Kreditwürdig für Eigentum?

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4 Antworten

Erst mal ist es gut das ihr euch schon jetzt Gedanken darüber macht. Ich bin entgegen einiger Antwortgeber hier anderer Meinung.

Ich denke eine eigene Immobilie ist die halbe Altersversorgung. Alleine wenn du überlegst, wie viel Miete du bis an dein Lebensende zahlen musst nur um zu Wohnen. Du bist als Mieter immer dem Mietsteigerungsrisiko und einem Vermieter ausgesetzt. Wie viel Rente bleibt übrig, wenn Du z.B. 1.000 EUR warm Miete zahlen musst?

Ich denke es ist ein gute Idee sich mit Immobilieneigentum zu beschäftigen. Das ersetzt allerdings nicht komplett  eine weitere Altersvorsorge.

Eine Immobilie ist ein Sachwert, der in der richtigen Lage an Wert gewinnen sollte und auch noch inflationssicher ist. 

Je mehr Eigenkapital zum Immobilienerwerb hat, desto besser ist es. Banken finanzieren aber schon wenn man 20-30 % Eigenkapital und eine gute Bonität hat.

Es kommt also schon darauf an, wo ihr die Immobilie kaufen wollt und wie viel sie kosten soll. Bei der Finanzierung, ist darauf zu achten, dass ihr euch nicht vollständig ausreizt. Ihr müsst euch etwas finanziellen Spielraum lassen für Unwägbarkeiten, die euch im Kaufe eures Lebens treffen können. 

Die Finanzierung würde ich mit einem unabhängigen Finanzierungsspezialisten machen, denn die gehen mehr auf die Belange ihrer Kunden ein als die meisten Banken. Auch haben solche Spezialisten eine größere Auswahl, da sie meist mit Finanzierungsplattformen zusammenarbeiten, die sehr viel Anbieter haben. 

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Respekt! 30% Sparleistung bezogen auf Euer verfügbares Netto.

Bei einem Finanzbedarf (KP+NK) von rund 211.000 EUR und EK 50.000 EUR (davon nur 41.000 EUR eingesetzt - Puffer!) ist mit heutigen Zinskonditionen in rund 19-20 Jahren erledigt. Das mit einer Rate wie Eure Miete. Selbst bei einer verdreifachen des Zinses lassen sich 20 Jahre Tilgungszeit einhalten (Annuität ca. 1.100 EUR)

!!! Hinzukommt das Hausgeld für die ETW - evtl. 200 EUR

Wenn Ihr ohne Maklercourtage in Bayern o. Sachsen (wegen niedriger Grunderwerbsteuer) kauft ist auch mit rund 12.000 EUR jetzt schon ein Erwerb machbar.

Also alles darstellbar! Nichts wie hin zum Makler! Nicht so schnell!!!

Meine Annahme unterstellt, dass die Bank Ihre Beleihungsgrenze gleich hoch wie den Kaufpreis setzt.

D.h. Die Bank wertet erstmal das Objekt ein. Diese Schätzung kann auch unter dem KP liegen. Von den ermittelten Wert werden 20% abgezogen. Damit wären wir bei der Beleihungsgrenze.

Dann gibt es noch den Beleihungsauslauf. Das ist das Verhältnis zwischen Darlehenswunsch und Beleihungswert. Meist gehen die Banken hier nur bis zu 80-85% manche begleiten sogar 100% oder drüber (höherer Zins).

Bsp.: Eure Traumwohnung soll 200.000 EUR kosten. Das ist Sie sogar nach Bankeinschätzung wert. Abzgl. 20% macht 160.000 EUR Beleihungswert.

Begleitet wird die Finanzierung mit einem Beleihungsauslauf von 85%. D.h. Ihr bekommt 136.000€

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Konditionsanfragen können nur eine erste Einschätzung sein. Erst wenn das Objekt eingewertet ist, kann die Bank genaue Konditionen nennen. Die Einwertung erfolgt jedoch erst wenn Ihr den Darlehensantrag stellt.

Damit will ich sagen: Ein günstigste Kondition am Anfang muss nicht die besten endgültigen Konditionen haben. Deshalb lasst Euch am besten von einen unabhängigen Darlehnspezialisten beraten. Dieser weis auch, welche Banken Objekte "großzügig" Einschätzen. Damit der Beleihungswert möglichst nahe am Kaupreis liegt.

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Trotz Eurer Euphorie und Machbarkeit, hört auf den Rat von Rat2010. Da lese ich viel Erfahrung raus.

Mieten und flexibel bleiben ist nicht das schlechteste.

Alternative: Werdet Kapitalanleger. Hier zahlt Euch der Mieter und Vater Staat (Zins steuerlich absetzbar, AfA) einen Großteil der Wohnung. Lasst Euch beim bezahlen helfen. Ihr könnt dann entscheiden ob Ihr den Gewinn irgendwann ( 10 J. Spekulationsfrist) an Steuerfrei mitnehmt, selber einzieht oder an den Nachwuchs übertragt. 

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Ihr steuert auf ein sorgenfreies Leben im Reichtum zu, wenn Ihr das mit dem eigenen Haus ganz einfach lasst.

Ein tolles gemietetes Haus und Immobilien, die immer zu euch passen, eingeschlossen.

Die Alternative ist, dass die 400.000 €, die ihr sonst euer Arbeitsleben lang zurücklegen könntet (wenn alles so läuft wie es laufen kann) und aus denen sicher mehr als 1 Mio. € werden, in was gehen, das von Anfang an ein enormes Risiko bedeutet und euch vielleicht alles nimmt.

Was, wenn ihr euch trennt, ein Unfall passiert, wer arbeitslos wird, man in der Gegend keinen Job mehr bekommt, noch ein paar Kinder kommen und so weiter?

Nicht zuletzt könnt ihr dann dem Kind/den Kindern helfen und was vererben. Von dem dann alten Haus sehen sie frühestens was, wenn sie in Rente sind.

Wenn "sein lassen" eine Alternative ist, lasst es sein!

Ich weiss schon, dass es sich auf und mit einer Immobilie so richtig gut sparen lässt. Das geht mit Fonds aber genauso und da macht es Sinn! Vor allem spart ihr dann nicht dauernd an der Grenze (könnt also auch noch leben) und wenn was passiert, ist es nicht so schlimm.

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Kommentar von Lunna
04.09.2017, 14:08

Wenn wir die 900€ Miete in eine Kreditilgung für eine Eigentumswohnung (80qm) investieren? Wäre das eine Option?

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Man sagt so ca. 25-30% müsste man seriös Eigenkapital haben. Also dürfte Euer Eigenheim Projekt maximal 200.000 sein in 5 Jahren. Aber für diese Summe gibt es derzeit keinen Neubau, nur gebraucht Immobilien. Die Herstellungskosten in 5 Jahren werden ja noch einmal steigen, jedes Jahr ca. 5%.

Aber sparen und abwarten, falls die Immobilien-Blase platzt.

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Kommentar von Lunna
04.09.2017, 14:00

mehr als 200.000€ wollten wir auch nicht investieren. Irgendwas kleines um die 80 qm.. evtl Eigentumswohnung. mhhh ja, müssen wir vlt auf unser Erbe warten. danke 

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