegen hier und hoffe, es kann mir jemand weiterhelfen.

Bekomme Hartz IV und habe Anfang Monat einen Minijob im Restaurant angefangen. Habe auch beim Jobcenter Bescheid gegeben. Habe gesagt, es werden so 25-30 Stunden im Monat. Jetzt habe ich einen neuen Bescheid mit Kürzung von insgesamt 284 Euro erhalten. Habe jedoch im Restaurant wieder aufgehört, weil ich mit der Chefin nicht klar kam und sie mir auch auf wiederholte Nachfrage keinen Arbeitsvertrag für das Jobcenter geben wollte. Meine Info wegen der Beendigung hat sich wohl mit dem Bescheid überschnitten. Darin steht jedoch eben, dass sie nen Arbeitsvertrag wollen, die erste Lohnabrechnung und eine Quittung über den Erhalt des ersten Monatslohns. Meine Restaurant-Chefin hat zwar gemeint, ich würde bis zum 10. Juli eine Lohnabrechnung erhalten und das Geld würde überwiesen werden, aber da ich nicht weiss, ob sie mich überhaupt angemeldet hat bzw. meinen Stundenzettel einfach weggeworfen hat und ich überhaupt noch ne Lohnabrechnung bzw. den Lohn sehe, habe ich jetzt Angst, dass ich am Ende der Dumme bin und beweisen muss, dass ich überhaupt gearbeitet habe, damit ich den Lohn sehe. Oder mir das Jobcenter eventuell an den Karren fährt und behaupten kann, ich hätte den Lohn schon in bar erhalten.

Kann mir bitte jemand sagen, was ich jetzt machen soll?? Ich meine, ich hatte keinen AV, keine Info, ob ich überhaupt angemeldet bin. Existiert im besten Falle nur noch der Stundenzettel. Bin echt verzweifelt.

Vielen Dank für Eure Antworten, Grüße, Oliver

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Hallo allerseits,

ich befürchte mein Fall ist etwas komplizierter. Ich bin Studentin, privat versichert und habe bereits zu Beginn des Jahres eine kurzfristige Beschäftigung über 30 Tage ausgeübt. Nun übe ich erneut eine kurzfristige Beschäftigung über 70 Tage aus. Vereinzelt komme ich über 20 Stunden in der Woche. Auf der Seite der TK (steht so ähnlich auch bei der AOK) finde ich zu kurzfristigen Beschäftigungen und Studenten folgendes:

  1. Befristete Beschäftigungen Wird die Beschäftigung eines Studenten von vornherein auf maximal drei Monate befristet, besteht grundsätzlich Versicherungsfreiheit. Dies ist auch dann der Fall, wenn der Student mehrere solcher Beschäftigungsverhältnisse hintereinander ausübt. Auch hierbei muss aber weiterhin das Studium im Vordergrund stehen. Wenn ein Student im Laufe eines Jahres über 26 Wochen (182 Kalendertage) mehr als 20 Stunden pro Woche arbeitet, müssen Sie ihn als versicherungspflichtigen Arbeitnehmer anmelden. Dabei rechnen Sie vom voraussichtlichen Ende der zu beurteilenden Beschäftigung zurück. In diesen Fällen tritt folglich in der aufgenommenen Beschäftigung Versicherungspflicht ein. Bei dieser Prüfung werden alle Beschäftigungs-verhältnisse mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von mehr als 20 Stunden angerechnet. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie während der Vorlesungszeit oder in den Semesterferien ausgeübt wurde. Auch die versicherungsrechtliche Beurteilung ist ohne Belang.

  2. Befristete Beschäftigungen Wird die Beschäftigung eines Studenten von vornherein auf maximal drei Monate befristet, besteht grundsätzlich Versicherungsfreiheit. Dies ist auch dann der Fall, wenn der Student mehrere solcher Beschäftigungsverhältnisse hintereinander ausübt. Auch hierbei muss aber weiterhin das Studium im Vordergrund stehen. Wenn ein Student im Laufe eines Jahres über 26 Wochen (182 Kalendertage) mehr als 20 Stunden pro Woche arbeitet, müssen Sie ihn als versicherungspflichtigen Arbeitnehmer anmelden. Dabei rechnen Sie vom voraussichtlichen Ende der zu beurteilenden Beschäftigung zurück. In diesen Fällen tritt folglich in der aufgenommenen Beschäftigung Versicherungspflicht ein. Bei dieser Prüfung werden alle Beschäftigungs-verhältnisse mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von mehr als 20 Stunden angerechnet. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie während der Vorlesungszeit oder in den Semesterferien ausgeübt wurde. Auch die versicherungsrechtliche Beurteilung ist ohne Belang.

Ich komme defintiv nicht über die 26-Wochen-Grenze (oder 182 Kalendertage). Ich zog daraus die Schlüsse, dass ich nur Abgaben an die Rentenversicherung bezahlen muss. Nun bekam ich aber meine erste Abrechnung und siehe da, mein Arbeitgeber hat mich einfach bei der AOK angemeldet. Darf er das? Vielen Dank!

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