Können anteilig unterschiedliche AfA-Sätze geltend gemacht werden?

1 Antwort

Die alte Bausubstanz stammt vor 1924.

Dafür läuft spätestens seit 1964 keine AfA mehr, wenn das Grundstück seit vor 1924 im Eigentum der Bauherrenfamilie ist. Der alte Gebäudeteil ist dann abschreibungsfrei. Aber über das Anschaffungsdatum des Grundstückes hast Du nichts geschrieben.

Die Herstellungskosten des Neubaus werden m.E. mit 2 % p.a. abgeschrieben.

Ich erwerbe das Objekt von einem Bauträger. Dieser hat ein Grundstück mit einem alten Gebäude (Baujahr 1913) gekauft, welches im Augenblick nicht bewohnbar ist. Der Bauträger saniert und nutzt den (kleineren) Teil der Altbausubstanz und baut einen (sehr viel größeren) neuen Teil. Es gibt keinen Abbruch der alten Bausubstanz, sondern sie wird genutzt. Das alles wird zu einem Gebäude, welches zu Wohnzwecken vermietbar ist. Obwohl ich den Kauvertrag jetzt abgeschlossen habe und Baukosten ratenweise an den Bauträger zahle, gilt als Anschaffungszeitpunkt derjenige zu dem ich die Nutzung übernehmen werde, also im Jahre 2015. Ab dann erst kann ich überhaupt eine AfA anwenden.

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Dafür läuft spätestens seit 1964 keine AfA mehr, wenn das Grundstück seit vor 1924 im Eigentum der Bauherrenfamilie ist.

Das ist ein Irrtum. Und das gleich aus zwei Gründen.

  1. Der Abschreibungsverlauf und das Abschreibungsvolumen richten sich nach der Anschaffung des Grundstücks und nicht nach dessen Baujahr. Das Baujahr hat nur(!) Bedeutung für die Abschreibungshöhe. Wenn du heute also für 100.000 ein Gebäude Baujahr 1924 erwirbst, hast du 2.500 Abschreibungen pro Jahr.
  2. Die 2,5% gelten im Jahr 2014 und in einer ganzen Reihe von Jahren vorher. Sie galten aber bis 1965 nicht. Man muss also jedes Jahr nachschauen, welcher Abschreibungssatz gilt.
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@EnnoBecker

Dritter Grund:

Es ist auch mathematisch falsch und würde nur zutreffen, wenn das Grundstück im Januar 1924 angeschafft worden wäre. In allen anderen Fällen bleibt für 1964 noch ein bisschen Volumen übrig.

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