Kündigung?

3 Antworten

Nach § 622 Abs. 3 BGB beträgt die maximale Dauer für die Probezeit 6 Monate.

https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__622.html

(3) Während einer vereinbarten Probezeit, längstens für die Dauer von sechs Monaten, kann das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von zwei Wochen gekündigt werden.

Und wenn diese abgelaufen ist besteht ein unbefristeter Vertrag.

Desweiteren : die Kündigung eines Arbeitsvertrages bedarf zwingend der Schriftform - auf Papier - mit Originalunterschrift eines Zeichnungsberechtigten.

https://www.rechtsanwalt-bach.de/arbeitsrecht-leipzig/kuendigung-arbeitsvertrag/

Schriftform für die Kündigung des Arbeitsvertrages

Seit dem 01.05.2000 bedarf jede Kündigung des Arbeitsvertrages der Schriftform gem. § 126 BGB. Mündlich ausgesprochene Kündigungen sind im Arbeitsrecht somit nichtig, gleich ob sie durch den Arbeitnehmer oder durch den Arbeitgeber erfolgt.

Das Kündigungsschreiben muss also gem. § 623 BGB vom Aussteller eigenhändig durch Namensunterschrift unterzeichnet sein. Es muss erkennbar sein, dass es sich nicht lediglich um eine sog. „Paraphe“ handelt, sondern um den vollen Namenszug. Die Unterschrift muss den Text der Kündigungserklärung räumlich abschließen, also unterhalb des Textes stehen. Eine Kündigung im Arbeitsrecht, die durch Telefax, E-Mail oder SMS erklärt wird, genügt somit nicht der Schriftform (BAG 17.12.2015 Az. 6 AZR 709/14).

Und wenn ich von derlei Fisimatenten lese, fallen mir etwas fiese Reaktionen ein :

so z.B. .... ich würde auf dieses ungültige "Kündigungsschreiben" gar nicht erst reagieren, am 31.7. läge diesem AG eine AU-Bescheinigung auf dem Schreibtisch bis einschließlich 3. August. ..... und am Dienstag den 4. August stünde ich wieder auf der Matte. Dann wäre nämlich sein nächstmöglicher Kündigungstermin frühestens zum 15. September möglich.

er soll mich ordentlich schriftlich zum 31.08.2020 kündigen?

würdest Du das jetzt schon sagen, könnte er Dich immer noch fristwahrend zum 31.7. kündigen. ( § 622 BGB ..... )

(1) Das Arbeitsverhältnis eines Arbeiters oder eines Angestellten (Arbeitnehmers) kann mit einer Frist von vier Wochen zum Fünfzehnten oder zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden.

Ich wünsche Dir viel Glück .... erzähle mal zu gegebener Zeit wie es ausgegangen ist.

Mensch vielen Dank. Die beiden Paragraphen hab ich mir auch schon rausgesucht. Ich werde es wohl wirklich so machen, krankschreiben lassen und dann am 4.8. wieder da sein...
Ich berichte wenn es Neues gibt! Vielen lieben Dank!!!

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Moment,

wenn du außerhalb der Kündigungsfrist bist, dann kann er dir ohne Weiteres nicht kündigen.

  1. Wann hast du angefangen?
  2. Warum schreibst du, dass der Vertrag nicht verlängert wird? War er befristet?

Das ist es ja, der Vertrag war nicht befristet. Nur die Probezeit hat mein Chef ausgedehnt. Aber von einer Befristung im Arbeitsvertrag steht gar nichts. Angefangen hab ich zum 1.8.2019.

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Ja, dann hat er wohl nicht schnell genug reagiert. Erfrag doch mal den Grund für die Kündigung, die nicht rechtens ist. Nach der PZ kannst du nicht einfach so und grundlos kündigen. Gibts einen Betriebsrat bei euch? Denke nicht, dafür sind 50MA etwas zu wenig

Grund für die Kündigung gibt es nicht, es sind wohl die sinkenden Absatzzahlen. Zumal man eh keine Begründung bekommt. Mir gehts nur darum, dass er mir einen unbefristeten Vertrag (es steht nichts davon drin) auf richtig kündigen muss. Er geht davon aus dass mit Ende der Probezeit auch der VErtrag beendet ist, und das ist halt einfach falsch.
Einen Betriebsrat gibt es nicht bei uns, leider.

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@Danieldomspatz

Dann kannst du doch deinen Anwalt einschalten. Die Kündigung ist nichtig. Er wird dich bestimmt zum Stichtag der Kündigung überall abmelden. Vergiss bitte nicht, vorsichtshalber, dich bei der Agentur arbeitssuchend zu melden und erkläre den Sachverhalt. Das kannst du auch telefonisch, bzw. online.

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