Kreditübernahme nach Scheidung

1 Antwort

Zunächst mal wundert es mich, daß im Zuge der Scheidung dieser Kredit nicht bereinigt wurde.

Nach Deiner Schilderung

  • Das Haus und die frühere "Ehewohnung" gehören den Ex-Schwiegereltern. Die Ex-Frau oder Du stehen nicht im Grundbuch.

  • Das Darlehen wurde von Dir mit der Ex-Frau aufgenommen, wobei die Ex-Schwiegereltern zusätzliche Sicherheiten (wahrscheinlich über die Immobilie) beigebracht haben.

  • Die Ex-Frau wohnt noch in der Wohnung. Du nicht.

Du solltest auf jeden Fall den Anwalt, der Dich bei der Scheidung vertreten hat, konsultieren, denn es ist für mich unbegreiflich, wie dieses Darlehen einer Regelung im Rahmen der Scheidung entkommen konnte.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit musst Du dieses Darlehen nicht weiter abzahlen. Zumindest nicht das volle Darlehen. Es ist bezogen auf die frühere Ehewohnung, die nun ausschließlich von der Ex-Frau bewohnt wird. Also sollten Lasten dieser Wohnung auch bei ihr angesiedelt werden. Wenn sie nicht leisten kann, ist das Deine Aufgabe. Du hast jedoch ggf. einen zivilrechtlichen Anspruch gegen sie, da sie die Wohnung bewohnt. Andererseits war dies die Ehewohnung im Haus der Schwiegereltern und es handelte sich um Umbaumaßnahmen, nicht den Kauf der Wohnung.

Daher: sprich mit Deinem Anwalt über die Sache und kläre es zügig.

Wie können wir eine für alle Geschwisterteile gerechte Lösung des Wertausgleichs im Erbfall finden?

Folgende Situation stellt sich zur Zeit bei uns dar: Meine Frau und ich möchten das Haus der Schwiegereltern umbauen (Umbaukosten ca. 230tEuro) und dann dort einziehen. Meine Schwiegereltern bleiben im Haus auf den unteren beiden Etagen wohnen. Da mein Schwiegervater nicht möchte, dass wir Eigentümer werden und er auch gegen eine Eigentümergemeinschaft ist, hat er vorgeschlagen, dass er den Kredit bei der Bank aufnimmt und wir zur Miete dort wohnen. Leider denke ich, dass diese Lösung zu unseren Ungunsten im Erbfall ist. Meine Frau hat noch zwei Geschwister und es sind noch zwei weitere Immobilien neben dem Elternhaus, die in die Erbmasse eingehen. Im Erbfall haben wir ja bereits die Miete bezahlt, müssen dann noch die evtl. Restschuld tilgen und zahlen dann noch den durch die Umbaumaßnahme erhöhten Wert des Hauses zum Wertausgleich. Testamentarisch ist festgelegt, dass meine Frau die Immobilie erbt. Zusätzlich möchten wir aber auch verankern, dass die getätigten Umbaumaßnahmen aus der Erbmasse rausgehalten werden. Mit diesem Punkt sind aber nicht alle Geschwister einverstanden, da sie der Ansicht sind (und die Argumente kann ich nachvollziehen), dass wir ja quasi keine richtige Miete an meinen Schwiegervater zahlen (diese soll 1:1 für die Tilgung des Kredits verwendet werden), wenn dann im Erbfall die Umbaukosten wieder vom Wert des Hauses abgezogen werden. Der springende Punkt ist eigentlich, dass meine Frau und ich keine Miete zahlen wollen, wenn wir im Erbfall dann auch noch die Geschwister um den höheren Betrag durch die Wertsteigerung der Immobilie auszahlen müssen. Gibt es dazu einen Lösungsweg, wie man die Umbaukosten, die wir gerne tätigen möchten, aus der Erbmasse raushält und sich trotzdem kein Geschwisterteil benachteiligt fühlt? Dadurch, dass die Miete, die wir zahlen zu 100% in die Kredittilgung einfließt, wohnen wir praktisch mietfrei und für diese Mietfreiheit sollen die Geschwister ja im Erbfall "entschädigt" werden.

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