KSK und Nebenjob - Jahrelang doppelt Sozalversicherung gezahlt

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Hallo,

für die Verjährungszeit werden die KV- und PV-Beiträge auf Antrag an den AN und AG erstattet. Für die Zeit davor sieht es schlecht aus. Die Verjährungsfrist hat gerade das Ziel zu einer Rechtssicherheit beizutragen. Im umgekehrten Fall (Beiträge wurden zu wenig gezahlt) wäre man als AN ja auch sehr froh über diese Rechtssicherheit. Verjährung heißt im Übrigen nicht, dass keine Ansprüche mehr bestehen, sondern, dass die Krankenkasse die Ansprüche mit Hinweis auf die Verjährung ablehnen kann.

Nicht verjährt sind die Beiträge aus Januar 2008 bis jetzt. Wenn der Beitrtag für Dezemvber 2007 erst im Januar 2008 gezahlt wurde, ist er auch noch nicht verjährt.

Es ist sehr ungewöhnlich, das diese Doppelzahlung nicht aufgefallen ist:

  • die frühere Krankenkasse hätte die doppelten Meldungen von AG und KSK merken müssen.

  • der Betriebsprüfer der Rentenversicherung prüft alle 4 Jahre die Beitragszahlung im Betrieb.

Ob evtl. noch arbeitsrechtliche Ansprüche gegen den Arbeitgeber bestehen, kann ich nicht beurteilen (sind aber vermutlich ebenfalls verjährt).

Tipp für die Zukunft:

-Infos über eine selbständige Tätigkeit dem Arbeitgeber schriftlich geben und darauf achten, das es zur Personalakte genommen wird.

  • wesentliche Aussagen von der Krankenkasse schriftlich geben lassen

Gruß

RHW

Gern geschehen.

Danke für den Stern und das Kompliment.

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...Arbeitgeber des Nebenjobs. Wusste der, dass daneben eine hauptberufliche Selbstständigkeit existierte ?

Ja, davon wusste er.

Gruß, Finn.

Hallo RHWWW,

Danke für die informative Antwort! Das hilft weiter, bzw. bestätigt Bekannntes.

Gruß, Finn.

Rentenversicherungspflicht trotz Gewerbe?

Hallo Community,

wie der Titel schon sagt geht es um die Rentenversicherungspflicht.

Ich betreibe ein Gewerbe (GbR) in dem ich Webseiten erstelle und vermarkte (Programmierung, Design, Texte). Einnahmen werden hauptsächlich durch Werbeeinnahmen, Webhosting und Affiliatemarketing erzielt. Ab und zu auch durch Verkauf.

In letzter Zeit schreibe ich auch öfters Artikel als freier Mitarbeiter/Journalist für diverse Zeitschriften. Dieser Teil der Arbeit macht ca. 30-50% der Einnahmen aus. Alles unter dem Namen meines Gewerbes (der GbR).

Nun habe ich gelesen, dass Künstler und Publizisten Rentenversicherungspflichtig sind. Laut Künstlersozialkasse (in der ich NICHT bin) auch wenn man eine andere Tätigkeit ausübt neben der publizistischen.

Könnte mir da mal ein Experte etwas Licht ins Dunkle bringen? Bin ich aufgrund der publizistischen tätigt nun Rentenversicherungspflichtig? Trotz meiner gewerblichen Tätigkeit? Wie würde es aussehen wenn ich in Zukunft die "Journalistische Tätigkeit" vom Gewerbe trenne und diesen Teil freiberuflich mache?

Hier auch ein Link zur KSK der mich nur mehr verunsichert hat. Bitte lest den Teil auf Seite 2 "Mehr als nur geringfügige selbstständige Nebentätigkeit" :

http://www.kuenstlersozialkasse.de/wDeutsch/download/daten/Versicherte/Versicherung_trotz_Nebenjob.pdf

Irgendwo anders habe ich auch gelesen, dass Blogger seit neustem in die Künstlersozialkasse können da sie Trotz Werbeeinnahmen als Publizisten gelten und dadurch auch Rentenversicherungspflichtig sind. (wie erwähnt bin ich NICHT in der Künstlersozialkasse).

Vielen Dank schonmal für eure Antworten.

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Krankenversicherung bei geplanter Hochzeit und Kind

Hallo,

mein Freund und ich bekommen im Mai unser erstes Kind und planen vor der Geburt noch zu heiraten. Wie nimmt die Hochzeit Einfluss auf unseren derzeitigen Versicherungsstand und wie sollte/kann das Kind versichert werden?

Versicherung meines Freundes: Er ist trotzt Selbstständigkeit gesetzlich versichert.

Meine Versicherung: Ich (Studentin, seit mitte September 25) war bis 31.08. über meinen Vater privat versichert. Aufgrund einer Nebentätigkeit mit einem Verdienst über 400€ bin ich zum 01.09. in die GK gewechselt mit einer laufenden Anwartschaft bei der PK. Nun hat mich der Arbeitgeber (LBV) als Werkstudentin bei der Versicherung gemeldet und nicht mehr wir zunächst als sozialversicherungspflichtig, sodass ich zurück in die PK wechseln müsste. Laut Arbeitgeber wären beide Optionen möglich.

Macht es Sinn mich doch sozialversicherungspflichtig zu melden, da ich in der PK seit Mitte September nicht mehr beihilfeberechtigt bin und die Kosten recht hoch wären?

Davon abgesehen läuft die Tätigkeit ohnehin nur bis zum 31.01.13, sodass ich ab Februar wieder PV sein müsste.

Im April stünde dann die Hochzeit an und nach der Geburt unseres Kindes würde ich ca. ein Jahr nicht arbeiten bevor ich dann ins Refrendariat gehe.

Wie macht es Sinn mich aktuell zu versichern, damit ich in den nächsten Monaten nicht mehrfach die KV wechseln muss? Und wie sieht mein Versicherungsstatus langfristig sinnvoll aus?

Vielen Dank!

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Hohe Nachzahlung bei Steuerklasse 1, trotz vollständig abgeführter Steuer?

Hallo,

ich habe ein grundsätzliche Frage. Seit letztem Jahr bekomme ich in meinem Steuerprogramm eine hohe Nachzahlung angezeigt, sobald ich die Daten der Lohnsteuerbescheinigung eingegeben habe.

Ich bin bisher immer davon ausgegangen, dass alle Steuern von meinem Arbeitgeber an das Finanzamt abgeführt wurden und ich auch keine Steuern mehr nachzahlen muss, sofern der Arbeitgeber alles richtig gemacht hat. Ist doch richtig, oder?

Ich bin ledig, Steuerklasse 1 und hab einen Vollzeitjob.

Die Daten:

3 Bruttoarbeitslohn: 100.090,54€

4 einb. Lohnsteuer: 31.171,00€

5 Solidaritätszuschlag: 1.714,39

22 Arbeitgeb. Anteil RV: 6.577,20€

23 Arbeitn. Anteil RV: 6.577,20€

24 Steuerfr. Arbeitgeberzuschüsse priv. KV: 2.528,68€

24 Steuerfr. Arbeitgeberzuschüsse priv. PV: 104,88

27 Arbeitnehmerbeiträge AV: 1.044,00€

28 Beiträge priv. KV/PV: 1.899,96€

Auf der Seite vom Bundesministerium für Finanzen (ww.bmf-steuerrechner.de) habe ich meinen Lohnsteuerabzug und Solidäritätszuschlag berechnen lassen. Beide Beträge stimmen exakt überein, wie auf der Lohnsteuerbescheinigung angegeben.

Laut Steuerprogramm (Tax2014) soll ich jedoch 1.545€ nachbezahlen. Ich habe nur die Steuerbescheinigung eingetippt und natürlich alle meine privaten Daten.

Jetzt die Fragen:

Wie kommt dieser Betrag von 1.545€ zustande, wenn ich doch bereits die vollen Steuern bezahlt habe?

Eigentlich müsste doch erst einmal nichts nachbezahlt werden, wenn der Arbeitgeber bereits alles richtig abgeführt hat, oder? Wo liegt dann der Fehler?

Vielleicht kann mir jemand eine plausible Antwort geben, bevor ich einen Steuerberater kontaktiere.

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