Kostenindex/Zugewinn von Schenkungen im Erbfall

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3 Antworten

Erstmal gratulation zu dem fairen Vater, der das mit der anrechnung bestimmt hat, denn die beiden ersten Sachen hätten sich inzwischen erledigt.

Dann müßt ihr gemeinsam überlegen, was ihr als fair empfindet.

Es gibt für diese Fälle keine gesetzliche Vorschrift.

  1. Die 200.000,- DM = 102.260,- €. + 3 % pro Jahr 3067,80 * 20 Jahre = 61.356,-. Oder mit Zinseszins, dann wären es über 200.000,-

  2. die 36.000,- entsprechend wie 1.

  3. Das Wohneigentum. wollt ihr die 5,5 Jahre mit 2.400,- belastungen p.A. mit 13.200,- anrechnen? vermutlich das fairste.

  4. Aber kann man das mit dem Haus überhaupt sinnvoll verrechnen? Oder kann einer von Euch das Haus allein übernehmen und die anderen angemessen nach den Anrechnungen auszahlen? Wenn A seinerzeit einen doch recht hohen Betrag bekommen hat. Hat der sich davon einen Betrieb, oder ein Haus gebaut? Wer kann das Haus am besten gebrauchen?

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Die verfügte Anrechnungspflicht n. § 2050 BGB errechnet sich wie folgt:

Zunächst wäre ggf. erst ein Ausgleichsnachlass zu ermitteln, wenn es weitere, nicht durch Vorempfänge begünstigte Erben (Ehegattin) gäbe.

Dann werden dem Reinnachlass (Vermögen ./. Verbindlichkeiten und Bestattungskosten) alle Schenkungen hinzugerechnet, wobei sie auf den Tag des Erbfalles indexiert werden, d.h. der zwischenzeitliche inflationsbedingte Schwund des Geldwertes wird herausgerechnet.

Ausgehend von dem auf diese Weise errechneten gebührenden Erbteil (fiktiver Reinnachlass) wird dann verglichen, was die Erben von diesem Erbteil infolge der Vorempfänge bereits erhalten haben und ergäbe den noch ausgleichenden Erbanspruch.

G imager761

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Gibt es ein Testament ?

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