Krankenkassen-Beitrag als Selbstständiger / Freiberufler ohne Einkommen

3 Antworten

Selbst wer wenig oder gar nichts verdient, muss für ein fiktives Mindesteinkommen Beiträge an die Krankenkasse zahlen.

Hier findest Du eine Beitragstabelle:

http://www.krankenkassen.de/gesetzliche-krankenkassen/krankenkasse-beitrag/freiwillig-versichert-gkv/

Bedeutet das also, dass wenn jmd vorgibt nicht zu arbeiten, besser gestellt wird als ein Autor, der noch keinen Euro verdient hat?

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@hawk66

Gibt jemand etwas vor, was nicht den Tatsachen entspricht, macht er sich strafbar. Damit möchtest Du Dich bestimmt nicht auf eine Stufe stellen, oder? ;-))

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@Primus

Ich denke Du hast meine Frage falsch verstanden ;)

Wie ist denn, im Sinne des Gesetzgebers, die Definition eines Selbständiges ? Ist denn jmd. selbstständig, der keinen Euro verdient?

Es ist für mich unlogisch zu unterscheiden, ob jmd. selbstständig ist oder nicht und daraus die Krankenkassen-Beiträge zu ermitteln. Vielmehr sollte doch das Einkommen herangezogen werden.

Oder anders ausgedrückt...aus welchem Grund sollte z.B. ein Autor, der noch nichts verdient, schlechter gestellt werden, als jmd. der 'nichts' macht und auch nichts verdient?

Nicht, dass ich behaupte, unsere Gesetze sind logisch und nachvollziehbar ;)

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@hawk66
Wie ist denn, im Sinne des Gesetzgebers, die Definition eines Selbständiges ?

Selbständig ist wer

  • Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft (§ 13 EStG)
  • Einkünfte aus Gewerbebetrieb (§ 15 EStG)
  • Einkünfte aus selbständiger Arbeit (§ 18 EStG)

bezieht oder versucht zu beziehen. Dass es sich hier um Gewinneinkunftsarten handelt und der Gewinn auch mal ausbleiben kann spielt keine Rolle.

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Wer hauptberuflich selbständig ist erzielt ein monatliches Einkommen von 1.417,50 € (Härtefallregelung), ansonsten 2.126,25 €.

Wer nebenberuflich selbständig ist erzielt ein monatliches Einkommen von 945,- €

Hierauf werden die Beiträge zur Kranken- (14% zzgl. Zusatzbeitrag) und Pflegeversicherung (2,35 bzw. 2,6%) festgelegt. Eine Unterschreitung ist nicht möglich.

Die Einkünfte sind nachzuweisen. Werden sie nich nachgewiesen ist stets von Einkünften in Höhe der Beitragsbemessungsgrenze auszugehen (4.125,- € p.M.)

Vgl. u.a. § 240 SGB V.


Alternativ könnte Arbeitslosengeld II und evtl. ein Gründerzuschuss beantrag werden. Wer ALG II bezieht ist hierüber krankenversichert.

Ein-Mann UG & co. KG Sozialversicherung, Haftungsbeschränkung - eierlegende Wollmilchsau gefunden?

Hallo werte community. Dadurch dass mittlerweile jeder Krankenversichert sein muss haben ja einige Konzerne bei der PKV gut aufgeschlagen. Selbstständig machen geht faktisch gar nicht mehr wenn man sich quasi aus dem nichts was aufbauen möchte, denn die knapp 300€ für einen gesunden 32 Jährigen müssen erstmal erwirtschaftet werden. Es gibt zwar den staatlichen Zuschuss, habe mir allerdings sagen lassen dass es einfacher ist einer Kuh das fliegen bei zu bringen, wie diesen bewilligt zu bekommen. Aber nun zum Kern des Problems: ich will mich mit coaching (Schulungen und Beratungen in einem bestimmten Fachbereich) Dienstleistungen selbstständig machen. Zu diesem Zweck würde ich eine UG & Co. KG gründen. Habe mir das so vorgestellt:

Gründung einer "Verwaltungs UG" Gesellschafter meine Frau, Angestellter Geschäftsführer ich (weil, ein geschäftsführender Gesellschafter vorm Gesetz ja als selbstständig gilt) mit einem Bruttogehalt von 451€. Dadurch bin ich dann für knapp 80€ voll sozialversichert und hätte bei einer Arbeitgeberleistung von 500€, 250€ netto übrig (und noch eine schöne VWL-Rente). Dann gründe ich eine KG mit der UG als vollhafter und mir als Teilhafter. Das hat dann den Vorteil dass ich, anders wie bei der reinen UG, Privatentnahmen in fast unbegrenzter Höhe tätigen kann und nicht viel mit Buchhaltung zu tun habe. Da die Aufträge des Tagesgeschäftes über die KG laufen muss ich nur eine EÜR anfertigen. Die UG hat ja dann als Bilanzposten nur monatlich als Eingang die Haftungsvergütung und in gleicher Höhe Das GeFü-Gehalt als Abgang. Ansonsten ist die Bilanz völlig neutral. Das wären, meiner Meinung nach, die vorhandenen Gesetze ausgereizt bis zum Schluß um tatsächlich alle Hürden, die so eine Selbstständigkeit bringt auf einmal zu nehmen. - Sozialversicherung - Haftungsbeschränkung - flexibles Gehalt (meine Marktanalyse hat ergeben dass zwischen 0-5000€ im Monat alles drin sein kann, wohlgemerkt KANN), die 500€ Brutto Fix für das GeFü Gehalt kommen als Einlage am Anfang in die KG. Kann ich das so machen oder erkennt irgendwer das nicht an? (Finanzamt, Krankenkasse) stutzig macht mich dass ich im Internet nach genau diesem Konstrukt gesucht habe und nichts gefunden weil ich denke dass andere doch auch schon so schlau gewesen sein müssten. Vielen Dank schonmal!

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