Kunde bezahlt nur Abschlag von Rechnung - was nun?

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3 Antworten

Wenn der Gegenstand der Leistung die Herstellung des Websites nach gewissen Vorgaben des Auftraggebers ist, dann muss vor Inbetriebnahme eine Abnahme erfolgen. Mit Abnahme wird der Rechnungsbetrag fällig. Sind Bedingungen an die Abnahme geknüpft "wie Steigerung des Besuchervolumens auf X PIs pro Tag" oder "Verfügbarkeit mind. 95%", dann erfolgt normalerweise eine Abnahme der Erstellungsleistungen mit Liveschaltung und zu einem im Vertrag definierten Zeitpunkt später die Restzahlung... es kann jedoch auch geregelt werden, daß der Gesamtbetrag mit Abnahme fällig ist und für alles später die Gewährleistung herhalten muss, wenn gewisse Anforderungen nicht erfüllt sind.

Der Zahlungsplan des Auftrags legt fest, wann was zu zahlen ist. Üblich sind bei kleinen Beträgen Zahlungen zu 100% bei Abnahme, wenn man irgendwelche Vorleistungen benötigt oder bei größeren Beträgen auch 20-50% als Vorabzahlung zu Projektbeginn. Berücksichtige das bereits bei der Angebotserstellung, damit klar ist, was wann unter welchen Bedingungen zu zahlen ist.

  • Habt Ihr einen schriftlichen Vertrag?

  • Ist dort ein Zahlungsplan genannt?

  • Gibt es eine Spezifikation der Anforderungen?

  • Gibt es Abnahmekriterien?

Im Normalfall würdest Du eine Mahnung über den ausstehenden Restbetrag mit Fristsetzung schicken: "Sehr geehrter... mit Abschluss Ihres Auftrags ... zur Erstellung eines Websites durch Liveschaltung der erstellten Seiten fordern wir Sie auf, den vollständigen Rechnungsbetrag von EUR 540 bis spätestens ... zu begleichen." Passiert nichts => Mahnverfahren per Amtsgericht.

PS: Überprüfe auch mal Euer Angebotstemplate auf diese Punkte.

Das ist allein davon abhängig, wie der Vertrag gestaltet ist. Sollte dort eine Klausel enthalten gewesen sein, wovon ich nicht ausgehe, dass die Bezahlung abhängig vom Besuchervolumen ist, dürfte er ggf. nur einen Abschlag zahlen. :)

Ansonsten würde ich Ihm eine Mahnung mit dem Verweis auf die vollständige ausführung der Leistung senden und ihn zur sofortigen Zahlung des Restbetrags auffordern. Sollte er sich hieran nicht stören und weiterhin nicht zahlen, einen gerichtlichen Manbescheid erwirken lassen!

Sehe ich ganz genauso.

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Das ist nun ganz einfach:

Du mahnst den Kunden - eventuell auch mit einer Mahngebühr und setzt eine Frist zur Zahlung.

Anschließend erwirkst du einen gerichtlichen Mahnbescheid, sollte er immer noch nicht zahlen kannst du ihm den Gerichtsvollzieher ins Haus schicken. Die Kosten für das Verfahren muss der Schuldner tragen.

Alles ärgerlich, aber leider Alltag.

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