Kreditvergabe für Immobilienkredit: Werden Richtlinien noch streng ausgelegt?

2 Antworten

Es stimmt nicht, dass Immobiliardarlehen (so heißt das seit Umsetzung der "Wokri") bis zum Rentenalter getilgt werden müssen. Laufen Darlehen bis ins Rentenalter müssen Banken und Vermittler lediglich prüfen, ob die mögliche Ratenbelastung (auch nach Ablauf einer Sollzinsbindung) dann noch tragbar ist.

Wir bekommen häufig Anfragen von Menschen "Ü-60", die eine Immobilie zur Kapitalanlage kaufen und wenig Eigenmittel einbringen wollen/können. Meistens machen derartige "Investments" keinen Sinn, denn diese Immobilien werden zu Lebzeiten der Käufer (bzw. Kaufinteressenten) so gut wie nie ins Geldverdienen kommen. Oft stecken Familienangehörige dahinter, die die Immobilie am liebsten selbst kaufen würden, aber nicht finanzierbar sind, und dann als Mieter einziehen sollen/wollen.

Es gibt sicher Fälle/Konstellationen, in denen der Kauf und die Finanzierung einer Immobilie auch "Ü-60" Sinn machen kann, allerdings nur mit entsprechendem Eigenmitteleinsatz und vergleichsweise niedrigem Finanzierungsanteil.

Banken berücksichtigen bei der sog. "Haushaltsrechnung" (Einnahmen ./. Ausgaben) auch Mieterträge, allerdings werden dort entsprechende Abschläge vorgenommen und natürlich auch sog. Bewirtschaftungskosten berücksichtigt. Und bei älteren Mitbürgern wird eben eine Haushaltsrechnung im Rentenalter sumiliert. Und da sind die meisten dann raus (ausgenommen, es wird ein hoher Eigenakpitalanteil eingebacht).

Wie genau gerechnet wird, ist Auslegungssache der Banken. Die Methoden unterscheiden sich von Bank zu Bank zum Teil erheblich.

In der Vergangenheit war es so, dass der Wert einer Immobilie in einer Großstadt in der Regel zunahm.

Den gleichen Satz hätte ich 2000 für Techaktien schreiben können. Der Markt ist extrem überhitzt. In München sinkt die Nachfrage seit ein paar Monaten, dem folgen die Preise aber keiner kann wissen, ob sich nicht vielleicht in zehn Jahren auch wieder normale Akademiker eine neue Wohnung kaufen können.

Immobilienpreisanstiege um mehr als 5 % über dem Inflationssatz sind schlicht und einfach unlogisch und wir haben das schon einige Jahre. So was korrigiert sich auch wieder. Nach einer Überhitzung (siehe im März 2000 bei Techaktien) braucht es dafür nicht mal einen Grund, auch wenn mir genüggend einfallen.

Will sagen: es ist normal, dass Grund häufig zumindest um den Inflationssatz steigt. Wenn auf dem Grund ein Haus steht, wird das aber immer älter und irgendwann will es keiner mehr haben, weil es alt ist und zu verfallen droht.

Heute gelesen: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-heute-arabellahaus-soll-neu-entstehen-schmierereien-am-monopteros-streit-um-heimliche-befruchtung-1.3964814

Nun redest du von einem Menschen vor der Rente, der zur Finanzierung einer Immobilie ein Darlehen braucht. Vielleicht auch noch einen merklichen Teil des Immobilienwertes? Auch wenn er mit der Rente das Darlehen bedienen kann, wie baut er sich das Geld auf, das er braucht, wenn er z. B. 20 % des Gebäudewertes in eine Sanierung stecken muss?

Ein Freund hat gerade die Situation, dass jeder Wohnungseigentümer 10 T€ je Wohnung in die Statik des Mehrfamilienhauses stecken muss. Das überfordert einige (vor allem der Rentner) und um ein Haar (eine Stimme) wären es 40 T€ je Wohnung gewesen. Gewählt wurde die Plastik- im Vergleich zur Stahlbetonlösung.

Wenn also Banken Menschen Ü 50 die Darlehensvergabe nicht so einfach machen, dann um sich aber auch sie vor sich selbst zu schützen. Weil Bankvorstände zum Teil selbst wie du denken, wird die Richtlinie nicht umgesetzt, wie sie umgesetzt werden sollte.

Immobilienfinanzierung für 4 Eigentumswohnungen. Ist Rat von Finanzoptimierer empfehlenswert?

Hallo!

Ich hoffe, dass ich hier ehrliche Antworten auf eine besonders wichtige Frage, die meine Altersvorsorge betrifft, bekomme. Genau genommen habe ich bereits einen Plan/Rat von einem "unabhängigen" Finanzoptimierer bekommen. Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob das vorgeschlagene Vorgehen wirklich gut für mich ist oder ob ich damit meine Finanzen und meine Altersvorsorge einem sehr hohen Risiko aussetze.

Ich bin 31 Jahre alt und selbstständig. Ich habe 90.000 Euro Eigenkapital, wovon 40.000 Euro frei verfügbar sind. Weitere Sicherheiten [Lebensversicherung, Fonds, Edelmetalle, Immobilien] sind momentan nicht vorhanden.

Ich habe das Ziel, spätestens mit 45 ein Haus im Wert von circa 500.000 Euro zu bauen. Bis dahin möchte ich dieses Jahr 4 Wohnungen aus der Zwangsversteigerung kaufen. Wobei ich natürlich auf Top-Qualität und Wiedervermietbarkeit achten werde. Um diesen Wohnungskauf zu realisieren, werde ich 4 einzelne Immobilienkredite [für jede Wohnung einen] aufnehmen.

Mein Finanzoptimierer riet mir nun das Folgende:

  1. Die Rate für den Immobilienkredit möglichst gering ansetzen und NICHT so schnell wie möglich zurückzahlen. Das dadurch frei werdende Kapital sollte lieber in einen bzw. mehrere Immobilienfonds investiert werden. Mal angenommen, ich würde durch den Immobilienfonds 6 % Gewinn machen und nur 4 % Zinsen für den Immobilienkredit zahlen, hätte ich so 2 % zusätzlich an Gewinn gemacht.

  2. Durch die Zwangsverwaltung bekommt man die Wohnungen meist zu einem geringeren Preis als ihr Wert tatsächlich ist. Der einfachheithalber sagen wir mal: Eine Wohnung ist 50.000 Euro wert und ich bekomme sie für 25.000 Euro. Ich sollte mir aber dennoch einen Immobilienkredit über 50.000 Euro geben lassen und das so zusätzlich gewonnene Geld in einen bzw. mehrere Immobilienfonds investieren.

  3. Rein theoretisch könnte ich eine der 4 Wohnungen ohne Kredit finanzieren. Mir wurde jedoch dazu geraten, alle 4 Wohnungen zu finanzieren, da Kredite gerade sehr preiswert sind. So könnte ich das Geld für die 4. Wohnung, die ich eigentlich selbst zahlen könnte, wiederum anderswo investieren.

Was haltet ihr von diesen Tipps? Auch im Hinblick auf das Haus, was ich später bauen möchte.

Habt vielen Dank für eure Ideen und Anmerkungen!

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Altersteilzeit: Abzug geldw.Vorteil für nicht vorhanden Firmen-PKW in der Passiven Phase rechtens?

Altersteilzeit: Abzug geldwerter Vorteil für Firmen-PKW in der ATZ-Passiven Phase rechtens obwohl kein Firmen-PKW ? Ich habe eine ATZ-Vereinbarung Blockmodell und hatte während der aktiven Phase einen Firmen-PKW, für den in der Berechnung des ATZ-Entgeltes der geldwerte Vorteil der Privat-Nutzung mit 1% auf den Neuwert versteuert und in Abzug gebracht wurde. Ich befinde mich nun in der passiven Phase und habe keinen Firmen PKW mehr, bekomme aber immer noch die Steuer für den geldwerten Vorteil -wie in der Aktiv-Phase- abgezogen. Auf meine dementsprechende Anfrage teilte mir die Personalabteilung mit, daß dies rechtens sei, weil das Entgelt entsprechend berechnet wurde und in Aktiv- und Passiv-Phase identisch sein muß. Fakt ist jedoch, daß jetzt in der Passiv-Phase der Vorteil der Privat-Nutzung nicht existiert -weil der Firmen-PKW nicht mehr vorhanden ist. Was ist richtig?

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4.)Kann man hier die Ablöse, Mietkaution und Hardwarekaution mit rein rechnen?

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