Krankenkassen-Beitrag als Selbstständiger / Freiberufler ohne Einkommen

4 Antworten

Selbst wer wenig oder gar nichts verdient, muss für ein fiktives Mindesteinkommen Beiträge an die Krankenkasse zahlen.

Hier findest Du eine Beitragstabelle:

http://www.krankenkassen.de/gesetzliche-krankenkassen/krankenkasse-beitrag/freiwillig-versichert-gkv/

Bedeutet das also, dass wenn jmd vorgibt nicht zu arbeiten, besser gestellt wird als ein Autor, der noch keinen Euro verdient hat?

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@hawk66

Gibt jemand etwas vor, was nicht den Tatsachen entspricht, macht er sich strafbar. Damit möchtest Du Dich bestimmt nicht auf eine Stufe stellen, oder? ;-))

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@Primus

Ich denke Du hast meine Frage falsch verstanden ;)

Wie ist denn, im Sinne des Gesetzgebers, die Definition eines Selbständiges ? Ist denn jmd. selbstständig, der keinen Euro verdient?

Es ist für mich unlogisch zu unterscheiden, ob jmd. selbstständig ist oder nicht und daraus die Krankenkassen-Beiträge zu ermitteln. Vielmehr sollte doch das Einkommen herangezogen werden.

Oder anders ausgedrückt...aus welchem Grund sollte z.B. ein Autor, der noch nichts verdient, schlechter gestellt werden, als jmd. der 'nichts' macht und auch nichts verdient?

Nicht, dass ich behaupte, unsere Gesetze sind logisch und nachvollziehbar ;)

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@hawk66
Wie ist denn, im Sinne des Gesetzgebers, die Definition eines Selbständiges ?

Selbständig ist wer

  • Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft (§ 13 EStG)
  • Einkünfte aus Gewerbebetrieb (§ 15 EStG)
  • Einkünfte aus selbständiger Arbeit (§ 18 EStG)

bezieht oder versucht zu beziehen. Dass es sich hier um Gewinneinkunftsarten handelt und der Gewinn auch mal ausbleiben kann spielt keine Rolle.

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Wer hauptberuflich selbständig ist erzielt ein monatliches Einkommen von 1.417,50 € (Härtefallregelung), ansonsten 2.126,25 €.

Wer nebenberuflich selbständig ist erzielt ein monatliches Einkommen von 945,- €

Hierauf werden die Beiträge zur Kranken- (14% zzgl. Zusatzbeitrag) und Pflegeversicherung (2,35 bzw. 2,6%) festgelegt. Eine Unterschreitung ist nicht möglich.

Die Einkünfte sind nachzuweisen. Werden sie nich nachgewiesen ist stets von Einkünften in Höhe der Beitragsbemessungsgrenze auszugehen (4.125,- € p.M.)

Vgl. u.a. § 240 SGB V.


Alternativ könnte Arbeitslosengeld II und evtl. ein Gründerzuschuss beantrag werden. Wer ALG II bezieht ist hierüber krankenversichert.

Ein-Mann UG & co. KG Sozialversicherung, Haftungsbeschränkung - eierlegende Wollmilchsau gefunden?

Hallo werte community. Dadurch dass mittlerweile jeder Krankenversichert sein muss haben ja einige Konzerne bei der PKV gut aufgeschlagen. Selbstständig machen geht faktisch gar nicht mehr wenn man sich quasi aus dem nichts was aufbauen möchte, denn die knapp 300€ für einen gesunden 32 Jährigen müssen erstmal erwirtschaftet werden. Es gibt zwar den staatlichen Zuschuss, habe mir allerdings sagen lassen dass es einfacher ist einer Kuh das fliegen bei zu bringen, wie diesen bewilligt zu bekommen. Aber nun zum Kern des Problems: ich will mich mit coaching (Schulungen und Beratungen in einem bestimmten Fachbereich) Dienstleistungen selbstständig machen. Zu diesem Zweck würde ich eine UG & Co. KG gründen. Habe mir das so vorgestellt:

Gründung einer "Verwaltungs UG" Gesellschafter meine Frau, Angestellter Geschäftsführer ich (weil, ein geschäftsführender Gesellschafter vorm Gesetz ja als selbstständig gilt) mit einem Bruttogehalt von 451€. Dadurch bin ich dann für knapp 80€ voll sozialversichert und hätte bei einer Arbeitgeberleistung von 500€, 250€ netto übrig (und noch eine schöne VWL-Rente). Dann gründe ich eine KG mit der UG als vollhafter und mir als Teilhafter. Das hat dann den Vorteil dass ich, anders wie bei der reinen UG, Privatentnahmen in fast unbegrenzter Höhe tätigen kann und nicht viel mit Buchhaltung zu tun habe. Da die Aufträge des Tagesgeschäftes über die KG laufen muss ich nur eine EÜR anfertigen. Die UG hat ja dann als Bilanzposten nur monatlich als Eingang die Haftungsvergütung und in gleicher Höhe Das GeFü-Gehalt als Abgang. Ansonsten ist die Bilanz völlig neutral. Das wären, meiner Meinung nach, die vorhandenen Gesetze ausgereizt bis zum Schluß um tatsächlich alle Hürden, die so eine Selbstständigkeit bringt auf einmal zu nehmen. - Sozialversicherung - Haftungsbeschränkung - flexibles Gehalt (meine Marktanalyse hat ergeben dass zwischen 0-5000€ im Monat alles drin sein kann, wohlgemerkt KANN), die 500€ Brutto Fix für das GeFü Gehalt kommen als Einlage am Anfang in die KG. Kann ich das so machen oder erkennt irgendwer das nicht an? (Finanzamt, Krankenkasse) stutzig macht mich dass ich im Internet nach genau diesem Konstrukt gesucht habe und nichts gefunden weil ich denke dass andere doch auch schon so schlau gewesen sein müssten. Vielen Dank schonmal!

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AXA Lebensversicherung schlechte Performance - Update

Update zu folgender Frage: http://www.finanzfrage.net/frage/versicherungsexperten-gefragt---axa-lebensversicherung-schlechte-performance

Ich habe gerade einen Brief von Axa erhalten: (Eventuelle Textfehler bitte ich zu entschuldigen - habe den Text per OCR von PDF konvertiert).

Eure Meinung dazu?

"Sehr geehrter Herr Yeti, selbstverständlich ist uns die Höhe der von Ihnen eingezahlten Beiträge bekannt. Der Gesamtwert ist in unserem EDV-Bestand gespeichert und wird laufend fortgeschrieben. Lediglich eine Einzel-Aufstellung der ab Beginn jährlich eingezahlten Beiträge wäre nur über eine manuelle Ermittlung möglich, welche wir aus Kostengründen nicht vornehmen. Hiermit bitten wir um Verständnis. Die gesamte Beitragssumme ab Beginn 01.12.1999 bis zum 31.08.2013 beträgt 12.437,66 EURO. Zunächst bitten wir jedoch zu beachten, dass ein großer Teil der ab dem 01.11.2003 gezahlten Beiträge für die ab diesem Termin eingeschlossene Berufsunfahigkeits-Zusatzversicherung verbraucht wird und nicht für die Hauptversicherung herangezogen werden kann. Der Beitragsanteil für die Zusatzversicherung am aktuellen monatlichen Beitrag von 105.58 EUR beträgt zum Beispiel 42,69 EUR. Zum Erwerb der Fondsanteile steht allerdings auch nicht der ganze Beitrag für die Hauptversicherung zur Verfügung. Die Versicherungsbeiträge für eine Fondsgebundene Lebensversicherung unterteilen sich in den Kosten,­ Spar- und Risikobeitrag. Von den laufenden Prämien werden die Kosten für die Einrichtung und Verwaltung des Vertrages abgezogen. Die einmalig bei Vertragsabschluss fälligen Abschlusskosten werden so lange mit den Beiträgen verrechnet, bis sie getilgt sind, die Verwaltungskosten werden laufend erhoben. Für lhren Vertrag war vereinbart. dass auf jeden Fall ab Beginn 56 % jedes Beitrags in Fondsanteilen angelegt werden. Nach Tilgung der Abschlusskosten erhöht sich vereinbarungsgemäß der Anlagebeitrag. Bei jeder dynamischen Anpassung fallen jedoch erneut Abschlusskosten an. Dem Fondsguthaben werden die Risikobeiträge für die Bereitstellung des Versicherungsschutzes monatlich entnommen. Der Versicherungsschutz besteht darin dass im Todesfall die vereinbarte Versicherungssumme ausgezahlt wird, selbst wenn bis dahin erst ein Monatsbeitrag gezahlt worden ist.

Der konkrete Wert Ihres Fondsvertrages ergibt sich dann jeweils aus der Multiplikation der Anzahl der zum Berechnungszeitpunkt vorhandenen Fondsanteile mit deren aktuellem Kurswert. Wir hoffen, wir können Ihnen hiermit weiterhelfen."

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Höchsteinkommen Wohngeld nur 100 Euro mehr als mindesteinkommen?

Hallo,
ich bin etwas verwirrt was die Einkommensgrenzen bei Wohngeld angeht.
Letztens war ich beim Wohngeldamt und sagte dass ich demnächst 4000 Euro kriegen werde und ob ich deshalb nun Wohngeldanspruch haben würde (von allen anderem ausser dem Einkommen her habe ich Anspruch, das ist schon gewiss).

Zu meiner Verwunderung guckte sie mich ganz schief an und sagte "Also beim besten Willen, von 4000 Euro können Sie doch nicht leben! Das sind ja gerade mal 333 Euro pro monat, das ist viel zu wenig! Es müssten mindesten 787 Euro pro Monat (der sozialhilfesatz oder so nannte sie das) sein und selbst das ist das absolute Minimum!"

Ergo müsste das Minimum also bei 787 Euro liegen.

nun hat sich bei mir einiges getan und es stellte sich heraus dass die zu erhaltende Summe signifikant höher sein wird.

darum habe ich etwas gegoogelt und bin da dann auf nen beitrag zum Höchsteinkommen gestoßen.

Dieses dürfte bei mir (mietstufe 2) insofern ich keine abzüge geltend machen kann, 892 Euro betragen.

Da denk ich mir nur so:
Bin ich jetzt der, der spinnt oder was nicht versteht?

oder sagen die ernsthaft dass man nur wohngeld kriegt wenn man genau in einem 100 Euro großen bereich liegt, zwischen 787 und 892 Euro Einkommen pro Monat?

Irgendwie kan ich nicht glauben,d ass dem so ist;
ich kann aber auch nicht meinen Denkfehler da erkennen.

Weiß von euch Jemand Rat?

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Beitragssatz bei GKV ohne Einkommen

Hallo zusammen, ich stelle mir folgende Frage und fürchte glatt, dass sie nicht positiv ausfallen wird. Aufgrund diverser Umstände habe ich vor für ein Jahr eher unregelmäßige Einkommens und Nicht-Einkommens-Phasen zu haben. Die Intention ist zuerst Geld anzusammeln, Praktika zu machen und später einen größeren Teil des Jahres reisen zu gehen. Mein Anliegen ist nicht irgendwelche ALG-Ansprüche zu erheben.

Mir geht es letztlich darum wie hoch mein GKV Beitrag aussehen würde wenn ich reisen ginge und kein Einkommen und auch kein Nennenswertes Erspartes habe ?!

Vielen Dank für eure Antwort!

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Krankenkassenbeiträge als nebenberuflich Selbstständiger?

Ich erziele meine Einkünfte als Kameramann in den lezten Jahren hauptberuflich als Angestellter in sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen. Diese sind projektabhängig befristet. In den Zeiten zwischen zwei Arbeitsverhältnissen bin ich arbeitssuchend und lebe entweder von Leistungen der Agentur für Arbeit oder – falls ich keinen Leistungsanspruch habe - von den Ersparnissen der zurückliegenden Einkünfte! Vereinzelt kann es in Ausnahmefällen zu tageweisen Einkünften kommen, für die ich nebenberuflich Rechnungen stelle um die Zeiten zwischen den Angestelltenverhältnissen zu überbrücken. Diese Einkünfte liegen aber nachweislich deutlich unter meinen Einkünften als Angestellter. In den Zeiten der Nichtbeschäftigung versichere ich mich freiwillig in der Krankenkasse. Nun fordert die Krankenkasse eine sehr hohe Beitragszahlung für die vergangenen Monate. Offenbar hat sie mich als hauptberuflich Selbständig eingestuft. Zudem hat sie die Einkünfte aus meiner selbstständigen Tätigkeit und den sozialversicherungspflichtigen Beschäftighungsverhältnissen addiert und auf 12 Monate umgerechnet. So liege ich monatlich immer über der Beitragsbemessungsgrenze. Ist das korrekt? Muss nicht von einer nebenberuflichen Tätigkeit ausgegangen werden (weniger Einkommen als bei meinen Angestelltenverhältnissen, wenige Stunden in der Woche, keine Angestellten) und müssen dann nicht die Einkommen die ich als Angestellter ( für die ich dann auch direkt Krankenkassenbeiträge zahle) und nebenberuflich Selbständiger getrennt voneinander betrachtet werden? Danke für ihre Antwort!

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