Kontosperre wegen Minipfändung rechtens ?

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3 Antworten

Muss ich Juergen0101 völlig Recht geben, dass das eine Frechheit ist.

Die Bank darf nur in Höhe des gepfändeten Betrages (zzgl. der angefallenen Kosten) in das Konto eingreifen. Solange dieser Betrag noch auf dem Konto, darf das Konto nicht gesperrt werden.

Ganz im Gegenteil hat die Bank die Möglichkeit diesen Betrag, der gemäß des Pfändungsbeschlusses genau beziffert ist - auch hinsichtlich der angefallenen Kosten - diesen von Ihrem Konto auf ein eigenes Sonderkonto umzubuchen.

Somit ist die komplette Pfändung - unabhängig von der Lehrwirkung der Nichtbeachtung von Behörden - seitens der Bank nicht rechtmäßig.

Alternative zu der guten Lösung von Privatier59 fällt mir noch ein, dass Du Dich direkt zur Kassenstelle bewegst und den offenen Betrag inkl. Gebühren bar begleichst. Unter Umständen ist der Beamte dann bereit, die Pfändung per Fax an die Bank direkt zurück zu nehmen.

Der Punkt bei den Behörden ist nämlich der, dass diese für eine Pfändung kein Gericht oder Mahnverfahren oder ähnliches benötigen. Diese können eine Pfändung selbst beauftragen.

Gruß alphabet

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Kommentar von Privatier59
14.12.2012, 15:37

Sorry, das Gesetz ist anderer Ansicht, siehe oben.

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Bei einer eingehenden Pfändung ist das Konto erst einmal für 4 Wochen gesperrt. Gesetz! Es nützt auch nichts, wenn Du jetzt das Geld von einem anderen Konto überweist. Das verzögert nur, da der Gläubiger dann erst wiederum Deine Bank informieren muss. Online kannst Du nicht von dem gepfändeten Konto die Überweisung machen - eben weil gesperrt.

Du musst also pesönlich zur Bank gehen und die Überweisung des gepfändeten Betrages freigeben. Und nun wird es wohl tatsächlich einen Moment dauern, bis die Kontofreischaltung erfolgt. Das sind nun einmal interne Prozesse bei einer Bank. Du kannst der keinen Vorwurf machen, allein deswegen, weil Du der Auslöser warst.

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Kommentar von Juergen010
14.12.2012, 14:53

Bist Du Dir sicher was die gesetzliche vier Wochen Sperrfrist angeht? Hast Du mal einen Link zu einer einschlägigen Vorschrift?

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Die Erfahrung mit Behörden hast Du jetzt hinter Dir, beachte beim nächsten Mal deren Zahlungsaufforderungen. Die kennen des Bürgers Bankverbindungen oftmals genauer als man das für möglich hält. Und Pfändung bezieht sich ja zunächst einmal auf das ganze Konto und muß bearbeitet werden. Statt dem ersten Fehler jetzt den zweiten hinterher zu schieben solltest Du aktiv werden. Zum Beispiel könntest Du Dich mit der Kassenstelle des Amtes und der Bank darauf verständigen, dass die Bank per Blitzüberweisung den Betrag an die Amtskasse zahlt und dafür sofortige Freigabe des Kontos erklärt wird. Allerdings zeigt mir der Blick auf die Uhr, dass Du schon den dritten Fehler gemacht hast: Wir haben Freitag und nach 12.00 Uhr: Wen glaubst Du denn um die Uhrzeit noch im Kassenamt erreichen zu können?

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Kommentar von Juergen010
14.12.2012, 14:45

Selbstredend hast Du Recht.

Aber wenn der Fall so ist wie geschildert, ist die Komplettsperrung durch die Bank schon eine Frechheit die in dieser Form m.E. zumindest in keinem Verhältnis zum Betrag steht.

Da die Bank naturgemäß Zugriff auf das Konto hat ihr zudem der zu pfändende Betrag mit dem Pfändungsbeschluß genau bekannt ist, häte sie doch einfach den Betrag an den Gläubiger überweisen können und den Rest des Kontos unbehelligt gelassen.

Ersatzweise wäre auch noch denkbar, den drei- oder vierfachen Betrag aus dem aktuellen Verfügungsrahmen für den Kunden bis zur abschließenden Klärung, bzw. Zahlung an den Gläubiger auszubuchen.

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Kommentar von Rolf20
14.12.2012, 15:22

Wie ich die Pfändung aufheben kann, ist mir schon klar, danach war ja nicht gefragt.

Frage war, ob die Bank für eine 27 € Pfändung überhaupt erstmal mehrere tausend Euro einfrieren darf. Es gingen schon gedeckte Lastschriften zurück, bevor ich überhaupt von der Pfändung wusste.

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