Kündigung gegen coronakrise?

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3 Antworten

Bitte such dir jemanden, der besser Deutsch spricht und/oder einen Anwalt.

Wenn du gegen die Kündigung klagen willst, musst du Kündigungsschutzklage bei Arbeitsgericht erheben. Das musst du innerhalb von 3 Wochen machen, nachdem du die Kündigung bekommen hast (§ 4 KSchG). Danach ist es zu spät.

Bis zum Ende der Kündigungsfrist (15.05.) musst du ganz normal weiter arbeiten, der Arbeitgeber muss weiter deinen Lohn bezahlen. Eine Abfindung (Entschädigung) kann ein Kompromiss sein, damit du die Kündigung akzeptierst. Die ist aber kein Muss.

Woher ich das weiß:Hobby – Hobbyjurist - Grundwissen, garniert mit Recherche

Es bleibt Dir unbenommen eine Kündigungsschutzklage einzureichen / einreichen zu lassen.

Zu beachten ist dabei zwingend eines : diese muss binnen 3 Wochen nach Zugang der Kündigung erfolgen.

Ob sich eine solche Klage "lohnt"?

Wirtschaftlich betrachtet ..... eher nicht, denn selbst eine Abfindung , wenn Du denn eine solche erhalten würdest .... läge bei eher einem halben Monatsgehalt. Dem gegenüber stünden Deine Anwaltskosten ..... also hake es besser ab und investiere Deine Kraft in die Arbeitsplatzsuche.

Kann es sein, dass Du einen befristeten Aufenthaltstitel hast? Sollte das der Fall sein, kann Dich der Arbeitgeber leider sehr schnell und zurecht kündigen. Eine Abfindung (Entschädigung) für 1,5 Jahre Betriebszugehörigkeit ist den Aufwand nicht wert, denn das geht eigentlich nur per Anwalt für Arbeitsrecht, der ja auch Geld kostet. Es gelten immer nur volle Jahre der Betriebszugehörigkeit für die Berechnung der Abfindung. Vegiss die Abfindung, das bringt nichts. Der Arbeitgeber hat Dir bis zum 15.05.2020 den Lohn zu zahlen. Du muss Dich umgehend bei arbeitsagentur.de arbeitssuchend melden, damit Du später ALG1 bekommen kannst.

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