Korrektes Verhalten vom Chef?

3 Antworten

Eine verhaltensbedingte Kündigung wird in der Form keinen Bestand haben. Das ändert aber nichts an der Möglichkeit des AG, die ohne Angaben von Gründen innerhalb der Probezeit zu kündigen. Wenn er will, auch mit einer sofortigen unwiderruflichen Freistellung. Das Gehalt wird er aber noch die regulären zwei Wochen weiterbezahlen müssen.

Woher ich das weiß:Hobby – Hobbyjurist - Grundwissen, garniert mit Recherche

Ich würde trotzdem vor Gericht ziehen, denn es ist wahrscheinlich, dass die Kündigung so nicht gerichtsfest ist. Damit wird der Arbeitgeber zu einem Vergleich gezwungen, dem er wahrscheinlich zustimmen wird. Damit wirst Du zwar Dein Arbeitsverhältnis nicht retten können, aber zumindest finanziell wird es Dir etwas Luft verschaffen. Ob Dich der Chef auffordern darf am Wochenende zu arbeiten hängt im wesentlichen von der Tätigkeit ab und wie Dein Arbeitsvertrag mit der Zeitarbeitsfirma aussieht.

Vergleich? Gerichtsfest? Bei Kündigung in der Probezeit?! Zeitarbeit ....

1

Vermutlich wirst du mit einer Klage vor dem Arbeitsgericht gegen die Kündigung erfolgreich sein.

Das geht so: Du gehst mit der Kündigung und deinem Ausweis zum Arbeitsgericht vor Ort. Dort wird ein Rechtspfleger deine Klage aufnehmen - dafür ist er da. Ein Anwaltszwang besteht in der ersten Instanz nicht, ist aber zu empfehlen, besonders bei einer Rechtsschutzversicherung. Die Kosten für das Verfahren sind gering, und jede Partei muss nur ihre eigenen Kosten bestreiten.

Du beantragst, die Kündigung aufzuheben und die Weiterbeschäftigung.

Kündigungsfrist = 2 Wochen = Rien ne va plus. Probezeit! Der Aufwand lohnt nicht.

0
@Maerz2019

problematisch kann es aber werden, wenn der Arbeitsvertrag wegen einer Pflichtverletzung außerordentlich oder ordentlich gekündigt wurde, dann kann eine Sperrzeit von bis zu zwölf Wochen verhängt werden...... 🤷‍♀️ insofern könnte sich der Weg über das AG auszahlen.

0
@Gaenseliesel

.... Probezeit .... Kündigungsgründe sind der Agentur für Arbeit dann egal.

0
@Maerz2019

Ich denke du irrst hier....

https://www.merkur.de/leben/karriere/kuendigung-in-probezeit-zr-9636364.html

" Ob Sie nach der Kündigung in der Probezeit sofort Arbeitslosengeld I bekommen, hängt davon ab, ob Sie selbst gekündigt haben oder ob Sie gekündigt wurden. 

  • Wenn Sie gekündigt wurden: Sie erhalten ab dem ersten Tag der Arbeitsuchendmeldung Arbeitslosengeld I (Ausnahme: verhaltensbedingte Kündigung).
  • Wenn Sie selbst gekündigt haben oder verhaltensbedingt gekündigt wurden: Sie werden bis zu 12 Wochen für das Arbeitslosengeld I gesperrt und erhalten erst danach finanzielle Unterstützung. "
3

Was möchtest Du wissen?