Kleinunternehmen: Bilanzierungspflicht Höchstgrenzen beim zweiten Gewerbe

2 Antworten

Kleinunternehmen ist ein Begriff aus der Umsatzsteuer und hat mit den den Vorschriften über die Gewinnermittlungsart nichts zu tun. Auch wenn es vermutlich zu weit über 90 % zusammen treffen wird.

Ausserdem können Unternehmen die nach 4 (3) EstG den Gewinnermitteln dürften, auch eine Bilanz machen.

Wenn man nun mehrere Betriebe hat, kann es pro Betrieb solang bei der E-Ü-Rechnung bleiben, bis das Finanzamt mitteilt, das man nun Buchführungspflichtig ist.

Für die Umsatzbesteuerung werden die Umsätze aber addiert. Und wenn nicht ein Sonderfall eintritt ist man auch Umsatzsteuerlich vermutlich kein Kleinunternehmer mehr.

Vielen Dank für Deine Antwort wfwbinder - ich versuche mal meine Frage zu konkretisieren:

ich habe ein Gewerbe mit E-Ü Rechnung und stehe mit Umsatz/Gewinn kurz vor 500.000/50.000, ab welcher Grenze bekanntlich die Bilanzierung anfängt, sage ich mal bei 490.000/49.000. Da ich keine Bilanzierung will, melde ich noch ein Gewerbe an, trenne Offline- vom Online-Handel und lagere den Online-Handel ins zweite Gewerbe aus. Wie ist es beim zweiten Gewerbe und überhaupt jetzt mit Bilanzierungspflicht: habe ich jetzt für das zweite Gewerbe wieder 500.000/50.000 Grenze vom Null an, oder bleiben mir nur 10.000/1.000 als Rest, da ich die Grenze bereits mit dem ersten Gewerbe fast ausgeschöpft habe?

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@chillybang

Na ja, der Ausdruck Kleingewerbe hat mit dem Umfang ja nun nichts mehr zu tun.

Also sachlich läßte sich das machen.

  1. Gewerbe online Handel

  2. Gewerbe offline Handel

Das kann klappen.

zwei Betriebe, zwei Gewerbeanmeldungen aber eine Umsatzsteuererklärung.

Nur was mich etwas wundert, bei dem Geschäftsumfang keinen Steuerberater?

Da ist nicht Leichtsinn, das ist mittlerer Wahnsinn.

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@wfwbinder

Und wie ist es mit der Bilanzierungsgrenze beim zweiten Gewerbe? Wird sie neu für jedes Gewerbe berechnet oder ist die Höchstgrenze von 500.000/50.000 Umsatz/Gewinn als Summe aus allen Gewerben berechnet?

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@wfwbinder
Gewerbe online Handel /   Gewerbe offline Handel /

Das kann klappen.

Also gerade das ist ja nun das klassische Beispiel für "denselben" Gewerbebetrieb. Das ist kein zweiter Betrieb.

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Wenn du in einer Personengeselschaft o. als Einzelkaufmann mehrere Gewerbe ist müssten die Umsätze bezugl. der Höchstgrenzen zusammengerechnet werden. Anders bei Kapitalgesellschaften bzw. JuristischenPersonen.

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