Kosten für Scheidung bei der Steuer angeben?

...komplette Frage anzeigen

2 Antworten

Ja im Rahmen von § 33 EStG - Außergewöhnliche Belastungen - , aber nur wenn die Beträge über der zumutbaren Belastung des Steuerpflichtigen liegen (§ 33 Absatz (3) enthält die verschiedenen % Sätze, die angewendet werden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
inTrennung 30.12.2014, 23:18

Danke!

gut, dass es so ist, aber eigentlich seltsam (finde ich), denn eine Scheidung ist doch sehr "Privatvergnügen" :)

1
blackleather 30.12.2014, 23:53
@inTrennung
denn eine Scheidung ist doch sehr "Privatvergnügen"

Das sieht das Gesetz auch so: "Aufwendungen für die Führung eines Rechtsstreits (Prozesskosten) sind vom Abzug ausgeschlossen, es sei denn, es handelt sich um Aufwendungen ohne die der Steuerpflichtige Gefahr liefe, seine Existenzgrundlage zu verlieren und seine lebensnotwendigen Bedürfnisse in dem üblichen Rahmen nicht mehr befriedigen zu können." (§ 33 Abs. 1 Satz 4 EStG)

Die Finanzgerichte nicht. Die sind überwiegend der Auffassung, Scheidungskosten seien außergewöhnliche Belastungen (z.B. FG Rheinland-Pfalz v. 16.10.2014 - 4 K 1976/14; FG München v. 21.08.2012 - 10 K 800/10).

Das letzte Wort wird der Bundesfinanzhof sprechen; dort hängt die Frage jetzt (VI R 16/13; VI R 69/12).

Wenn's dich im Detail interessiert, lies Nieuwenhuis, "Sind Scheidungskosten ab VZ 2013 nicht mehr als außergewöhnliche ­Belastungen zu berücksichtigen?" (DStR 2014, 1701).

4

Was möchtest Du wissen?