Können Rentner mit Grundischerung einen Zuschuss zu Haushaltshilfe beantragen?

1 Antwort

Die Pfegeversicherung gilt für alle, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung bei regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen des täglichen Lebens auf Dauer - voraussichtlich aber für mindestens sechs Monate - in erheblichem Maße der Hilfe bedürfen. Pflegestufe I (erheblich pflegebedürftig) umfasst einen täglichen Hilfebedarf von 90 min, davon mehr als die Hälfte also 45 min in der Grundpflege (Körperpflege, Ernährung und Mobilität). Viele Menschen, die regelmäßig Unterstützung brauchen, um in den eigenen vier Wänden bleiben zu können, sind nicht auf so umfangreiche Hilfen angewiesen. Dafür ist die Pflegestufe 0 vorgesehen. Der Antrag zur Einstufung in eine Pflegestufe muss bei der Pflegekasse gestellt werden. Dann untersucht der MDK (medizinischer Dienst der Krankenkassen) den Hilfebedürftigen.
Falls keine Pflegestufe in Frage kommt kann man sich auch durch den/die AmtsarztIn seiner Stadt untersuchen lassen. Dann wird festgestellt, welche Dinge des täglichen Lebens man durch eine Beinträchtigung nicht mehr alleine verrichten kann. Der/die AmtsarztIn legt eine wöchentliche Stundenzahl für diese Hilfe fest und teilt diese dem Sozialamt/Grundsicherungsamt mit. Dort wird diese Leistung bewilligt, dann kann man sich selbst eine Hilfskraft suchen, die dann mit max. 7,50€/Std. vergütet wird. Dies setzt aber auch einen erheblichen Schwerbehindertengrad voraus >70%.

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