Können bei einer Einkommenssteuererklärung auch Krankheitskosten vorgetragen werden?

1 Antwort

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das geht leider nicht. Das ist ja das Gemeine an Sonderausgaben: Sie verpuffen oftmals im Nirvana.

Vorgetragen wird stets nur ein festgestellter nicht ausgeglichener Verlust. Der entsteht, wenn in einem Jahr die Werbungskosten oder Betriebsausgaben höher waren als die Einnahmen und der hierbei entstandene Verlust nicht durch andere positive Einkünfte kompensiert werden konnten.

Was nach dieser Berechnung übrigbleibt, ist der Gesamtbetrag der Einkünfte. Wenn der negativ ist, ist das der festzustellende Verlust.

Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen und ein paar Besonderheiten werden alle erst NACH dem GdE abgezogen.

Aus diesem Grunde streitet man sich auch gern, ob bestimmte Aufwendungen nun WK oder SA sind (beispielsweise Ausbildungskosten).

[Anmerkung: Ich habe hier bei der Erläuterung verschiedene Dinge der Einfachheit halber nicht mit angeführt, beispielsweise den Verorgungsfreibetrag.]

Eine weitere "Gemeinheit" des Verlustvortrags: Er wird in dem anderen Jahr ebenfalls wieder vom GdE abgezogen - und es verpuffen unter Umständen erneut Sonderausgaben.

Das ist ja das Gemeine an Sonderausgaben

ich muss hier noch meinen Fehler korrigieren.

Die Krankheitskosten sind außergewöhnliche Belastungen und keine Sonderausgaben.

Ändert aber an der Funktionsweise nichts.

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