Krankschreibung/Krankengeld - Unterbrechung möglich?

1 Antwort

ALG 1 erhältst relativ sicher erstmal nicht. Die Eigenkündigung ist der Ausschluss. Ob Du in der Kündigungsfrist krank geworden bist oder nicht, spielt keine Rolle. Das war kein Arbeitsunfall oder? Nein - eher nicht; denn das hättest Du schon geschrieben.

Nach 3 Monaten ab dem ersten Tag der Beschäftigungslosigkeit würdest Du dann ALG 1 erhalten. Wirst Du dann operiert, müsste die Krankenkasse Krankengeld bezahlen. Wegen der 3 Monats-Sperre wird Dich die Agentur für Arbeit schon von allein darauf hinweisen, dass Du ALG2 beantragen musst. Wenn die AU-Bescheinigungen jetzt nicht ununterbrochen gewesen wären, hättest Du weiter Krankengeld (70%!) bezogen. So aber hast Du dir ein richtiges Eigentor geschossen; wegen der wirtschaftl. Situation (Corona) ist das schon ziemlicher Murks.

Die Antrag auf ALG1 musst der Form halber auf jeden Fall stellen, damit Du dort für den späteren Bezug richtig registriert bist.

Die Fragestellung ist aber deswegen komplexer, weil das Krankengeld über die Ausscheiden aus dem Unternehmen hinweg gezahlt wurde, wie ich gerade lese. Also klär das mit der Agentur für Arbeit selbst. So eine ganz SGB-rechtsssichere Auskunft wird Dir hier kaum einer geben können, alles Laien hier.

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Das mit dem ALG 1 ist mir schon klar, aber was will ich machen.

Meine Krankschreibung läuft ja noch bis Ende nächster Woche, der Arzt allerdings wollte mich nicht weiterhin krank schreiben.

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@XO66OX

der Arzt allerdings wollte mich nicht weiterhin krank schreiben.

Ja - zurecht! Die AU-Bescheinigungen unterliegen keiner Flatrate. Du kannst daraus keinen Selbstverständlichkeitsanspruch ableiten.

Die Krankenkasse ist auf jeden Fall dann raus aus der Sache. Krankengeld adé.

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@Maerz2019

Auch das ist mir klar und ich bin damit ja auch einverstanden.

Das Problem ist einfach, dass ich nicht abschätzen kann ob da eine noch eine OP kommt. Ich will jetzt auch nicht einfach mal noch Monate krankgeschrieben sein, in der wagen Voraussicht darauf. Es geht mir nur darum, ob ich in meiner derzeitigen Situation wieder Krankengeld bekomme, wenn ich wieder erneut krankgeschrieben werden sollte? (Also wenn ich nur arbeitslos gemeldet bin) Oder wie ich dann abgesichert bin?

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@XO66OX

Du wirst es nicht erreichen können über MONATE hinweg in der wagen Option auf eine OP immer weiter krank geschrieben zu werden. Grund: Du bist mit relativer Sicherheit gar nicht so krank, als Du nicht arbeiten gehen könntest (dem 1. Arbeitsmarkt zur Verfügung stehst).

Die AfA entscheidet über den ALG1-Anspruch. Falls der Entscheid positiv ausfällt, bist Du abgesichert. Das Krankengeld entfällt erstmal definitiv. Bekommst Du kein ALG1, gehts weiter mit dem JobCenter, also ALG II. Ja, das ist scheisse, aber ist dann halt so.

Die Krankenkasse kommt erst wieder ins Spiel, wenn Du eine OP mit Krankenhausaufenthalt machst. (wie lange dauert sowas? 6 Tage oder so?).

Es ist immer eine sehr sehr haarige Angelegenheit, ALG1 erhalten zu wollen und mit zeitgleich unterbrochenen AU-Bescheinigungen zu hantieren. Man wird dann hin und her geschickt und am Ende, im schlimmsten Fall kommt das JVC mit ALG1 für einen auf, weil sich niemand anderes bereit erklärt.

Dir steht ein echter Papierkrieg ins Haus! Ich wünsche Dir viel Glück. Ich weiss, dass echt fuck ist, eine neue Arbeit zu finden, weil es zur Zeit generell wenig Chancen auf einen neuen Arbeitsplatz gibt.

Prüfe mal, ob wegen Corona der Bezugszeitraum von ALG um drei Monate verlängert wurde: 12 M. => 15 M.

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@Maerz2019

Kleine Korrektur: ......im schlimmsten Fall kommt das Job Center mit ALG II für einen auf, weil sich niemand anderes bereit erklärt.

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@Maerz2019

Danke für Deine Meinung.

Nur um es nochmals klarzustellen. Ich möchte auch NICHT weiterhin krankgeschrieben werden auf Grund einer wagen OP, die vielleicht - vielleicht auch nicht kommen mag. Ich wurde bislang nur krankgeschrieben, da die Symptome eben dafür ausgereicht haben.

Des weiteren, war ich mit der Einstellung der der Krankschreibung einverstanden, da ich auch denke, dass ich in einer Form arbeiten kann (und auch will), wenn auch vielleicht nicht 100%.

Mir ging es nur darum zu wissen, in wie weit ich abgesichert bin, falls es zu einer Verschlechterung der Schulter oder einer OP kommen würde. (Nach so einer OP ist der Arm bestimmt über einen Monat nicht einsatzfähig, so wie ich das mitbekommen habe).

Dass der Zeitpunkt bescheiden ist ist klar. Zudem bin ich gerade noch umgezogen und bewerbe mich natürlich fleissig.

Nun gut, dann auf in den Papierkrieg. Ich liebe es, nicht zu wissen in welche Richtung die Reise geht ;-)

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@XO66OX

Weiter bei finanztip.de => KRANK BEI ARBEITSLOSIGKEIT

https://www.finanztip.de/krank-arbeitslosigkeit/

Das Wichtigste in Kürze

  • Wer arbeitslos ist und krank wird, muss sich sofort bei der Agentur für Arbeit melden.
  • Sind Sie länger krank, müssen Sie spätestens nach drei Tagen eine Krankschreibung bei der Agentur für Arbeit einreichen.
  • Während Sie krank sind, bekommen Sie bis zu sechs Wochen weiter Arbeitslosengeld.
  • Nach dieser sogenannten Leistungsfortzahlung haben Sie in der Regel Anspruch auf Krankengeld. Für maximal 78 Wochen kommt dafür die gesetzliche Krankenkasse auf, solange Sie weiter arbeitsunfähig erkrankt sind.
  • Sie bekommen als Krankengeld den gleichen Betrag, den vorher die Agentur für Arbeit als Arbeitslosengeld gezahlt hat.

Ich weiss aber aus leidlichen Erfahrungen von anderen Leuten, dass es nicht immer so easy peasy vonstatten geht, wie hier in den Auflistung beschrieben. Viele werden wirklich von Pontius zu Pilatus geschickt. Die Krankenkassen sträuben sich bei Zahlung von Krankengeld für ALG1 - Bezieher, wo sie nur können.

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