Kleinunternehmer, Geschäftskunden und die 19%

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3 Antworten

Als Kleinunternehmer darfst du die USt gar nicht berechnen bzw. ausweisen, da du ja weder Umsatzsteuer erhebst noch zum Vorsteuerabzug berechtigt bist.

Er bezahlt deine Rechnung netto und kann diese auch ganz normal als Betriebsausgabe ansetzen.

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Kommentar von Rocky55
23.04.2012, 19:39

Wenn ich sie ausweisen würde, dann wäre ich doch 5 jahre daran gebunden. Also theoretisch möglich?

Was für nachteile hat der Geschäftskunde?

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Also ich bin zwar kein Steuerberater, jedoch auch Kleinunternehmer und lasse mich hin und iweder beraten. Die Umstazsteier kann der Unternehmer als Vorsteuer geltend machen. Im Endeffekt kommt es zum selben Ergebnis. Und die Umstazsteuer bzw. MwSt darf man als Kleinunternehmer soweit ich weis in der Rechnung nicht ausweisen.

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Kommentar von Rocky55
23.04.2012, 21:29

Danke für die Antwort.

Also im Endeffekt hat er keinen Nachteil dadurch dass ich Kleinunternehmer bin richtig?

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Welchen Nachteil hätte ich wenn ich die Mwst. ausweise?

Du müsstest UStVA abgeben.

Ansonsten entstehen dir nur Vorteile und deinen Geschäftskunden auch. Und dessen Kunden.

Deine Rechnung war die:
Als KU stellst du eine Rechnung mit 100 Euro. Als Regelunternehmer müsstest du 119 in Rechnung stellen. In beiden Fällen bleiben dem Kunden 100, die er als Aufwand zu tragen hätte.

Gehen wir nun von einem Aufschlagsatz von 20% aus, so stellt der Kunde seinerseits 120 + USt = 142,80 in Rechnung. Gewinn beim Kunden: 20.

Gehen wir davon aus, dass dein Gewinn 10 ist, weil du selber Vorleistungen hattest.

Die Rechnung stimmt so nicht.

Richtig ist, dass du selbst als Regelunternehmer die Vorsteuer deiner Vorleister abziehen kannst. Gehen wir davon aus, dass 10 Euro Vorsteuer enthalten sind in deinen Vorleistungen, die du als KU mit in Rechnung stellen musst, ohne dass sie irgendeiner abziehen könnte.

Da würden dich deine Vorleistungen nur mit 80 belasten, so dass du bei gleicher Gewinnspanne eine Rechnung über 90 + USt stellen kannst - oder aber deinen eigenen Gewinn um 10 erhöhen. Oder etwas dazwischen.

Und dein Kunde kann seine Rechnung an seinen Kunden ebenfalls etwas verkleinern.

Wer hat dir denn empfohlen, nicht zu optieren? Das war ganz schlechte Beratung.

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