Korrekte Verbuchung einer Rechnung, bei dem die Rechnungssumme zu 100% der Vorsteuer-Betrag ist?

1 Antwort

für eine (ursprünglich USt-befreite) NETTO-Rechnung,

Ich nehme Wetten entgegen und behaupte Folgendes:

Die Leistung (nicht die Rechnung) war nicht umsatzsteuerbefreit, sondern der Leistende war früher mal Kleinunternehmer und hat bis zum November 2019 nicht gemerkt, dass er seit 2018 keiner mehr ist.

Inzwischen hat er die Steuerbescheide vom Finanzamt für 2018 bekommen und muss nun auf seine um 16% zu niedrigen Rechnungen Umsatzsteuer nachzahlen.

Die versucht er jetzt seinen Kunden aufs Auge zu drücken. Wenn die Kunden das mitmachen, hat er Glück.

Hält jemand dagegen?

wie verbuche ich diese "Vorsteuer-Rechnung" nun korrekt (

Die Rechnung ist falsch gestellt. Die ursprüngliche hätte storniert werden müssen und eine neue - mit Ausweis der Umsatzsteuer - hätte gestellt werden müssen. Auf eine falsch gestellte Rechnung würde ich keine Puseratze zahlen. Wer Geld von mir will, soll auch sicherstellen, dass ich die Vorsteuer abziehen kann.

Ich würde hier die alte und die neue Rechnung zusammenheften, im Buchwerk die alte ohne Vorsteuer stornieren und die neue mit Vorsteuer einbuchen.

deine Annahme ist korrekt.

Besten Dank für den Tip. So werde ichs dann machen.

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Und was bedeutet das dann für die (vermutlich bereits abgegebenen) Steuererklärungen des Fragestellers für 2018 ?

Ich persönlich würde dem Lieferanten eine Absage erteilen, weil mir das zu kompliziert bzw. zu aufwändig wäre.

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@Andri123
Und was bedeutet das dann für die (vermutlich bereits abgegebenen) Steuererklärungen des Fragestellers für 2018 ?

Nichts. Die Vorsteuer ist doch sowieso erst abziehbar, wenn eine (korrekte) Rechnung vorliegt. Das ist 2019 der Fall (also hier mit Einschränkungen, siehe mein Beitrag).

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