Kleinunternehmer wechselt in Festanstellung innerhalb des Jahres. Gewerbe abmelden o. bis Ende des Jahres als Nebenberufliches Gewerbe weiter laufen lassen?

2 Antworten

Puh, da weiß man kaum, wo man anfangen soll, bei soviel Halb- und Fehlwissen.

Doch, der Anfang muss sein, wenn Du weiter machen willst, oder später nochmal selbständig werden willst, gehe zumindest zu einem Existenzgründerseminar bei der IHK.

 Ich habe von der Kleinunternehmer Regelung gebrauch gemacht. 2016 weniger als 17,5K € Gewinn erwirtschaftet. Soweit so gut.

Nein, unter Umständen sogar schlecht. Die 17.500,- sind keine Gewinn-, sondern eine Umsatz(Einnahmen)grenze. Ausserdem, wenn Du im September angefangen hast, warst/bist Du in 2017 nur Kleinunternehmer, wenn Du in den 4 Monaten in 2016 weniger als 5.833,33 Umsatz(Einnahmen) hattest. das sind nämlich 4/12 von 17.500,-.

 So wie ich es verstanden habe, darf ich im folge Jahr als Kleinunternehmer maximal 50K€ Umsatz und 8,5K€ Gewinn erzielen um weiterhin Kleingewerbetreibender zu sein.

Das ist nun kompletter Unsinn. Wenn Du in 2016 weniger als die oben errechneten 5.833,33 Euro Umsatz hattest und weniger als 50.000,- Umsatz (Einnahmen) für 2017 erwartet hättest, wäre die Kleinunternehmereigenschaft (die sich nur auf die Umsatzbesteuerung bezieht) erhalten geblieben.

Die 8.500,- sollen vermutlich der Grundfreibetrag in der Einkommensteuer sein. Dies bezieht sich auf das zu versteuernde Einkommen in der Einkommensteuer.

  und ich mag auf keinen Fall rückwirkend an alle Firmen eine erneute Rechnung für die Umsatzsteuer stellen müssen.

Das ist nun das Zeichen dafür, dass Du mangels Beratung (oder sagen wir, wegen Deiner Ablehnung Dich beraten zu lassen) bares Geld verschenkt hast. Wenn Du als Kunden Unternehmer hast, wäre die Regelbesteuerung für Dich ungleich günstiger gewesen.

  Ist es also clever die letzten 2 Monate des Jahres, das Gewerbe als Nebenberuf aufrecht zu erhalten um dann auf das Jahr gerechnet weniger Einnahmen zu haben?!

Wie oben schon dargestellt, ist die Entscheidung, ob Kleinunternehmer, oder nicht, bereits Ende 2016 gefallen. Egal, was Du nun bis zum 31. 12. machst.

 Werden dann meine Einkünfte aus dem Anstellungsverhältnis mit angerechnet?

Ja, in Deiner Einkommensteuererklärung 2017 werden sich Deine gesamten Einkünfte treffen. Die aus der Selbständigkeit über die Anlage "G" und die aus der Anstellung über die Anlage "N".

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Steuerbevollmächtigtenprüfung 1979, Steuerberaterprüfg .1986

Ich habe mich am Anfang leider verschrieben. In 2016 habe ich weniger als 17,5K€ Umsatz erzielt! Dies habe ich versucht sofort zu ändern aber scheinbar sind die Moderatoren  nicht die schnellsten?!

Habt etwas Verständnis mit mir, dies ist hier meine erste Frage in diesem Forum.

 

Meine Steuererklärung für 2016 ist auch schon durch. Ich habe in den 4 Monaten weniger als die 5,800€ verdient und bin somit Kleinunternehmer. Ich habe sogar für 2016 rund 250€ vom Finanzamt wieder bekommen.

In 2017 habe ich weniger Umsatz als 50,000€ erzielt. Brauche ich mir also keine Sorgen machen bzgl. der Unsatzsteuererklärung?! Diese müsste sich dann ja wieder auf 0 belaufen. 

Sicherlich hätte ich auch jeden Monat an ein Steuerbüro zahlen können, aber ich hielt dies nicht für Notwendig. 

Jeden Monat an ein Steuerbüro zählen , das wollte ich einfach nicht, nicht so lange ich Kleinunternehmer bin und dies auch irgendwie selbst hin bekomme. 

Vielen Dank für die schnellen Antworten, ich denke ich melde das gewerbe heute einfach ab. 

0
@Ichbraucheuch

 In 2017 habe ich weniger Umsatz als 50,000€ erzielt. Brauche ich mir also keine Sorgen machen bzgl. der Unsatzsteuererklärung?! Diese müsste sich dann ja wieder auf 0 belaufen. 

Richtig.

 Jeden Monat an ein Steuerbüro zählen , das wollte ich einfach nicht, nicht so lange ich Kleinunternehmer bin und dies auch irgendwie selbst hin bekomme. 

Sich einmal vor dem Start vernünftigen Rat zu holen, sorgt nicht dafür, dass man danach monatlich Geld an einen Steuerberater zahlen muss.

 Ich habe in den 4 Monaten weniger als die 5,800€ verdient 

Nachmal, bei der Grenze für "Kleinunternehmer" geht es nicht um "verdient", also den Gewinn, sondern um "Umsatz" also die Einnahmen.

DEin Verzicht auf eine Beratung zum Start (hätte Dich kaum 200,- Euro gekostet, hätte bei Dir, wo Du ja anscheinend als Kunden Unternehmer hast, vermutlich für einige hundert Euro Zusatzertrag geführt.

3
@wfwbinder

Ich habe die Frage gestellt um eine Antwort zu bekommen. Der Start liegt bereits über ein Jahr zurück. Hätte, wäre und wenn bringt mich da absolut nicht weiter. Des Weiteren möchte ich anmerken, dass ich Gründungszuschuss beziehe und mich sehr wohl vorab informiert habe... 

Naja, Danke für dein antworten. 

0
@Ichbraucheuch

 Des Weiteren möchte ich anmerken, dass ich Gründungszuschuss beziehe und mich sehr wohl vorab informiert habe... 

Dann befürchte ich, dass der Rat, den man Dir gab nicht vollständig und umfassend war.

Deine Fragen hier, sehe ich durch mich als umfassend beantwortet, denn:

nach Deinen Angaben bist Du in 2017 weiter Kleinunternehmer, also  Umsatzsteuerschuld 0,- Euro.

Der ermittelte Gewinn geht über die Anlagen EÜR und G in die Einkommensteuererklärung ein und wird zusammen mit den anderen Einkünften veranlagt.

Zu beachten:

Der Gründungszuschuss ist steuerfrei und im Gegensatz zum ALG I unterliegt er auch nicht dem Progressionsvorbehalt.

2

Da Du ständig Umsatz und Gewinn verwechselst, von Rechnung neu schreiben sprichst und andere unverständliche Sachen daherbringst, würde ich dringend einen Steuerberater empfehlen. 

Ich habe mich am Anfang leider verschrieben. In 2016 habe ich weniger als 17,5K€ Umsatz erzielt! Dies habe ich versucht sofort zu ändern aber scheinbar sind die Moderatoren nicht die schnellsten?!
Habt etwas Verständnis mit mir, dies ist hier meine erste Frage in diesem Forum.

Meine Steuererklärung für 2016 ist auch schon durch. Ich habe in den 4 Monaten weniger als die 5,800€ verdient und bin somit Kleinunternehmer. Ich habe sogar für 2016 rund 250€ vom Finanzamt wieder bekommen.
In 2017 habe ich weniger Umsatz als 50,000€ erzielt. Brauche ich mir also keine Sorgen machen bzgl. der Unsatzsteuererklärung?! Diese müsste sich dann ja wieder auf 0 belaufen.
Sicherlich hätte ich auch jeden Monat an ein Steuerbüro zahlen können, aber ich hielt dies nicht für Notwendig.
Jeden Monat an ein Steuerbüro zahlen , das wollte ich einfach nicht, nicht so lange ich Kleinunternehmer bin und dies auch irgendwie selbst hin bekomme.
Vielen Dank für die schnellen Antworten, ich denke ich melde das gewerbe heute einfach ab.

0

Was möchtest Du wissen?