Können die Eltern den Pflichtteilsanspruch per Notarvertrag kürzen?

5 Antworten

Es gibt verschiedene Möglichkeiten besondere Klauseln zu finden.

Neben dem von Forellenfang eingebrachten, gibt es auch ein Vorab für Pflege, wenn sich ein Kind lange zeit um die Pflege der Eltern gekümmert hat und dadurch auf Einnahmen aus Lohn- und Gehalt verzichtet hat. Auch so etwas kann den Pflichtteil verringern.

Um zu beurteilen, ob die Kürzungen des Pflichtteils rechtmäßig sind, muss man den gesamten Vorgang kennen.

Meinst Du wirklich das was Du da schreibst? Einen Erbanteil kann man beliebig kürzen oder aberkennen. Pflichtteilsansprüche aber heißen nicht ohne Grund so: Sie sind PFLICHT sofern ein Hinterbliebener pflichtteilsberechtigt ist. Da gibt es nichts zu kürzen, nur ganz zu entziehen und das geht einseitig nur, wenn einer der im Gesetz genannten Gründe vorliegt:

http://dejure.org/gesetze/BGB/2333.html

Ein besonderer Fall von Kürzung des vollständigen Pflichtteils kann bei Erbunwürdigkeit vorliegen, wenn z. B. der Erbe den Erblasser vorsätzlich oder widerrechtlich gehindert hat, eine Verfügung von Todes wegen zu errichten oder aufzuheben,

•den Erblasser widerrechtlich getötet oder zu töten versucht oder in einen Zustand versetzt hat, infolge dessen der Erblasser bis zu seinem Tod unfähig war, eine Verfügung von Todes wegen zu errichten oder aufzuheben;

•den Erblasser durch arglistige Täuschung oder Drohung gezwungen hat, eine Verfügung von Todes wegen zu errichten oder aufzuheben,

•sich in Ansehung einer Verfügung von Todes wegen einer strafbaren Urkundenfälschung oder einer sogenannten Urkundenunterdrückung schuldig gemacht hat.

http://www.anwalt.de/rechtstipps/unter-welchen-bedingungen-kann-der-pflichtteil-des-erbberechtigten-gekuerzt-werden_013444.html

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