Kostolanys Ansatz vom Akien kaufen und schlafen legen noch zeitgemäss?

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4 Antworten

Man muß hier zwei Aspekte trennen:

  • Return on Investment: laufende Dividenden und Ausschüttungen des Instruments

  • Return of Investment: die Möglichkeit, das eingesetzte Kapital durch Verkauf des Instruments wieder zurückzubekommen

Hält man eine Aktie mit einer Dividendenrendite von 3-5% über einen längeren Zeitraum, so deckt die Ausschüttung den Inflationsausleich und das Verlustrisiko eines späteren Verkaufs wird mit der Zeit geringer, da der Betrag über dem erforderlichen Inflationsausgleich einstandspreisreduzierend wirkt. Fällt eine Dividende mal geringer als der Inflationsausgleich aus, dann wirkt das natürlich dem wieder entgegen. Daher sollte man durchaus einige Aktien halten, die das Gesamtrisiko wieder mildern.

Hält man also einige solide Aktien mit hohen Dividenden, so kann das Schlafpillenprinzip durchaus wirken. Man darf sich durch die vielen Turbulenzen eben nicht irritieren lassen, da die gehaltenen Aktien langfristig Substanz haben. Das Gleiche gilt aber auch für nachhaltig gut laufende Fonds, die zusätzlich den Vorteil einer höheren Diversifizierung und ggf. sogar aktiven Umschichtung zwischen Anlageklassen haben.

Kombiniert man das Schlafprinzip mit einem Kauf der Aktien in unterbewerteten Tiefpunkten, so hat man einen klassischen Value-Ansatz, der auch in den letzten Jahren durchaus erfolgreich war.

Der Knackpunkt dabei ist die sinnvolle Auswahl der Aktienwerte. Wie man jüngst an K+S sehen konnte, ist es auch bei eigentlich grundsoliden Werten möglich, daß marktbedingte Probleme auftreten... in manchen Fällen führten auch Skandale und Krisen zu nachhaltig einbrechenden Unternehmensgewinnen - bis hin zur Insolvenz. Diese Volatilitäten bzw. Risiken machen es schwer, ohne laufende Beobachtung langfristig erfolgreich Aktien zu halten.

Ich würde daher Kostolanys Ansatz etwas modifizieren wollen: Aktien kaufen, um sie langfrist zu halten, ist ok. Man muß jedoch dennoch laufend die Werte beobachten, um im Zweifelsfall schnell die Reißleine ziehen zu können.

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Bei "großen" Werten funktioniert das - denke ich - über lange Zeiträume auch heute noch allemal.

Du darfst aber nicht außer Acht lassen, dass es auch in Kostolanys Zeiten bei solchen Werten Abstürze gegeben hat.

Ohne das nachgeprüft zu haben, vermute ich mal, dass auf lange Sicht von den 30 derzeitigen DAX-Werten mindestens 25 einen guten Gewinn ebgeworfen haben.

Beispiele, bei denen mir historische Kurse bekannt sind:

  • Daimler 2001: 30,30€ -> 54,40
  • Linde 2001: 56€ -> 143
  • Merck 2000:34€ -> 119
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nein, bei den meisten Werten fuktioniert das nicht mehr. Und ich denke, die Börsen sind auch zu volatil geworden.

Man muss sich aktiv um seine Anlagen kümmern und regelmässig seine Strategie bewerten, ggf. umschichten und neu ausrichten.

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Nein - definitiv nicht !!!

Die Einschläge an den Finanzmärkten werden immer häufiger und öfter. Wer also nichts tut, wird Geld verlieren und nicht Geld verdienen. Zwar steigen die Indices über viele Jahre, aber wer parkt so lange sein Geld in Aktien.

Und für die Vorsorge empfiehlt sich immer ein Mix, niemals die Anlage in Aktien alleine.

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