Können nach einem Bescheid über die Grundsicherung weitere Unterlagen gefordert werden?

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2 Antworten

Da ist wohl einem Bearbeiter noch im Nachhinein diese (nachvollziehbare) Lücke " wovon hat die Antragstellerin bisher gelebt " aufgefallen und hakt eben nach. 

Die Cousine sollte darum im Rahmen Ihrer Verpflichtung zur Mitwirkung dem Sozialamt Auskunft erteilen. Wenn Sie es auch so angibt und belegen kann, 

 ............." Sie war bis 2000 selbständig, danach hat sie von Ersparnissen gelebt und als diese aufgebraucht waren, hat sie Nachhilfe gegeben und monatlich knapp 1000 € eingenommen "

und diese Einnahmen zur Bestreitung Ihres Lebensunterhalts gedient hatten( dies dem Bearbeiter einiger Maßen plausibel ist) müsste sich die Behörde damit eigentlich zufrieden geben.

In Einzelfällen haben die Mitarbeiter natürlich die Befugnis, nach Ermessen weitere Belege anzufordern, wie bei der Cousine geschehen. Sicher hat sie noch Kontoauszüge der letzten (?) Jahre und dürfte so den erforderlichen Nachweis glaubhaft erbringen.

Mehr wird man da nicht von ihr verlangen können.

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Unterlagen die 30 Jahre alt sind, möchte bestimmt niemand mehr sehen.

Meine Vermutung geht dahin, dass man sehen will, ob Deine Cousine  in der zurückliegenden Zeit in der Lage war, Rücklagen zu bilden. 

Hat sie vom Ex keinen Unterhalt erhalten, muss sie ja andere  Einnahmen gehabt haben, wovon sie gelebt hat.

Da jetzt Nachfragen kommen, werden entweder doch nicht alle relevanten Unterlagen vorgelegen haben, oder es sind Zweifel aufgekommen.

Was sie nun machen kann?

Tun was man von ihr verlangt, denn sie möchte etwas vom Sozialamt und nicht das Sozialamt von ihr!

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guterwolf 11.10.2015, 14:20

Sie war bis 2000 selbständig, danach hat sie von Ersparnissen gelebt und als diese aufgebraucht waren, hat sie Nachhilfe gegeben und monatlich knapp 1000 € eingenommen. Seit ca. 1 1/2 Jahren kann sie gesundheitlich nicht mehr so und hat eben nur noch Einnahmen aus Nachhilfe von max. 200 € abzüglich Fahrtkosten plus Rente , also um die 300 €.

Das Amt hat alle Unterlagen und deswegen ist ja auch der Bescheid mit Summe X ergangen und nun soll sie 30 Jahre Lebensunterhalt nachweisen...30 Jahre muss z.B. niemand seine Steuerbescheide aufheben, geschweige denn Kontoauszüge...also, wie soll man das nachweisen????

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LittleArrow 11.10.2015, 14:27
@guterwolf

Das Amt hat alle Unterlagen

Auch die Kontoauszüge der letzten 10 Jahre? Die kann Deine Cousine nämlich (kostenpflichtig) bei ihrer Bank bestellen. Muss sie auch, wenn sie Geld vom Amt haben will.

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Primus 11.10.2015, 14:27
@guterwolf

Siehst Du - das wird der springende Punkt sein: Sie hat 14 Jahre von Ersparnissen gelebt. Sie muss nun dem Amt glaubhaft machen, woher diese hohen  Ersparnisse kamen und ob sie tatsächlich aufgebraucht sind.

Wie so etwas nachzuweisen ist, fragt sie besser beim Sozialamt nach.

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guterwolf 11.10.2015, 14:43
@Primus

sie hat doch bereits alles beantwortet und auch nachgewiesen. Nach Abschluss der Bearbeitung erging ja nun der Bescheid im September. Sie sollte 168 € pro Monat erhalten...

Kontoauszüge etc. lagen doch schon alle vor, so, wie sie vom Amt gefordert waren, aber eben nicht für 30 Jahre!!!!!!!!!!!!!!!!!

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Gaenseliesel 11.10.2015, 14:55
@guterwolf

30 Jahre ? das wird ja langsam witzig :-(

Selbst Banken unterliegen nur einer Aufbewahrungspflicht der Kontoauszüge über 6 Jahre. Unternehmen meines Wissens nach 10 Jahre. Nach welcher gesetzl. Bestimmung sollten Privatleute Kontoauszüge 30 Jahre aufheben müssen ?

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