Kosten für Arbeitszimmer und Vorsteuerabzug

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Kann ich diese auch anteilig nach Wohnfläche berechnen und als Vorsteuer abziehen?

Ja.

Wenn ja, kann ich dies auch in den monatlichen USt-Voranmeldungen angeben, oder nur in der järhlichen USt-Erklärung?

Als Selbständiger solltest du aber eigentlich wissen, wann der Vorsteuerabzug entsteht.

Nämlich wenn die Rechnung vorliegt und dlie Leistung erbracht worden ist/die Rechnung bezahlt ist.

Wenn ich hierfür einen eigenen Stromzähler im Arbeitszimmer installiere, würde das FA eine Aufteilung nach kWh anerkennen?

Ja, und die Kosten für den Zähler.

Als Selbständiger solltest du aber eigentlich wissen, wann der Vorsteuerabzug entsteht. Nämlich wenn die Rechnung vorliegt und dlie Leistung erbracht worden ist/die Rechnung bezahlt ist.

Wenn es so eindeutig wäre,. wäre es ja auch klar. :-)

Nun erhalte ich aber bspweise im Januar 2014 die Rechnung für 2013. Hierin sind aber auch monatliche Vorauszahlungen für 2014 festgelegt, mit ausgewiesener MWSt (!!). Die Endabrechnung kommt natürlich erst 2015. Leistung und Zahlung erfolgt aber praktisch monatlich, daher ist die Sache für mich unklar...

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@McJoey

Du kannst bei Zahlung die Vorsteuer ziehen. Deine Rechnung ist eine Dauerrechnung.

Rechnung liegt also vor.

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darf man doch die Kosten für das Arbeitszimmer begrenzt steuerlich geltend machen

Wenn das Arbeitszimmer der Mittelpunkt der gesamten beruflichen Tätigkeit ist, ist man nicht auf 1.250 EUR begrenzt.

die Kosten nach Wohnfläche aufzuteilen

Das betrifft Strom, Gas, Wasser, Abwasser, Müll, Grundsteuer, Gebäudeversicherung, Schornsteinfeger, Reinigungskraft, ...

Wenn das nicht die tatsächlichen Kosten reflektiert, dann solltest Du das nachweisen, z.B. durch einen eigenen Stromzähler. Ein eigener Stromvertrag wäre der einfachste Fall, aber das würde natürlich Zusatzkosten bedeuten. Sofern Du also nicht im Home Office die Aluminiumherstellung oder eine Bäckerei betreibst, wirst Du wohl mit einem plausiblen Nachweis am besten fahren. Wenn Deine Tätigkeit und die Ausstattung des Arbeitszimmers auch nahelegen, daß die entsprechenden Stromverbraucher dort vorhanden sind. Also könntest Du vielleicht zunächst anhand der Stromverbraucher eine andere Anteilsaufteilung vorschlagen, die plausibel ist. Möchte das Finanzamt dies genauer wissen, wäre ein Zähler zu installieren. Was sagt denn das Finanzamt dazu, wie das dargestellt werden soll?

Bedenke, daß ein häusliches Arbeitszimmer und betriebliche Geschäftsräume voneinander abzugrenzen sind. Wenn Du also einige Server in Deinem Arbeitszimmer betreibst, mag das den Charakter des häuslichen Arbeitszimmers erhalten. Wenn Du dort Schweißerarbeiten ausführst, wäre das eher ein Geschäftsraum, der steuerlich anders zu behandeln ist.

Was sagt denn Dein Steuerberater dazu?

Wenn das Arbeitszimmer der Mittelpunkt der gesamten beruflichen Tätigkeit ist, ist man nicht auf 1.250 EUR begrenzt

Vielen Dank an alle für den Hinweis, damit ist mir schonmal sehr geholfen. Hatte das im Internet tatsächlich falsch gelesen oder interpretiert.

Das Gespräch mit dem FA steht noch aus, und einen Steuerberater hab ich (noch) nicht (war bisher Kleinunternehmer), bin aber auf der Suche nach einem "Allrounder", der/die beides Buchführung und Steuern macht.

Bedenke, daß ein häusliches Arbeitszimmer und betriebliche Geschäftsräume voneinander abzugrenzen sind. Wenn Du also einige Server in Deinem Arbeitszimmer betreibst, mag das den Charakter des häuslichen Arbeitszimmers erhalten. Wenn Du dort Schweißerarbeiten ausführst, wäre das eher ein Geschäftsraum, der steuerlich anders zu behandeln ist.

In meinem Fall trifft es eher die Server. Also ein Büro mit leider stromfressender Ausstattung. (Videokonferenz-Anlage, Server, Hochleistungsrechner, viele Monitore, Kühlung, etc.)

Was wäre an einem Betriebsraum anders (hatte hierzu auch eine zweite Frage eingestellt, aber das Thema überschneidet sich ja...) Könnte man evtl. einen Vorteil daraus ziehen, wenn man in meinem Fall einen zweiten Raum als reinen Betriebsraum einrichtet (eine trennung von Büro und rechnerraus wäre z.B. machbar)?

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MwSt (USt) bei Verpackungskosten im Versandhandel | Vorsteuerabzug

Hallo liebe Community,

ich habe einige Fragen zu der Behandlung der Mehrwertsteuer (Umsatzsteuer) bezüglich der Verpackungskosten. Ich möchte die Kosten für einen Versandhandel über Excell kalkulieren. Tausende Daten fließen über verrückte Kostenfunktionen ein. Es scheitert gerade am Vorsteuerabzug...

Nun bilden die Versand- und Verpackungskosten einen erheblichen Kostenanteil, der in die Berechnung miteinfließen muss. Der Versand ist für den Endkunden "kostenlos", d.h. der Endkunde sieht nur den Endpreis der Verkaufswaren. Wir übernehmen dabei die Kosten für den Versand zum Kunden. Im Kaufpreis ist auch die Option enthalten zusätzlich noch ein kostenloses Probestück zu erhalten, welches ebenfalls kostenlos zugesandt wird. Da das ganze Spiel die Marge erheblich auffrisst, werden diese Kosten natürlich auf den Verkaufspreis indirekt aufgeschlagen, den ich mit der Kalkulation rausfinden möchte.

Folgender Fall: Peter kauft bei uns ein 100er-Gebinde Schokoriegel ein. Weil er sich nicht sicher ist, ob ihn dieser auch schmeckt, wählt er zusätzlich die Produktprobe aus. Er bezahlt bei uns den Gebindepreis inklusive Mehrwertsteuer.

Nun schicken wir ihm einen Vollkornriegel zu (kostenloser Versand). Peter schmeckt es und entscheidet sich nicht um, sondern bleibt bei seiner Geschmacksrichtung. Nun schicken wir ihm das komplette Gebinde zu (kostenloser Versand).

Frage 1: Gebinde Sind die Verpackungskosten (Kartons, Klebeband, etc.) für das Gebinde vorsteuerabzugsfähig? Es handelt sich ja um unselbstständige Nebenkosten, sprich die Besteuerung der Verpackungskosten richten sich nach der Besteuerung der Verkaufsgüter. Wir verkaufen die Güter mit 19% MwSt, wovon wir selbstverständlich die Vorsteuer abziehen können. Wie sieht das aber mit den Verpackungskosten aus? Diese werden in der Kundenrechnung ja nicht aufgeführt, sondern indirekt aufgeschlagen. Sind sie überhaupt abzugsfähig? Als Firma müssen wir nach meinem Verständnis den kompletten Bruttopreis tragen, da wir die Kosten ja nicht weitergeben. Irre ich mich da?

Frage 1.2: Gebinde Wie verhält es sich mit den Versandkosten unter dem obigen Sachverhalt? Ich bin der Meinung, dass hier kein Vorsteuerabzug möglich ist (DPD)

Frage 2: Probe Wie verhält sich das ganze mit den Probestücken (Teile eines großen Gebindes), die der Kunde ohne Aufpreis als Service erhält? Sind die Probewaren vorsteuerabzugsfähig? Nach meinem Verständnis ja nicht, da wir in der Wertschöpfungskette das letzte Glied bilden. Dementsprechend müssen wir auch hier die vollen Bruttokosten tragen. Irre ich mich da?

Frage 2.1 Probe Bei den Probestücken fallen selbstverständlich auch keine weiteren Versand- oder Verpackungskosten an. Muss das Unternehmen auch hier die vollen Bruttokosten für Versand und Verpackung tragen?

Ziemlich wirre Angelegenheit.

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