Kürzlich gekauftes Haus wieder verkaufen oder vermieten?

3 Antworten

Das ist eine Rechnung mit gleich mehreren Unbekannten.

Die aktuellste Unbekannte dabei ist die Corona-Krise. Die wird nicht nur im Augenblick für Verunsicherung auf dem Immobilienmarkt sorgen, sondern im Falle einer dadurch verursachten Rezession auch in den darauf folgenden Jahren.

Wenn die Arbeitslosigkeit steigt und große Teile der Bevölkerung weniger Geld haben als bisher wird das nicht ohne Auswirkungen auf den Immobilienmarkt bleiben.

In der Vergangenheit hatten es beispielsweise Vermieter in Vorstädten immer etwas schwerer Mieter zu finden und mußten bei Mieterwechseln Ausfälle durch Leerstand in Kauf nehmen. Das hat sich erst seit einigen Jahren in den gesuchten Ballungsräumen geändert. Bei einer Rückkehr zur alten Lage könnte das bei Szenario 1 Eure ganze Kalkulation über den Haufen werfen.

Bei Szenario 2 ist die Höhe der Vorfälligkeitsentschädigung die große Unbekannte. Ansonsten ist die Idee bei fallenden Immobilienpreisen nicht schlecht. Dann könnte man später billiger einkaufen.

Bei Szenario 3 ist die Frage, ob das nahtlos ineinander übergehen kann. Wenn nicht, müßte geklärt werden, ob Ihr 2 Häuser gleichzeitig finanziert bekommt.

Ich habe nur in M. echte Erfahrungen, nur wird es in anderen Großstädten ähnlich sein. Finanziell Alternative 2, 2 oder 2. Ob ihr das Geld, das ihr gezahlt habt, wieder bekommt oder nicht ist der falsche Ansatz.

Es ist uninteressant und üblicherweise ein Draufzahlgeschäft, ein Haus zu vermieten. Dagegen natürlich ein Traum, wenn ihr etwas passendes zu mieten findest. Vor allem gibt es logischerweise nichts flexibleres (kann ja irgendwas passieren) und sichereres als Alternative 2.

Vielen Dank für das schnelle Feedback und die Anregungen!

An die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Immobilienmarkt habe ich tatsächlich noch nicht gedacht.

Es wird dann wohl entweder darauf hinaus laufen, dass wir das Haus verkaufen und zur Miete wohnen oder wir ringen uns dazu durch, in dem Haus zu bleiben, bis wir ein passendes Kaufobjekt finden.

Das ist dann am Ende aber keine finanzielle Entscheidung, sondern eine emotionale.

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