Kontosperre vom Finanzamt trotz P-Konto!?

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Erste Frage: ist das Konto wirklich ein P-Konto, bestand es als P-Konto bereits, bevor die Pfändung des Finanzamtes eintraf ?

Wenn dem so ist, habt ihr zunächst einmal den Grundpfändungsschutz von € 1.028 im Monat. Über diesen Betrag könnt Ihr auf jeden Fall verfügen. Also zur Bank gehen und zunächst einmal das klären.

Den Freibetrag könnt Ihr erhöhen lassen, wenn Ihr der Bank eine (von einer Schuldnerberatung oder einem Anwalt) ausgestellte Bescheinigung über ggf. Unterhaltspflicht (DIr gegenüber, falls sie besteht) und die drei Kinder vorlegt. Das erhöht den Freibetrag dann locker über € 2.000 und dürfte für ein Gehalt von € 1.100 netto somit leicht ausreichen.

Das Finanzamt kann bei fälligen Forderungen kraft Amtsakt Konten pfänden, das dürfte in Eurem Fall wohl so sein und ob sich das Finanzamt auf eine Teilzahlung in Raten einlässt, bleibt ausschließlich im Ermessen des Amtes.

Weitere Hilfe kannst Du auch hier finden: http://p-konto-forum.de/p-konto-forum-f2/

Das Konto war schon seit ca. 5 Monaten ein P-Konto. Es ist ja auch keine richtige Pfändung sondern eine Kontosperre. Und im Freibetrag sind nur unsere 3 Kinder mit drin. Aber trotzdem verdient mein Mann unter der Pfändungsgrenze. Und etwas anderes als Ratenzahlung können wir nicht machen. Die 735 auf einen Schlag können wir beim besten Willen nicht zahlen. Wir können uns von niemandem etwas leihen.

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Wenn ihr ein P-Konto hat, dann stellt die Bank den unpfändbaren Betrag frei, und das FA kommt auch nicht ran. Wenn der Pfändungsfreibetrag zu niedrig ist, müsst ihr das mit der Bank klären, damit die den Freibetrag richtig einrichten.

Die Kontosperrung hebt man auf durch Zahlung.

Bei einem Betrag von 735 Euro, wird das Finanzamt keine großartigen Ratenzahlungen akzeptieren. Entweder auf 2 oder 3 Mal, alles andere wäre ein Wunder.

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