Kommt der Grundfreibetrag auch bei Auslandsaufenthalt zur Geltung?

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3 Antworten

Ja. In diesem Fall wärst Du allerdings nur beschränkt steuerpflichtig in Deutschland. Solltest Du dauerhaft unter den genannten Grenzen bleiben, kannst Du sogar eine NV-Bescheinigung beantragen.

Bedenke jedoch auch, daß ggf. die Kapitalerträge aus Deutschland und die ggf. gezahlten Steuern bei der Steuererklärung in Deinem Aufenthaltsland zu berücksichtigen sind. Prüfe, ob und welches Doppelbesteuerungsabkommen gilt.

Um welches Land geht es denn? Wirst Du Deinen Wohnsitz aus Deutschland verlegen oder weiterhin hier gemeldet bleiben?

"In diesem Fall wärst Du allerdings nur beschränkt steuerpflichtig in Deutschland"
.
"Wirst Du Deinen Wohnsitz aus Deutschland verlegen oder weiterhin hier gemeldet bleiben?"
.
Na, nun entscheide dich mal mit deiner Antwort.

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@EnnoBecker

Hehe... ich wollte hier noch das Türchen offen lassen. "Mehrere Jahre" kann ja auch eine Auswärtstätigkeit mit zweitweisem Heimkehren sein. Dann würde man den Wohnsitz in D vielleicht nicht aufgeben. Das wollte ich nochmals rückfragen.

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@gandalf94305

"Dann würde man den Wohnsitz in D vielleicht nicht aufgeben"
 
Dann wäre der Frager aber unbeschränkt steuerpflichtig.

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Vielen Dank für die prompte Antwort! Ich habe vor, zunächst einmal dauerhaft nach Thailand auszuwandern und mich hier abzumelden.

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Wenn Du weiter einen Wohnsitz in Deutschland unterhältst, bist Du hier weiterhin unbeschränkt steuerpflichtig.

Du hast den Sparerfreibetrag und Deine Kapitaleinkünfte gelten durch den Steuerabzug als abgegolten. Du kannst jedoch im Rahmen einer Einkommensteuererklärung eine Günstigerprüfung beantragen.

Wenn Du den Wohnsitz hier aufgibst, bist Du nur noch beschränkt steuerpflichtig.

Nach § 50 Abs. 2 EStG gelten Deine Kapitaleinkünfte durch den Steuerabzug als abgegolten. Da Werbungskosten nach § 50 Abs. 1 S. 1 EStG abgezogen werden dürfen, geh ich Mal davon aus, dass man auch den Sparerfreibetrag zur Verfügung hat, obwohl ein inneres Gefühl sagt, dass dem nicht so ist.

Das Problem aber ist, dass Zinsen keine inländischen Einkünfte nach § 49 sind und deshalb nicht in DE besteuert werden können.
 
Wie lösen wir die Konkurrenz zu 50 (2)?

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@EnnoBecker

Oh stimmt, hab jetzt erst gelesen, dass über den § 49 Abs. 1 Nr. 5 EStG die meisten Kapitaleinkünfte ausgegrenzt werden.

So schwer kann die Lösung aber nicht sein, denn es dürfte ja eher ein altäglicher Fall sein.

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Ist eine eher schwierig zu beantwortende Frage, weil es Optionen gibt.

Ich hoffe mal, dass da eine passende Antwort dabei ist:

http://www.frag-einen-steuerprofi.de/forum_topic.asp?topic_id=31256&ccheck=1

Vielen Dank für die prompte Antwort! Ganz schön verwirrend, denke aber, ich habe die Erläuterungen in Deinem Link, nach dem 3. Mal durchlesen, verstanden.

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