Kündigung während der Arbeitsunfähigkeit und dann auch noch an den falschen Vornamen adressiert. Wie verhalte ich mich richtig?

3 Antworten

Du hast erstmal keine Kündigung erhalten.

Wie groß ist der Zeitraum denn zwischen Erhalt der Kündigung und dem Zurücksenden, bzw. der Aufforderung, dass du dich melden sollst?

Fakt ist, die Kündigung wirst du erhalten, so oder so. Ist nur eine Frage der Zeit. Was du aber machen kannst ist; dein Arzt soll dir bescheinigen, dass du gesundheitlich diesen Job in dieser Firma nicht mehr ausüben darfst. Dann kannst du dich auf einen Aufhebungsvertrag mit dem AG einigen und eine Abfindung rausholen. Alternativ reichst du eine Kündigungsschutzklage ein, gehst vor Gericht und bekommst auch die Abfindung.

Also ich habe Sie gleich am nächsten morgen wieder in den Briefkasten geworfen, dann landete sie allerdings dummerweise wieder bei mir im Briefkasten. Also habe ich das Adressfenster durchgestrichen, zurück an Absender darauf geschrieben und sofort wieder in den Briefkasten. Die Kündigung war datiert vom 29.10. und auch auf dem Etikett auf dem Umschlag stand der 29.10. drauf, am 30.10. war der Brief noch nicht im Breifkasten, an dem Samstag war ich nicht am Briefkasten, also holte ich den Brief erst am 2.11. aus dem Kasten. Die Aufforderung mich zu melden kam gestern ganz frisch. Ich wäre im Januar erst 2 Jahre dort, da hab ich doch bestimmt kein Recht auf eine Abfindung?

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@Stepsi

es gibt grundsätzlich erst mal kein Recht auf Abfindung. Es gibt allerdings Tarifverträge die das vorsehen.
Wenn du mit der Kündigung nicht einverstanden bist, muß du innerhalb von 3 Wochen ab Zugang Kündigungsschutzklage einreichen. Je nachdem was bei dem Termin vor Gericht heraus kommt, einigt man sich unter Umständen auf eine Abfindung wegen dem Verlust des Arbeitsplatzes.
Ob es Sinn macht kann dir nur ein Anwalt beantworten. Es hängt viel davon ab wieviele Personen das Unternehmen in Vollzeit angestellt hat, ob es zb. einen Betriebsrat gibt etc. etc.

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Hi,

bist Du schon bei einem Anwalt gewesen in der Zwischenzeit?

bitte Vorsicht. Sehe ich auch so wie Tina. Ein falscher Name macht die Kündigung nicht unwirksam. Wichtig ist dass der Adressat unschwer erkennen kann, dass ihm die Kündigung gilt, was ja bei Dir (leider) der Fall ist. Ein falscher Name ändert daran nichts. Dir wurde also gekündigt! Und die Kündigungsfrist beginnt ab Zustelldatum zu laufen. Wie lange ist die eigentlich ?

Außerdem ist wichtig zu wissen, dass eine Kündigung eine einseitige Willenserklärung ist. Durch die Zustellung, die ja erfolgt ist in Deinem Briefkasten, ist Dir die Kündigung zugestellt worden und somit rechtswirksam zugegangen. Dadurch dass Du sie wieder zurückgeschickt hast, hast Du sogar gegenteiliges bewirkt, nämlich bewiesen, dass Du die Kündigung erhalten hast (gelesen und wieder zurückgeschickt). Kündigungsschutzklagen vor dem Arbeitsgericht, scheitern manchmal daran dass der Empfänger (Du) bestreitet eine Kündigung erhalten zu haben, dadurch dass Du sie ja angenommen gelesen und dann Zurückgeschickt also versendet hast, ist dieses Argument nicht da, die Kündigung ist Dir ordnungsgemäß zugegangen. Der Formfehler wie gesagt, ändert daran nichts. siehe oben.

Bitte auch beachten, dass es wichtige Fristen gibt bei rechtlichen Angelegenheiten. Verstreichen diese, kannst Du nichts mehr tun. Will sich der Arbeitnehmer gegen eine Kündigung wehren, muss er innerhalb von 3 Wochen ab Zugang der Kündigung eine Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht einreichen. Verstreicht diese Frist ist es zu spät.

Wichtig ist außerdem, dass die Kündigung nicht rechtmäßig ist. Kündigung wegen Krankheit, sogenannte Personenbedingte Kündigung, sind extrem schwer vor Gericht durchzusetzen. die Hürden sind sehr hoch, mit negativer Zukunftsprognose, mehr wie 6 Woche krank, 3 Jahre in Folge etc. Du wurdest also zu Unrecht gekündigt, bzw. solltest Dir einen Anwalt nehmen, wenn Du vorher nicht ständig krank warst oder häufig, dann wirst Du diesen Fall vor Gericht auf jeden Fall gewinnen. Bitte beachten: das gilt nur wenn Dein Betrieb mehr wie 20 MA hat, dann besteht der Kündigungsschutz. Ist es ein kleiner Betrieb besteht kein Kündigungsschutz und Du kannst auch nicht klagen.

Wie groß ist Dein Betrieb ?

Habt ihr einen Betriebsrat ?

Konntest Du einen Anwalt kontaktieren (wenn Kündigungsschutz bestehen sollte ) ?

Nimm Dir einen Anwalt, es ist eine Frechheit jemanden zu Kündigungen der erkrankt ist. Wehr Dich.

Einen Ausheber würde ich nicht unterschreiben, aus o.g. Gründen. Aber du musst dir einen Rechtsbeistand holen und die Fristen einhalten, sonst ist es zu spät.

Viel Glück und viel Kraft

VG

Fritz

Na ja ich wäre mal vorsichtig, die Kündigung kam ja wohl per Einschreiben.
Wenn trotz dem falschen Vornamen oder falsch geschriebenen Vornamen der Brief zugeordnet werden kann.....

Aber im Zweifelsfall wird das ein Gericht entscheiden.

So lange man krank ist kann man sich nicht arbeitslos sondern nur arbeitssuchend melden.

Den Kopf in den Sand stecken macht die Sache nicht besser, es wäre vielleicht wirklich das einfachste mit dem AG zu sprechen.

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