Kündigung nach Quarantäne wegen Covid 19, aber im probezeit?

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3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Die Kündigungsfrist in der Probezeit beträgt i. d. R. 14 Tage und nicht nicht nur 3 Tage.

Wichtig ist, was im Arbeitsvertrag als Kündigungsfrist in der Probezeit vereinbart wurde. Sollten dort nichts besonderes vereinbart worden sein, gelten die 14 Tage. Das bedeutet, dass die Zeitarbeitsfirma vom Tag der Kündigung an (zB 18.05.20) noch zwei Wochen das Gehalt bezahlen muss. Du kannst aber in dieser Zeit freigestellt werden, du brauchst dann nicht mehr arbeiten zu gehen. Dass muss die Firma aber so in dem Schreiben formuliert haben.

Du kannst natürlich NICHT einen Anwalt beauftragen, Du wurdest nach nur wenigen Wochen Arbeit in der Probezeit gekündigt. Der Grund spielt arbeitsrechtlich keine Rolle, denn jedermann / jederfrau kann innerhalb der Probezeit gekündigt werden, und zwar grundlos. Aufgrund des kurzen Arbeitsvertrages (März - Dezember 2020) hätte man die Probezeit von Anfang an verkürzen sollen, zB auf nur 3 Monate. Darüber hinaus kannst Du dir einen Anwalt finanziell auch gar nicht leisten.

Die COVID 19-Erkrankung wird ziemlich sicher Ursache für die Kündigung sein, die Leute im Lager oder Kundenbetrieb an sich (die Logistikfirma o. ä.) haben Angst, sich bei Dir anzustecken, weil man theoretisch ja auch nach der Gesundung wieder jemanden mit SARS-COV-2 anstecken kann, wenn man erneut erkrankt, war so zumindest in der Presse zu lesen. Die Viruserkrankung Grippe /Influenza kann man theoretisch ja auch mehrmals hintereinander bekommen ... .

Es ist leider nicht so gut gelaufen für Dich. Dagegen machen kannst Du nichts. Sorge dafür, dass Du das Gehalt entsprechend der rechtsgültigen Kündigungsfrist ausgezahlt bekommst.

Wenn alle Stricke reissen und Du überhaupt kein Geld hast, wende Dich an das Job Center und versuche ALG 2 zu beantragen. BAFÖG wäre vielleicht auch eine Möglichkeit. Versuche wieder einen neuen Werkstudentenjob oder einen Minijob (450,00 € - Basis) zu finden.

Viel Glück weiter für Alles!

Kündigung in der Probezeit, da kannst du leider nichts tun. Dein Gehalt solltest du aber bis zum letzten Arbeitstag bekommen. Systemrelevante (kanns nicht mehr hören) Jobs sind doch noch gut zu finden.

Wer hat Dir denn in der Probezeit gekündigt? Die Leiharbeiterfirma oder hat die Entleihfirma auf Dich verzichtet?

Das ist ein kleiner, aber wichtiger Unterschied. Einen Rechtsanwalt mit Deinem Problem zu beauftragen macht nur Sinn, wenn die Entleihfirma Regeln oder Auflagen der Gesundheitsbehörden nicht eingehalten haben und Du dadurch zu Schaden kamst.

Das Arbeitsklima ist wirklich schlecht, und sie haben uns verschwiegen, dass es bestätigte Fälle von unseren Mitarbeitern gibt, aber die Entleihfirma ist zu groß und könnte eine Armee von Anwälten haben, also denke ich, einen Anwalt zu engagieren wird nicht helfen.

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@haal1

Wieder gibst Du keine klare Antwort, wer Dich gekündigt hat und zu welchem Arbeitgeber derjenige gehört hat, der Dich infiziert hat. Wo ist das Arbeitsklima schlecht - bei der Leiharbeitsfirma oder bei der Firma wohin Du entleihen wurdest? Lies Dir einmal die Antwort von Maerz2019 durch, vielleicht verstehst Du dann den Unterschied zwischen Deinem Arbeitgeber und der Firma die Deine Arbeitskraft eingekauft hat.

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@Snooopy155

tut mir leid ich dachte ich hab geantwortet, wie Maerz2019 gesagt hat, die Kündigung kommt von der Zeitarbeitsfirma .

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Du Kündigung erfolgte in der Probezeit, daher spielen irgendwelche Auflagen gar keine Rolle. Der Fragesteller hat nur wenige Wochen (vll 2 oder 3?) gearbeitet!

Und zwar läuft das so: der Leiharbeiter wird vom Kundenbetrieb / Einsatzbetrieb bei der Zeitarbeitsfirma abgemeldet. Das kann von heute auf morgen geschehen. Der Kunde kann das ohne Angabe von Gründen tun. Kommt, wens auch selten, schonmal vor.

Der Einsatzbetrieb kann gar keinen Zeitarbeiter kündigen, denn es besteht zwischen Leiharbeiter und Zeitarbeitsfirma gar kein Arbeitsverhältnis. Das Arbeitsverhältnis wird ausschliesslich von und mit der Zeitarbeitsfirma eröffnet, vollzogen und beendet.

Ich kenne beide Seiten des Überlassungsgeschäftes als Mitarbeiterin: als Leiharbeiterin im Kundeneinsatz (2004-2008) und auch als Vertriebsdisponentin in der Zeitarbeit (2019), daher .... .

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