Kündigung auf anraten des Arztes, wer zahlt Krankengeld weiter?

2 Antworten

Auf Anraten meiner Ärztin habe ich meinen Arbeitsplatz zum Ende des Jahres gekündigt.

Es tut mir so leid, dass Du diese Krankheit erleiden musst, aber ich komme um folgenden Kommentar nicht herum: Also erst blind aus dem Fenster springen (Rat der Ärztin) und dann nach dem Schirm (Fachanwalt für Arbeitsrecht) fragen. Du kannst doch die Ärztin nach ihrer Berufshaftpflichtversicherung (wegen ärztlichem Realitätsverlust in sozialversicherungsrechtlichen Fragen) fragen, ob die ab Januar zahlt. Über wen bist Du denn sonst ab Januar versichert?

Wobei grundsätzlich fraglich ist, ob nicht der Rat der Ärztin als verbotene Rechtsberatung einzustufen wäre!? Die Arzthaftpflicht griffe allerdings so oder so nicht!

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Hallo,

ab 1.1.2012 ergibt sich eine (geringfügig) andere Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit (AU). Solange das Arbeitsverhältnis besteht, ist die zuletzt ausgeübte Tätigkeit maßgeblich. Nach Ende des Arbeitsverhältnisses isrt der zuletzt ausgeübte Beruf maßgebend.

Beispiel:

Bürokaufmann, der in seiner aktuellen Tätigkeit zeitweise auch schwere Sachen zu tragen hat

-> arbeitsunfähig, da er nicht heben kann

Nach Ende des Arbeitsverhätnisses besteht Arbeitsfähigkeit, wenn er nur wegen des Hebens arbeitsunfähig war und das Heben nicht typischerweise zu den Tätigkeiten eines Bürokaufmanns gehört.

Am besten mit dem behandelnden Arzt noch im Dezember klären, ob ab 1.1. weiterhin AU besteht. Wenn ja, wird weiterhin von der Krankenkasse Krankengeld gezahlt (ggf. wird aber eine zeitnahe Überprüfung durch den MDK erfolgen).

Wenn Arbeitsfähigkeit besteht, sofort Arbeitslosengeld bei der Arbeitsagentur beantragen (Arbeitslosengeld wird nicht für die Zeit vor der Antragstellung gezahlt!). Ggf. ist auch vorab ein Beratungsgespräch zu der regionalen Arbeitsmarktlage sehr sinnvoll.

Gute Besserung!

Gruß

RHW

Insolvenz seit 2014 December?

Hallo zusammen,habe da eine frage

Seit 2014 December bin ich in der Insolvenz gemeldet.2016 März endete mein Wohlverhaltensphase so das ich Steuern von Finanzamt ab 2016 März an mich behielt.Mein Insolvenz endet 2019 December.Nun bin seit 2012 Juni in einem betrieb beschäftigt leider kam es zu einer kündigung zum 28.2.2018.Seit December 2017 bin ich Arbeitsunfähig die müsste laut meine Ärtzin bis Juli-August 2018 andauern.Da das Entgeldfortzahlung vom Krankenkasse ca.1500€beträgt und ich Pfändungsfreiebetrag mit vier Kinder bis 2400€habe fehlen mir also ca.900€bis Pfändungsf.betrag.Zum Kündigung haben wir Gerichtlich beschlossen 8000€Brutto Abfindung und Netto müsste ca.6000€sein.Habe einen Antrag beim Gericht gestellt das ich seit December 2017 inbezug von krankengeld bin und fortlaufend bis Juli-August noch eventuell wäre,sodass die differenz vom Krankengeld zum Pfändungsfreibetrag2400€=900€ aufgestockt werden ab Januar bis Juli August.Meine frage?Würde das Gericht diesem antrag zustimmen mit der Netto Abfindung von ca.6000€

Bitte um einen rat

Danke im voraus

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