Krankenkasse: Nicht Pflichtversichert

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6 Antworten

Grundsätzlich muss man sich freiwillig weiterversichern, sofern kein Anspruch auf eine kostenfreie Familienversicherung besteht. Ist man untätig und lässt die Antragsfrist verstreichen, kommt eine gesetzliche Krankenversicherungspflicht nach § 5 Abs. 1 Nr. 13 SGB V zustande. Auch hierfür entstehen Beiträge.

Dieses Urteil: http://sozialversicherung-kompetent.de/20101204355/urteile/gesetzliche-krankenversicherung/vorlaeufige-gewaehrung-kv-schutz ist in diesem Zusammenhang interessant.

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Das ist recht einfach. Wenn man als sozialversicherungspflichtiger Angestellter im Jahr über 52.200€ verdient, dann ist man vom Versicherungsstatus her nicht mer gem § 5 SGB V pflicht versichert. (Klar haben wir Versicherungspflicht nach § 193 VVG). In der Konsequenz bedeutet dass das Du wählen kannst ob Du

a) als freiwilliges Mitglied weiterhin in der GKV versichert sein willst b) Du Dich privat krankenversichern willst

Der Höchstbetrag in der GKV sind 15,5 % von 52.200€ pro Jahr (=Beitragsbemessungsgrenze), wovon Du nach § 257 SGB V knapp die Hälfte von Deinem Arbeitgeber bezahlt bekommst.

Bei der PKV bekommst Du ebenfalls den hälftigen Zuschuss des Arbeitgeber, der Preis richtet sich jedoch nach Tarif, Alter, Leistung und Gesundheitszustand.

Ach ja, wichtig im Alter: Wenn Du Zeit Deines Lebens in der GKV warst, so wird nur die Rente und die betriebliche Altersvorsorge mit GKV Beiträgen belegt, alle anderen Einkunfstarten unterliegen dann nicht den GKV Beiträgen. Wenn Du in der zweiten Hälfte Deines Erwerbslebens nicht zu 90 % in der GKV warst, so unterliegen alle Einkommensarten den GKV Beiträgen (bis zum Höchstbetrag). In der Rente bekommst Du auf die gesetzliche Rente eine Art AG Zuschuss. In der PKV richtet sich im Alter der Batrag nach Tarif, unabhängig vom Einkommen. Alles klar?

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Kommentar von Kevin1905
06.06.2013, 19:33

Liegt die BBG KV nicht bei 47.250,- € p.a.?

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Ja,

man kann sich freiwillig in der GKV (weiter)versichern und das bietet die Kasse hiermit an.

Was sinnvoll ist, lässt sich ohne weitere Angaben nicht beantworten (vermutlich Berufsanfänger ?)

Viel Glück

Barmer

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Kommentar von alfalfa
07.06.2013, 00:31

Berufsanfänger mit über 52.200€ Jahresgehalt! Respekt!

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Ja, es gibt die Möglichkeit dass du freiwillig Mitglied in der GKV wirst. Dann musst du einen Beitrag abführen der in erster Linie von deinem Einkommen abhängt. Ohne Einkommen und ohne sonstigen Versicherungsschutz kommt wohl nur der Beitrag in Höhe von ca. 145€ zum Tragen.

Solltest du ein Einkommen haben beginnt der Beitrag bei ca. 280€ monatlich und erhöht sich je nach Einkommen auf bis zu ca. 700€ monatlich.

Du hast aber die Wahl auch eine private Versicherung abzuschließen. Auf jeden Fall aber musst du eine Krankenversicherung nachweisen und ggf. sogar für die vergangenen Monate (Jahre) nachbezahlen für die du keinen Schutz nachweisen kannst.

Bitte lasse dich dazu ausführlich unabhängig beraten. Diese Online-Information ist nur allgemein gehalten und ersetzt keine fachmännische Beratung. Du kannst mich aber gerne anrufen. Je nach Berufsstand, Gesundheitszustand und Einkommen sowie deiner familiären Situation kann eine PKV durchaus interessant für dich sein. Solltest du aber Existenzgründer sein ist es vielleicht eher ratsam dich zunächst gesetzlich zu versichern. Achte bitte auf einen ausreichenden Schutz vor dem Ausfall des Einkommens. Krankengeld... Viel Erfolg und alles Gute

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sag doch bitte, wie und wo du derzeit versichert bist.


Ich sehe nur die PKV oder freiwillig versichert in einer GKV. Du hast die Wahl.

Hier gibt es einige Experten wie alfalfa zu dem Thema Krankenkasse, die sicherlich noch antworten werden.

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Ja, bin berufsanfänger (aber bevor Neid aufkommt: Ich bin vorher 8 Jahre durch die Hölle gegangen ;) )

Danke für eure Antworten. Ich sprech gleich mal mit meinem Versicherungsvertreter.

Grüße

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