Kündigung nach 17 Jahren?

2 Antworten

Im Nachinhinein ist man immer schlauer .... denn mit den Depris hättest Du vll einen Anspruch auf Schwerbehinderung und damit einen erhöhten Kündigungsschutz. Die Zahnarztpraxis ist sicherlich ein Kleinbetrieb und daher unterliegt er sehr viel lockereren Kündigungsregularien als größere Firmen.

https://www.kanzlei-hasselbach.de/2020/kuendigung-und-kuendigungsschutz-in-kleinbetrieben/02/#4.2

Die bAV kann wie bereits von Tina34 geschrieben, ruhend gestellt werden. Es findet dann ein Versicherungsnehmerwechsel statt. Versicherungsnehmer und versicherte Personen werden eins. Dies bitte proaktiv bei der Lebensversicherungsgesellschaft beantragen.

Für die Berechnung der Abfindung gibt es eine Faustformel:

Bruttomonatsgehalt x 0,5 x Länge der Betriebszugehörigkeit (in Jahren)

Ein Arbeitsrechtler hat zu klären, ob das Arbeitsverhältnis nach dem Krankengeldbezug durch die Wiedereingliederung im Februar wieder in Kraft gesetzt wurde und die Kündigung dadurch unwirksam wurde. Dann hast Du weiter Chancen auf eine Abfindung.

Sei doch froh, dass Du nach 17 Jahren nicht mehr die immer gleichen Leute und die immer gleichen Räume unter den immer gleichen Umständen wiedersehen musst. Ich wäre es an Deiner Stelle auf jeden Fall, weil Du endlich Chancen auf etwas Neues hast.

PS: ganz verstehe ich nicht, warum Du dir erst Anfang April um solche Sachen Gedanken machst, wenn Du schon seit Februar nicht mehr dort gewesen bist ..

Falls die Kündigung weiter aufrecht erhalten wird und weil Du dich ja immer noch in der Kündigungsfrist befindest (bis 01.06.2020) steht der Verhandlung zur Abfindung m. M. n. nichts im Weg. :-)

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Ab Kündigungszugang hätten sie innerhalb von 3 Wochen Klage einreichen müssen, so wie es aussieht haben Siedler Frist verpasst. Somit dürfte die Kündigung gültig sein. Sie sollten das aber noch mal durch einen Arbeitsrechtsanwalt prüfen lassen, vielleicht findet er noch einen Angriffspunkt.

Grundsätzlich gibt es kein Recht auf Abfindung. Abfindungen werden vor Gericht für den Verlust des Arbeitsplatzes ausgehandelt.

Je nachdem was im Arbeitsvertrag vereinbart ist, muss unter Umständen die Betriebliche Altersvorsorge weiter bezahlt werden.Das wäre zu prüfen.

Ansonsten wird diese bis sie evtl. bei einem neuen AG anfangen ruhend gestellt. Und bei Ablauf am Ende der Laufzeit erfolgt dann die Auszahlung Natürlich können sie diese weiter zahlen.

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