Krank und gekündigt worden, wer zahlt?

3 Antworten

Das mit den 10 Wochen steht aber nicht in dem genannten Paragrafen.

Dort steht als Ausschlussgrund für den KG-Bezug aber ein fehlender Anspruch auf die sechswöchige Lohnfortzahlung durch den AG. Und nach einem derartigen Anspruch fragst Du ja nicht. Offenbar ist Dir die Kündigung ja auch übergeben worden, als Du noch nicht krankgeschrieben warst. Evtl. besteht dann tatsächlich kein Lohnfortzahlungsanspruch (Rate ich) und in der Folge greift Paragraf 44 Abs.2 Nr.3. und es besteht auch kein Krankengeldanspruch. Wäre für mich zumindest logisch.

Da hilft m.E. nur eine spontane Genesung von der spontan eingetretenen Depression und die Beantragung von ALG. Als Laie geantwortet.

Dankeschön. Ich war vor Kündigung auch schon krank wg. psychosomatischen Beschwerden und habe mich dann doch wieder hin geschleppt mit Aussicht auf den Arzttermin bei der psychaterin am 8.1.19 den ich schon vor der Kündigung vereinbart hatte. Ich wurde als Akuttpatientin eingeschoben, da es mir schon länger sehr schlecht ging. Und die Kündigung wurde ja übergeben am Tag der Krankschreibung bzw. Feststellung der Depression. Da machten dann auch plötzlich die psychosomatischen Beschwerden die ich vorher hatte einen Sinn.

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@M7882

Finanztechnisch wäre es aber besser, wenn Du jetzt erst mal offiziell gesund wärst und ALG beantragen könntest. Kannst Dich ja später wieder krankschreiben lassen. Das war nur meine Idee.

Du musst vor allem schnell handeln, es fehlt Dir ja schon die Zeit seit Kündigung bis jetzt, für welche Du nun offenbar keinerlei Ansprüche geltend machen kannst.

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@Andri123

Ja, dass wäre das Einzige was ich machen könnte. Aber wie soll ich das machen finanziell? Ich bin wirklich verzweifelt. Das Arbeitslosengeld deckt noch nicht mal meine Fixkosten (Miete, Strom, Internet, GEZ). Vlit kann ich noch eine andere Hilfe beantragen aber ich bin momentan einfach nicht in der Lage wieder zu arbeiten und wenn ich mich dann wieder krank schreiben ließe, zahlt die Krankenkasse nur die Höhe des Arbeitslosengeldes (was mir ja nix bringt) und wenn ich noch andere Hilfe bekommen sollte - wird diese vlt gestrichen weil ich wieder krank bin, könnte das evlt passieren, weil dann die Krankenkasse nur das Geld in Höhe des Arbeitslosengedes zahlt und ich somit keinen Anspruch mehr auf andere Leistungen habe? Ich weiß einfach nicht mehr weiter! Ich nehme seit 9.01.19 starke Psychopharmaka die heftige Nebenwirkungen haben und die Ärztin versucht mich wieder stabil zu bekomnmen durch eine gute medikamentiöse Einstellung! Was soll ich nur machen? Ich heule schon den ganzen Tag. Mir kommt das alles so ausweglos vor! Davor war ich fast 4 Jahre in einem festen Arbeitsverhältnis - hätte ich das gewusst, hätte ich niemals dort gekündigt für diesen neuen Job aber ich konnte nicht wissen wie es dort ist.

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@M7882

Ach ja und das Geld ab der Krankschreibung bis Ende der Beschäftigung also bis zum 31.01.19 hat der Arbeitgeber zum Glück gezahlt. Aber was ist ab Februar? Ich weiß nicht wie es weiter gehen soll! Ich dachte ich hätte einen Anspruch auf Lohnfortzahlung. Zumindest in der Probezeit solange bis Beendigung des Arbeitsverhältnisses und dann Anspruch auf Krankengeld.

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@M7882

Da bin ich jetzt auch überfragt.

Ich würde 1. Morgen/übermorgen ALG-I und ALG-II beantragen (indem Du Dich dort persönlich In die Schlange stellst und die Formulare dann mitbekommst) und

2. nach Sozialberatungsstellen in Deiner Stadt suchen und dort anrufen.

Jedenfalls ist es wichtig, rechtzeitig die Anträge zu stellen.

Dann käme rein theoretisch auch noch Wohngeld infrage, aber das würde für den Antragsmonat auch rückwirkend gewährt werden.

Das ist schon echt kompliziert mit den ganzen verschiedenen Regelungen und eigentlich müsste es eine generelle staatliche Anlaufstelle geben (finde ich), damit gerade kranke Betroffene nicht verzweifeln. Gibt es aber leider nicht.

Alles Gute.

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@Andri123

Vielen Dank lieben Dank. Es ist echt schwierig in dem ganzen Bürokratiedschungel durch zu blicken. Ich habe in der Zwischenzeit nach einer Beratungsstelle geschaut und werde dort morgen gleich anrufen und bzgl. einer Beratung nach fragen. Lieben Dank nochmal.

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Die Krankenkasse bezieht sich hier bei auf das SGB V § 44 Abs. 2 Nr. 3.

Ist ja auch korrekt, der Arbeitgeber muss Lohnfortzahlung leisten für 6 Wochen.

Aber von 10 Wochen steht dort nichts.

Hallo, das ist immer noch unklar.

Was war zuerst da: die Kündigung oder die Arbeitsunfähigkeit ?

Wenn die AU erst am 8.1. beginnt, hast Du doch erstmal Anspruch auf Lohnfortzahlung 6 Wochen. Und auch dann, wenn der Arbeitgeber Dich wegen der AU kündigt.

Und dann besteht doch auch Anspruch auf Krankengeld, denn der genannte § betrifft Dich nicht.

Irgendwas fehlt da.

Viel Glück

Barmer

Woher ich das weiß: Berufserfahrung

Soweit ich das verstanden habe, ist sie zunächst gesund am Arbeitsplatz erschienen, hat gearbeitet, hat dann im Verlauf des Tages ihre Kündigung (z.B. um 12 Uhr)erhalten und sich anschliessend krankschreiben lassen (z.B. um 16 Uhr).

Nun ist die Frage, ob man auf das Tagesdatum abstellen kann oder auf die zeitliche Abfolge (hier einige Stunden), bzgl. der Lohnfortzahlung.

Sollte sie sich via Anwalt nochmal um die Lohnfortzahlung kümmern?

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@Andri123

Anwalt kostet. Ich würde an die Krankenkasse gehen, ich sehe nicht, warum kein Krankengeld gezahlt würde.

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