Kosten sparen: Bauland der Großmutter schenken lassen und die Erben ausbezahlen oder den offiziellen Weg gehen und es der Großmutter abkaufen?

3 Antworten

Die erste Möglichkeit wäre ja, dass Du Deiner Oma das Grundstück zum Verkehrswert abkaufst. Dann wird Grunderwerbssteuer fällig (So um 5 oder 6 %, je nach Bundesland) und die späteren Erben haben sich dazu gar nicht zu äußern. Die Oma kann dann mit ihrem Geld machen, was sie will.

Die zweite Möglichkeit wäre eine Schenkung unter der Auflage, den späteren Erben einen Teil zu bezahlen. Die potentiellen Erben würden wohl einen entsprechenden Erb- bzw. Erbverzichtsvertrag beim Notar unterschreiben. Das ganze geht keinesfalls ohne Beratung beim Notar. Vermutlich sind die Notargebühren dann höher. Und zu steuerlichen Fragen beraten Notare nicht.

Soweit ich es lese, wäre eine Schenkung unter Auflage eine gemischte Schenkung. Ich glaube, dass Du dann für den "gekauften", also an die Erben gezahlten Betrag Grunderwerbssteuer zahlen müßtest. Wenn diese Summe dem Verkehrswert entspricht, kannst Du ja gleich von der Oma kaufen. Das würde zumindest Notargebühren sparen (und Komplikationen).

Dann kommt noch das Thema Schenkungssteuer. Der Freibetrag für Enkel liegt bei 200.000,-€.

https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&url=https://www.haufe.de/finance/finance-office-professional/erbschaftsteuer-gemischte-schenkung-und-schenkung-unter-auflage_idesk_PI11525_HI1558500.html&ved=2ahUKEwjL4dXLzpfmAhWBzKQKHeHVAhIQFjALegQIAxAB&usg=AOvVaw0dZM7IkTchcS2SXZCPtwE7

solange Oma lebt, kann sie über ihr Eigentum ganz allein bestimmen, es dir sogar schenken. Bis zu Omas Tod haben die späteren " Erben " kein Mitspracherecht, noch nicht !

Oma's Testament sollte gemeinsam mit einem Notar betr. Gestaltungsspielraum rechtlich abgesichert werden.

Deine Mutter und der Onkel können bisher gar nichts gegeben haben - auch kein ok.

Das erklärt Dir natürlich ein Notar.

Schenkung eines Grundstückes (mit Nießbrauch!) an zwei Geschwister - Streit

Hallo erst mal! Ich hoffe sehr, dass mir jemand mit einer fundierten Antwort helfen kann. Zwei Geschwister bekommen vor 12 Jahren ein Grundstück mit Haus von der verwitweten Mutter geschenkt. Beide stehen im Grundbuch, die Mutter hat Nießbrauch. Eine Schwester (A) steckt in einer schweren Scheidung, hat kaum Geld zum Leben (nur Trennungsunterhalt), ist alleinerziehend und hat eine Depression. Diese Krankheit wird von der Schwester (B) und der Mutter ignoriert. Keine Hilfe, keine Unterstützung. Nun will die kranke Schwester A das Grundstück verkaufen (Haus hat keinen Wert und steht seit vier Jahren leer, da die Mutter gut versorgt in einer Seniorenresidenz lebt), um ihren minderjährigen Sohn und sie zu versorgen, Arztrechnungen zahlen zu können und eine Rentenversicherung zu sichern. Die andere Schwester B hat vor 13 Jahren eine Hypothek auf das Grundstück genommen, sich eine Eigentumswohnung gekauft und zahlt noch ab. Sie ist berufstätig und abgesichert. Sie und die Mutter reagieren völlig verständnislos und ablehnend auf die Bitte der zweiten Schwester A. Es kommt zum Streit. Auf der einen Seite wollen Schwester B und Mutter das Grundstück auf jeden Fall behalten, der Wert steigt schließlich immens (Großstadt). Auf der anderen Seite kämpft die andere Schwester A ums Überleben. Wie kann die zweite Schwester A trotz der familiären Differenzen an Geld kommen? Schließlich ist sie Eigentümerin einer Grundstückshälfte , wenn auch mit Nießbrauch belastet. Eine Hypothek auf zu nehmen geht leider auch nicht, da sie keinen Beruf ausübt, und im Sinne der Banken nicht kreditwürdig ist. Ich würde meiner Freundin so gern helfen, weiß mir aber leider auch keinen Rat. Deswegen hier meine Bitte um hilfreiche Unterstützung. Vielen Dank im Voraus!

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