Kleinunternehmerin Meldepflichten Auslandsgeschäfte?

1 Antwort

Dein Sachverhalt ist ohne Zusatzangaben für mich schwer verständlich.

Heißt: und möchte auch ins Ausland verkaufen,

Das Du wirklich auch eine Ware lieferst, oder meinst Du nur die Dienstleistung, die Du verkaufst?

Bevor ich mich in die Tiefen des § 3a UStG ff begebe, wäre es schön zu wissen, welche Dienstleistung Du verkaufst.

Ausserdem scheinst Du ja auch an Unternehmer zu leisten. Welchen Umsatzanteil haben Unternehmer bei Dir?

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Steuerbevollmächtigtenprüfung 1979, Steuerberaterprüfg .1986

Es handelt sich um Dienstleistungen. Ich bin eine 3D Künstlerin. Der Kunde erhält von mir nach erfülltem Auftrag entweder 3d Modelle oder Bilddateien (je nachdem was für ein Auftrag es war) elektronisch zugesandt. Aber es ist keine "elektronische Dienstleistung", es hat mit MOSS nichts zu tun. Auf der Rechnung weise ich das Honorar für die Diensteistung aus und dazu noch die Gebühr für Nutzungsrechte. Ohne Kleinunternehmer-Regel, müsste ich 7% USt berechnen. Aber das ist schon zuviel erzählt. Es ist definitiv eine Dienstleistung und mich interessiert eigentlich nur, ob ich für die oben genannten Fälle eine USTVA und/oder ZM machen müsste.

Meine Kunden waren bisher nur Firmen.

0
@Helena777

Ob es eine elektronische Dienstleistung, oder MOSS ist, ist mir ehrlich gesagt egal und und 47 Jahre Steuerrecht haben mich gelehrt, dass man immer möglichst genau wissen sollte worum es geht.

Dies ist wieder ein Beispiel dafür, denn hier ist ein Meinungsaustausch fällig. Deine Meinung ist gegen meine auszutauschen.

Ich habe den § 3 a nicht zu unrecht genannt und das man dort ggf. tiefer einsteigen muss.

Du beziehst Dich bezüglich der Leistungen für ausländische Unternehmen auf diesen Passus:

(2) Eine sonstige Leistung, die an einen Unternehmer für dessen Unternehmen ausgeführt wird, wird vorbehaltlich der Absätze 3 bis 8 und der §§ 3b, 3e und 3f an dem Ort ausgeführt, von dem aus der Empfänger sein Unternehmen betreibt.

Aber ich habe auch den Teilsatz: vorbehaltlich der Absätze 3 bis 8 gelesen.

3.

Die folgenden sonstigen Leistungen werden dort ausgeführt, wo sie vom Unternehmer tatsächlich erbracht werden:

a)

kulturelle, künstlerische, wissenschaftliche, unterrichtende, sportliche, unterhaltende oder ähnliche Leistungen,

Und schon sind wir an dem Punkt, wo alle Deine Leistungen in Deutschland steuerbar sind.

Wie war das mit:

Aber das ist schon zuviel erzählt.

3
@wfwbinder

Also ich interpretiere § 3a Abs. 3 Nr. 3a UStG in dem Sinne, dass der Kunde eine Privatperson ist. Außerdem geht es bei den Leistungen um Veranstaltungen und dergleichen. Denn dort steht "wie" und nicht "sowie", d.h. es wird, wenn von Messen und Ausstellungen die Rede ist, die Art der Leistung definiert, und nicht einfach eine Aufzählung vorgenommen. Ich möchte mich entschuldigen, wenn das jetzt falsch rüberkommt, aber ich kann mir da halt anders keinen Reim draufmachen. Der Satz ist irgendwie weltfremd forumuliert, oder ich bin zu ungebildet um zu verstehen worum es dort überhaupt geht.

Und wenn ich es richtig verstehe, gilt ansonsten wieder § 3a Abs. 1 UStG und § 3a Abs. 2 UStG. Ort der Leistung ist wo der Leistungsempfänger sein Unternehmen betreibt. Bzw. wenn der Empfänger eine Privatperson ist, ist der Ort der Leistung bei mir.

So wie ich es lese tritt für mich eine Besonderheit erst mit § 3a Abs. 4 Nr. 1 auf, nämlich dass die Einräumung von Nutzungsrechten an Privatpersonen in einem Drittland den Ort der Leistung ins Drittland verschiebt.

Ich habe in meiner Recherche noch das hier gefunden: https://agd.de/handbuch/steuern-versicherungen/ausland

Da ist nirgends die Rede von § 3a Abs. 3 Nr. 3a UStG. Leider wird dort nicht behandelt was für Kleinunternehmer bzgl. Meldepflichten gilt.

0

Was möchtest Du wissen?