Kleinunternehmerrechnung an den Arbeitgeber stellen?

2 Antworten

Dein Arbeitgeber möchte sich da unbedingt fachlich beraten lassen. Die Regelungen für Scheinselbstständigkeit sind in den letzten Jahren massiv verschärft worden. Ich vermute mal, dass dein AG wenig Lust hat, seine Geschäfts- und Privaträume durchsuchen zu lassen und am Ende wegen einer Fehleinschätzung auch noch eine Vorstrafe zu kassieren.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Wir sind hier nicht in der Scheinselbständigkeit, sondern in § 2 (1) LStDV:

Arbeitslohn sind alle Einnahmen, die dem Arbeitnehmer aus dem Dienstverhältnis zufließen. Es ist unerheblich, unter welcher Bezeichnung oder in welcher Form die Einnahmen gewährt werden.

Was der Fragesteller da erhalten hat, ist also Arbeitslohn.

Dein Arbeitgeber möchte sich da unbedingt fachlich beraten lassen.

Dringend. Hier werden wohl SV-Beiträge hinterzogen.

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Hallo,

meines Erachtens darfst Du Deinem Arbeitgeber keine Rechnung aus selbständiger Arbeit stellen.

Dein Arbeitgeber darf nicht dein Auftraggeber sein. Beziehungsweise auch umgedreht darf ein angestellter Arbeitnehmer nicht gleichzeitig ein Rechnungssteller sein.

Bei einer Querprüfung durch ein Amt oder einer Behörde wird dir ein solcher Vorgang unter dem Verdacht auf Schwarzarbeit und Hinterziehung von SV-Beiträgen um die Ohren gehauen !

Das sollte aber dein Arbeitgeber auch wissen.

Vielen Dank an Alle für dir raschen Antworten.

Zur Aufklärung : die Leistung die ich ausgeführt habe wurde noch nicht bezahlt,

weil wir uns nicht sicher waren ab es so korrekt ist oder nicht.

Um Scheinselbständigkeit handelt es sich auf keinen Fall, da ich

seit einige Zeit für verschiedene meine Kunden Aufträge erfülle,

mit eine Rechnung selbstverständlich belegen kann und am Ende

des Jahres in der Anlage „ EÜR“ sämtliche Umsätze aufführe.

EÜR-Einnehmen Überschuss Rechnung

Das Finanzamt prüft das , rechnet die Gegenausgaben an und dann

muss ich meine Steuern bezahlen.

So weit so gut. In diesem Falle hat EnnoDerDritte das richtig erkennt,

so wie ich das jetzt verstehe muss die Leistung als Arbeitslohn angerechnet werden, egal wie man es bezeichnet. Die Entlohnung kämme in diesem Falle

von meinem Arbeitgeber.

Also werden die Stunden auf dem Gutschriftskonnto landen und irgendwann

in Anspruch genommen. Wenn die Auftragslage stagniert.

Jetzt bin ich schlauer und bedanke mich für Eure hilfe.

Mit freundlichen Grüßen mikka57 

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