Krankenversicherung als Kleinunternehmer eines inaktiven Unternehmens?

4 Antworten

Hallo es geht um Gewinn die 385 € oder Umsatz?

Sofern du keinen Gewinn von mehr als 385,- € (1/7 der monatlichen Bezugsgröße von 2.695,- €) im Monat generierst ist das kein Thema und die Selbständigkeit gilt als geringfügig.

ABER:

Dies ist der KV unaufgefordert durch Einkommensteuerbescheid nachzuweisen. Unterlässt du die Mitteilung wird die Beitragsbemessungsgrenze als Grundlage angesetzt.

Einige Kollegen hier arbeiten noch mit den Zahlen von 2012.

Danke für Antwort cum actualitate. Das Problem bei mir ist halt, dass ich in den folgenden Monaten Folgendes Brutto verdient haben werde und nicht weiß, was ich bis Dezember 2013 ansetzen soll:

  • August: 750
  • September: 800
  • Oktober: 0
  • November: 800
  • Dezember: 0

Zahle ich den Schnitt für diese 5 Monate oder rechne ich von Monat zu Monat oder nehme ich den Jahresdurchschnitt?

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@Olivenbaum2013

Der Einkommensteuerbescheid würde den Jahresgewinn ausweisen diesen teilst du durch 12.

Anteilige Jahre nur anteilig.

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@Kevin1905

Ab August bis Dezember arbeite ich auf Honorarbasis für insgesamt 2.350 EUR. Mein Unternehmen ist seit Februar angemeldet und da werde ich bis Dezember 0 EUR verdient haben.

Wie darf ich denn das mit den anteiligen Jahren verstehen?

Hier meine Beispielrechnung auf Basis der Honorararbeit, die ich im August begonnen habe:

2.350 EUR / 5 Monate (weil dieses Arbeitsjahr nur aus fünf Monaten bestehen wird) = 470 EUR.

Rechne ich so richtig? Wechselt man von Familienversicherung in die 'Nicht'Familienversicherung ab dem Monat des Tätigkeitsbeginns oder ab Anfang des Jahres, in dem man die Tätigkeit aufnehmen wird?

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Wenn du nachweisen kannst dass du regelmäßig weniger als 375€ monatlich verdienst kannst du bei deiner Frau familienversichert bleiben. Steigt aber dein regelmäßiges Einkommen auf 367€ oder mehr musst du dich entweder freiwillig in der GKV versichern oder suchst dir wenn möglich eine private Krankenversicherung. In beiden Fällen solltest du auf die Zusatzabsicherung des Einkommens achten. Also auf Krankengeld oder Krankentagegeld. Deinen Betrieb abmelden musst du deswegen nicht. Allerdings wird die Krankenkasse z.B: prüfen wie viele Stunden du arbeitest und ob du ggf. Mitarbeiter beschäftigst.

Wo kommen denn die 375 € her? Für die GKV gilt dieser Satz nicht. Sobald jemand formal selbständig ist, greift das fiktive Mindesteinkommen.

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@GAFIB

Bezieht sich das nicht nur auf eine hauptberufliche Selbständigkeit, nicht aber auf Einkünfte aus einer nebenerwerblichen oder geringfügigen Erwerbstätigkeit?

Für die gelten die Einkommensgrenzen der Familienversicherung.

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@Lissa

Interessante Frage. Was ist formal "nebenerwerblich? Wenn man unter 385 € verdient? Bin da selber im Zweifel. Aber es ist sicher einen Versuch wert, damit zu argumentieren. Abmelden kann man sonst ggf. immer noch.

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@GAFIB
  • es werden keine Arbeitnehmer beschäftigt
  • der Verdienst ist entsprechend nicht höher als 1/7 der Bezugsgöße und
  • der Zeitaufwand überschreitet 15 h die Woche nicht.

Der Selbständige ist in der Bringschuld gegenüber der KV.

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@Kevin1905

Bei mir stellt sich noch eine andere prinzipielle Frage: Ich habe (a) ein Unternehmen angemeldet und arbeite (b) auf Honorarbasis, wobei (a) und (b) nichts gemeinsam haben, bis auf die Steuernummer.

  • (a) Unternehmen: Vollkommen unproblematisch, da keiner der Punkte erfüllt wird, mit Außnahme Zeitaufwand (1 von 4 Wochen vielleicht).

  • (b) Arbeit auf Honorarbasis: Keine Arbeitnehmer, Verdienst wechselt von Monat zu Monat (zw. 0 und 800 Brutto), Zeitaufwand variiert ebenfalls (zw. 15 und 30 Stunden).

???

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