Krefitzinsen absetzen ohne Mieteinnahmen?

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3 Antworten

Kann ich aber meine Zinsaufwände steuerlich bereits in 2014 geltend machen, obwohl in diesem Jahr (noch) keine Mieteinnahmen gegenüberstehen?

Du musst nur die Vermietungsabsicht kenntlich machen und schon erkennt das Finanzamt Finanzierungkosten als Werbungskosten in Anlage V+V an.

AfA beginnt erst ab Fertigstellung (Bezugsfertigkeit), Alle Herstellungskosten und Herstellungsnahen Aufwendungen sind auf 50Jahre linear ab Abzuschreiben, nur Finanzierungskosten, Kosten für Mietersuche usw. sind Werbungskosten

...und ergäzend:

Oder kann man evtl. die Zinsaufwendungen ins nächste Jahr „übertragen“?

Nicht, indem du sie einfach in diesem nächsten Jahr als Aufwand angibst. Die EInkommensteuererklärung ist stets eine Jahreserklärung. Sachverhalte, die in einem Jahr verwirklicht werden, können nicht in einem anderen Jahr angegeben werden.

Wenn also die Zinsen der einzige Aufwand im Zusammenhang mit der Vermietung sind, gehören die in die Anlage V.

Es entstehen (wenn dies das einzige Mietobjekt ist) negative EInkünfte, die zunächst mit positiven Einkünften anderer Einkunftsarten verrechnet werden. Ist der Gesamtbetrag der Einkünfte dann immer noch negativ, wird der Verlust ins Vorjahr zurückgetragen oder ins Folgejahr vor (auf Antrag).

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@EnnoBecker

Soweit okay, ich stolpere beim Lesen aber über diese Empfehlung:

Wenn also die Zinsen der einzige Aufwand im Zusammenhang mit der Vermietung sind, gehören die in die Anlage V.

Hier ist "der einzige Aufwand" etwas irreführend. Auch wenn es nicht nur Zinsen gibt, gehören diese Aufwendungen in die Anlage V des Jahres, in dem diese Werbungskosten gezahlt wurden.

Die in 2014 gezahlten Zinsen gehören in die Anlage V 2014. Dabei muss bzw. darf der Steuerzahler keine zeitliche Abgrenzung machen, z. B. wenn Zinsanteile von 2014 erst im Februar 2015 bezahlt würden. Derartige Zinsanteile können erst 2015 angesetzt werden.

Neben Zinsen kann der Fragesteller auch die auf die Grundschuldbestellung und -eintragung entfallenden Notar- und Gerichtskosten als Geldbeschaffungskosten in voller Höhe in Anlage V angeben. Die übrigen Notar- und Gerichtskosten gehören zu den (abzuschreibenden) Anschaffungskosten.

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@LittleArrow

Hier ist "der einzige Aufwand" etwas irreführend.

Ich weiß, aber ich wollte es nicht unnötig aufblähen.

Viel mehr Angst habe ich vor Primus wegen

ergäzend

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Ja, und das lässt sich sehr leicht recherchieren. Wenn Du Deine künftigen Aufgaben in Zusammenhang mit Kauf und Vermietung so lax handhabst, wirst du viel Lehrgeld zahlen.

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