Komplett-Tilgung des Hausdarlehens in 15-20 Jahren durch Ansparung (Bausparvertrag, Wohn-Riester...), aber wie?

2 Antworten

Erst einmal stellt sich die Frage, welche Tilgung im Kreditvertrag überhaupt vereinbar ist, d.h. wie sieht der reguläre Tilgungsplan aus, wenn ihr weiter so abbezahlt wie bisher? Wann ist die Restschuld dann getilgt? Gibt es Möglichkeiten zu Sondertilgungen? Wenn ja, in welcher Höhe? Dann stellt sich die Frage, wie viel von den 61.000 Euro Gesamtbrutto bei euch nach Abzug der allgemeinen Kosten übrig bleiben - wie viel könnt ihr also tatsächlich für die zusätzliche Tilgung nutzen? Wenn ihr z.B. etwa 8.000 Euro Jahr Sondertilgungen pro Jahr machen dürft und das auch könnt, dann seid ihr schon weit vor den 15 Jahren durch. Ob es dafür ein gesondertes Finanzprodukt braucht, würde ich skeptisch betrachten. Jedes Produkt, das eine Bank anbietet, hat Kosten. Wenn ihr den Kredit regulär tilgt (und zwar so schnell wie möglich), könnt ihr die Kosten minimieren.

Als mögl. Sondertilgung wurde 5.000 € / Jahr vereinbart. Aktueller Tilgungssatz liegt zw. 2 und 3%. Leider wurde in den ersten 10 Jahren der Zinsbindung bei der Bank nur 1% getilgt, wohl auch, weil meine Frau wg. der Kinder noch nicht wieder berufstätig war und wir hinsichtlich der monatl. Belastung bei der Bank vorsichtig waren. Anstelle von Sondertilgungen, was ja durchaus eine effiziente Möglichkeit ist, gibt es ja evtl. noch attraktive Alternativen der Ansparung durch Zulagen etc. Beim Riestern allerdings scheiden sich die Geister (nachgelagerte Versteuerung usw.).

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@Troja71

Wie hoch ist der aktuelle Zinssatz des (Haupt) - Baudarlehens?

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@Troja71

Dadurch dass die Zinssätze höher sind als meine Schätzung haben die Sondertilgungen einen stärkeren Effekt. Das hat zur Folge, dass Du schneller auf Null kommst oder niedrigere Sondertilgungen reichen würden um in 16 Jahren auf Null zu kommen.

Dafür zahlst Du monatlich mehr als in meiner Berechnung.

Bei Allem ist natürlich vorausgesetzt, dass der Darlehenszins sich über diese Zeitspanne nicht verändert. -Also zwischendurch vielleicht noch eine Festlegungsfrist abläuft.

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Nehmen wir die Restschuld von 125.000,- und den Tilgungssatz von 2,5% und angenommen der Darlehenzinsatz ist von 2015, also ~ 1,75%. Nehmen wir an das Darlehen würde die 15-20 Jahre durchlaufen.

Wenn Du es schaffst in knapp einem Jahr 2500,- € bis 5000,- € sonderzutilgen und das durchschnittlich (3750,-) jedes Jahr einmal machst, dann hast Du das Haus in 16 Jahren bezahlt. Ohne Riester, ohne Bausparvertrag. Eine übersichtliche Sache...

Ab wann wird das Wohnförderkonto geführt?

Ich habe einen Riestergefördeten Bausparvertrag (Wohnriester). Hiermit möchte ich irgendwann ein Hypothekendarlehen tilgen. Im Moment befinde ich mich noch in der Ansparphase. Es ist noch kein Guthaben aus meinem Riester-BSV genommen. Der BSV wird erst in 9 Jahren zugeteilt. Um die Steuerlast im Rentenalter zu bestimmen, wird ja bekanntlich ein fiktives Wohnförderkonto geführt. Nun möchte ich gerne wissen ob die jährliche förderfähige Beiträge jetzt schon im Wohnförderkonto gebucht und verzinst werden oder ob das erst passiert ab dem Zeitpunkt wo ich aus dem Sparvertrag Geld rausnehme.

Ich könnte ja auch sagen, dass ich den Riester-BSV nicht als solchen benutzen möchte und ihn in ein normalen riestergeförderten Altersvorsorgeplan umwandele. Denn dann müsste ich ja noch was draufzahlen, weil die Sparzinsen im BSV bei 1% liegen und das Wohnförderkonto mit 2% berechnet wird! Wäre es da nicht fairer um (wenigstens in der Ansparphase) auch mit den tatsächlich erzielten Zinsen zu rechnen?

Eine weitere Frage, die sich dann stellt ist, wenn man den ganzen Riester-Bauspar-Hickhack (Ansparen und Darlehen zurück bezahlen) hinter sich hat und man hat noch ein bisschen Zeit bis zur Rente, dann könnte man einen neuen Riestervertrag abschließen. Kann man damit dieses Wohnförderkonto dann wieder entgegenwirken (quasi tilgen)? Denn, je jünger man mit dem Riesterbausparen anfängt, desto mehr wirken sich diese 2% auf den gesamten zu besteuernden Betrag im Rentenalter aus.

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