Kosten für Vermessung von Carport und Gartenhaus die 2007/2017 vom Verkäufer gebaut wurden?

4 Antworten

Du hast das Haus doch bestimmt unter Ausschluss der Mängelhaftung gekauft.

Dann wäre der Verkäufer nur in der Haftung, wenn er Mängel arglistig verschwiegen hätte. Kaum einem privaten Eigentümer aber ist bekannt, dass er Anbauten einmessen lassen muss. Vorsatz kann man schwerlich begründen.

Der Makler wäre im übrigen auf keinen Fall haftbar zu machen.

Wenn Du anderer Ansicht bist, dann steht Dir der Rechtsweg offen. Allerdings solltest Du besser vorher Erkundigungen zum möglicherweise auf Dich zukommenden Kostenrisiko einholen.

Danke, nein ich bin kein Mensch der sich gern mit anderen streitet, schon gar nicht vor Gericht. Es hat mich nur sehr verärgert, dass es nun soweit gekommen ist. Es ist mir aber ein wenig schleierhaft, dass sich ein MAkler über so etwas nicht zu informieren hat laut dt. Recht um im Falle dann "fair" verkünden zu können, dass es solche "Altlasten" gibt. So hätte man das ja vor der Kauf klären können, bzw wäre über die Kosten informiert gewesen.

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Fakt ist man muss Gebäude fürs Liegenschafts-Kataster einmessen lassen. Baut jetzt ein Bauunternehmen, wird das Gebäude schon beim Bau eingemessen und alles ist gut. Sonst würde möglicherweise ein Teil des Gebäudes auf fremdem Grund stehen.

Bei selbst errichteten Gebäuden wartet man natürlich ab bis die Behörde auffordert. Das hat freilich Vorteile. Überlegt man sich den Carport zu verlängern, braucht man nur einmal einmessen. Oder beim Gartenhaus, wenn man es umsetzen möchte, kann man das machen ohne neu zu vermessen.

Es ist nicht festgelegt wann die Einmessung geschehen muss. Eigentlich ist das ja eine Last, die jetzt nachträglich aufgetaucht ist. Ihr habt doch Lasten-Frei gekauft.

Tja, dazu must Du nun den damaligen Kaufvertrag prüfen.

Woher soll hier jemand wissen, wie das in diesem geregelt wurde.

In der Regel werden aber zukünftige Kosten/Lasten auf den Käufer übertragen.

Und auch hier gilt:

Unwissenheit schützt nicht vor Schaden.

Dominik

Zu den wichtigsten Objektunterlagen, die dem Erwerbsinteressnten vor Abschluss des notariellen Kaufvertrags vorliegen sollten, gehört ein amtlicher Lageplan mit eingezeichneten Objekten und ein Grenzattest.

Was sagen die dir vorliegenden Unterlagen bez. Carport und Gartenhaus aus?

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Ja, es lagen die Baugenehmigungen für Carport und Gartenhaus vor, in diesen Unterlagen waren die jeweiligen Lagepläne dafür. Wie ich heute gelernt habe basieren diese zwar auf der Liegenschaftskarte des Vermessungsamtes, allerdings wird dort vom Architekt die zukünftige Lage eingezeichnet. Es ist keine Vermessung seitens des Vermessungsamtes. Das wussten wir damals leider nicht.

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