Kreditabbuchung nur bei Hausbank?


14.04.2021, 23:20

Es handelt sich um einen Immobilienkredit.Im Vertrag steht, dass zur Kreditzusage ein Gehaltskonto bei der Bank vorausgesetzt wird. Mittlwerweile verlangt die Bank aber für ein solches Gebühren.Nun bietet die Bank mir an statt dem Gehaltskonto ein neues kostenfreies Konto zu eröffnen nur um die Abschlagszahlungen abzuwickeln.

3 Antworten

Rechtlich ist das nicht zulässig. Ich würde eine Beschwerde beim entsprechenden Ombudsmann oder der Bafin einreichen.

Danke für Ihre Antwort. Können Sie die Aussage in irgendeiner Form belegen? Ich habe jetzt zwei Antworten bekommen, die das komplette Gegenteil voneinander behaupten ;)

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@Krake

So ein Kopplungsgeschäft ist nur bei Immobiliendarlehen erlaubt, nicht aber bei normalen Ratenkrediten. Da ist es unzulässig. Du hast außerdem sicher die Unterlagen vorliegen? Hast du solch eine Klausel akzeptiert?

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@correcta

Entschuldigung, das habe ich vergessen zu erwähnen: Es handelt sich hierbei um ein Immobiliendarlehen.
Im Vertrag steht, dass die Darlehenszusage von der Mitgliedschaft und der Führung eines Gehaltskontos abhängig ist.
Ist hier mit Zusage wirklich nur die Zusage oder die komplette Laufzeit gemeint?
Im Kreditvertrag wurden auch keine weiteren Kosten für den Kredit erwähnt. Diese würden allerdings durch die Weiterführung des Gehaltskontos anfallen, da dieses nicht mehr kostenfrei ist.
Meine Bank sträubt sich jetzt nicht gegen meinen Kontenwechsel, verlangt dann aber dann, dass ich ein (neues) Konto bei Ihnen eröffne, welches nur dem Zweck der Abschlagsabbuchung dient, dafür aber kostenfrei ist. Dabei handelt es sich aber explizit nicht um ein Gehaltskonto, wie vertraglich vereinbart. Ich finde es auch umständlich die Abschläge per Dauerauftrag auf ein solches Konto überweisen zu sollen, damit die Bank es dann von da abbucht, anstatt es direkt von meinem neuen Konto bei der fremden Bank abzubuchen.

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@Krake

Dann ist die Bank leider berechtigt, dich dazu zu zwingen. Ich würde trotzdem eine Beschwerde einreichen, mit der Argumentation, das die Bank bereit ist ein neues kostenloses Verrechnungskonto zu führen, was nur unnötig Geld für Sie kostet, obwohl direkt von der neuen Bank abgebucht werden kann. Oft sind die Banken eher bereit nachzugeben, wenn ein Ombudsmann mit beteiligt ist, als wenn keiner mit bei ist.

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@correcta

Einen Ombudsmann mit einzubeziehen ist eine gute Idee. Vielen Dank für den Vorschlag.
So ganz verstehe ich aber trotzdem nicht, wieso die Bank mich dazu zwingen kann. Im Vertrag steht schließlich Gehaltskonto. Laut Preis- und Leistungsverzeichnis handelt es sich beim vorgeschlagenen Abbuchungskonto nicht um ein Gehaltskonto.

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Sie zwingen Dir ja nicht direkt etwas auf, sondern Du hast gegen die gemeinsam festgelegten Bedingungen verstoßen indem Du Dein Girokonto nun woanders führen lässt. Grundsätzlich kann die kreditgebende Bank verlangen, dass sie die Rate von einem bei ihr selbst geführten Konto abbuchen kann. Das ist sogar ziemlich üblich bei klassischen Raten- oder Verbraucherkrediten. Du bist allerdings nicht verpflichtet, dieses Konto für Dein Gehalt und Deine sonstigen Bankgeschäfte zu nutzen. Du musst nur dafür sorgen, dass am Tag der Ratenfälligkeit Deckung auf eben diesem Konto gegeben ist und die Bank die Rate für den Kredit einziehen kann.

Wieso habe ich gegen die festgelegten Bedingungen verstoßen? Das Girokonto bei der Bank war ja nur zur Kredizusage von Nöten oder wird sowas rechtlich als "über die komplette Laufzeit" interpretiert?
Als zusätzliche Info: Die Bank verlangt zwischenzeitlich Kontoführungsgebühren. Dadurch werde ich jetzt vor die Wahl gestellt entweder die Kostenerhöhung hinzunehmen oder alternativ ein kostenfreies Konto dort zu eröffnen, was nur der Abschlagsabbuchung dient. Letzteres finde ich unnötig umständlich und sorgt bei mir für höheren Organisationsaufwand.

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@Krake

P.S.: Danke für die Antwort.
Ergänzend zu meinem Kommentar: Die Bank zwingt mich also vereinfacht gesagt zwischen Bequemlichkeit und höheren Kosten zu entscheiden. Das ist so auch nicht im Kreditvertrag ersichtlich.

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Ich bin kein Jurist und den genauen Wortlaut des Vertrags kenne ich auch nicht. Wenn es allerdings eine Vereinbarung gibt, nach der die Raten von einem Konto bei der kreditgebenden Bank eingezogen werden können müssen, dann ist das Teil des Vertrages. Wenn Du also Diskussionsbedarf dazu hast, dann sprich doch einfach nochmal mit der Bank, die Dir den Kredit eingeräumt hat.

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