Küche - Spülmaschine

5 Antworten

Wenn im Mietvertrag die Küche enthalten ist, dann ist die m. E. auch mitgemietet.

Den anderen Fall hatte ich mal. Da stand im Mietvertrag aber auch ncihts von einer Küche, sondern der Vermieter hatte nur gesagt: "Wenn Sie die Küche möchten, lasse ich sie stehen, sonst reisse ich sie raus, bevor sie einziehen. Sie mieten ohne Küche." Das war m. E. eindeutig.

Aber wenn bei Euch die Küche im Mietvertrag enthalten ist, dann gehört sie dem Vermieter.

Wurde die Einbauküche bei der Festsetzung des Mietzinses nicht berücksichtigt und dem Mieter während der Mietzeit – unentgeltlich überlassen,. hat der Vermieter deshalb keine Verpflichtung, die eventuellen Reparaturkosten für die vorhandenen Elektrogeräte zu tragen, sowie für deren Neuanschaffung zu sorgen.

Wurde die Benutzung in der Miete berücksichtigt, ist die Instandhaltung der Einbauküche mit sämtlichen Geräten Sache des Vermieters, der alle notwendigen Reparaturen auf eigene Kosten ausführen lassen muss.

Klauseln in Mietverträgen, nach der Mieter für die Einbauküche "haftet" oder sie auf eigene Kosten funktionsfähig halten muss oder gar Elektrogeräte anschaffen muss, sind unwirksam. Geht ein Geschirrspüler kaputt und das nicht durch eine vertragswidrige Nutzung, muss auch der Vermieter nach § 602 BGB die Kosten der Reparatur bzw. des Austauschs tragen.

Das ist die klassische Vermieterausrede. Wenn aber im Mietvertrag die "komplette" Küche als mitvermietet beschrieben wird, kann es da keine Ausnahme für einzelne Küchengeräte geben. Vorsichtshalber würde ich aber nicht nur einen Blick in den Mietvertrag, sondern auch in das damalige Übergabeprotokoll werfen. Manchmal nämlich werden da Vereinbarungen getroffen die vom Mietvertrag abweichen und die -sofern sie von beiden Mietparteien unterschrieben worden sind- dem Mietvertrag sogar vorgehen können. Steht aber im Übergabeprotokoll nichts davon, dass die Spülmaschine nicht zur Mietsache gehört, dann ist der Fall klar und die Vermieterin in der Pflicht.

es gibt kein Übergabeprotokoll - ich habe nur damals wie wir mit der Vermieterin den Mietvertrag gemeinsam geschrieben haben und handschriftliche Ergänzungen vorgenommen wurde das Strom, Gas, Müll direkt mit dem Versorger abgerechnet werden auch da ergänzt das eine komplette Küche vorhanden ist.

Sie stellte sich jetzt absolut quer und meinte nur wir sollten sie erneuern und könnten sie ja dann wieder mitnehmen. Das ist um so ärgerlicher, weil ich eigentlich keine Zeit und auch keinen Nerv habe mit ihr jetzt wochenlang rum zu machen und mit einem Anwalt da anzufangen. Reparieren dürfte nicht gehen weil sie einfach von 1998 ist und es sich auch nicht lohnen würde.

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@Tina34

Die Vertragslage ist dann klar. Und man könnte die Sache so klären: Der Vermieterin schriftlich eine Frist zum Austausch der Spülmaschine setzen und Ersatzvornahme nach fruchtlosem Fristablauf androhen. Dann schafft man sich die Ersatzmaschine an und zieht die Aufwendungen von der nächsten Miete ab. In diesem Falle ist die Vermieterin am Zug. Was ich dringend rate ist, die alte Maschine nicht zu entsorgen. Kommt es nämlich zum Gerichtsstreit braucht man die dringend als Beweismittel. Das Risiko, dass ein Sachverständiger anschließend die alte Maschine für doch mit geringem Aufwand reparabel hält, liegt dann aber beim Mieter!

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@Privatier59

ich hatte schon befürchtet das das so kommen wird.

Das Problem hatten wir auch als die Sat-Anlage (LNB) defekt war. Sie wollte nicht bezahlen, meinte es wäre unsere da der Vormieter diese da gelassen hätte. Wir hatten keine Lust und haben die 100,- € bezahlt, aber es nervt, sie ist leider der Meinung ein Haus muß Geld verdienen und ich brauche nichts daran zu tun. Ich bin gespannt was das noch gibt, wir hatten am Anfang des Jahres das Wasser aus der Heizung lief, ich habe sie nicht erreichen können und da haben wir am 2. Tag einen Heizungsmonteur angerufen, da wir keinen Eimer oder so unterstellen konnten, sondern nur Handtücher, aber das ging auch nur begrenzt. Wenn die Rechnung kommt bin ich gespannt ob sie die dann übernimmt oder sagt wir hätten Pech gehabt.

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@Tina34

Tja, auch hier im Forum haben wir immer Fragesteller die glauben, Immobilien seien nicht mit Reparaturkosten verbunden. Ich kann darüber nur milde lächeln. Ich kalkuliere im langjährigen Durchschnitt mit etwa 25% der Gesamtmiete bei einem Altbau. Über eine neue Spülmaschine würde ich mich mit einem Mieter nicht lange streiten.

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Kann der Mieter eine neue Einbauküche verlangen?

Hallo Leute, habe seit etwa 3 Jahre neue Mieter, welche andauernd mit neuen Renovierungs-und Verbesserungsideen auf mich zukommen. Letztes Jahr warens neue Funkthermostate an allen Heizkörpern (hab ich dann auch ersetzt) , dann sollte die Wand der Küche zum Wohnzimmer rausgebrochen werden (hab ich abgelehnt), dann hing der Schalter der Spülmaschine (neue Spülmaschine für 700,00 Euro gekauft) und nun soll einen neue Einbauküche her. Gut, die jetzige ist seit 20 Jahren drin, grau , schlicht , nichts besonders, aber funktionell , was Schubladensysteme und Schränke angeht, Ceranherd hab ich vor 10 Jahren erneuert (ca. 1.500,00 Euro), ebenso Kühlschrank (schon zum zweiten Mal) vor 4 Jahren (ca. 1.350,00) und vor 10 Jahren auch mal Spüle und Hahn ausgetauscht (ebenso wurde beide Bäder vor 10 Jahren komplett und hochwertig erneuert, Fischgrätparkett auf 110 qm verlegt ebenfalls vor 10 Jahren, Gesamtkosten rund 35.000,00 Euro). Gut, die Küche hab ich damals ausgelassen, ist ja "nur" eine Mietwohnung, da ich ja nicht Unsummen an Renovierung aufwenden wollte. Beim vorigen Mietverhältnis, welches 7 Jahre ging, gabs nie Reklamationen. Die Wohnung liegt in zentraler Innenstadtlage in einem Jugendstilhaus, einen Steinwurf vom Marienplatz entfernt und kostet augenblicklich 1.650,00 zzgl. 150,00 NK. Darf der Mieter unter diesen Gegebenheiten eine neue Küche verlangen? PS: Am Anfang war alles super und die Begeisterung kannte keine Grenzen, hatte die Wohnung komplett streichen lassen und Lackiererarbeiten durchführen lassen bei Mieterwechsel für rund 2.500,00 Euro. Eine Woche später wurden dann von den jetzigen Mietern schon die frischgestrichenen Rauhfasertapeten abgerissen und der aufwendig weiß lackierte Sichtbalken-Dachstuhl in einer undefinierbaren Farbe (Marke fleischfarbene Damenstrumpfhose) überstrichen, das Galeriegeländer (schmiedeeisene Maßarbeit) entfernt und ein Waschtisch ausgetauscht.

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