Ich will ein Kleinstunternehmen gründen, ist die Befreiung von der Umsatzsteuer sinnvoll oder nicht?

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2 Antworten

1. Wenn Du im ersten Jahr bereits 15.000,- Gewinn planst, ist kaum zu erwarten, dass DEin Umsatz (Einnahmen) unter 17.500,- liegen werden (Kleinunternehmergrenze).

2. Wenn Du nu mit Unternehmern zu tun hast, wäre die Nutzung der Kleinunternehmerregelung (selbst wenn im ersten Jahr möglich) unvorteilhaft. DEinen Kunden ist es egal, ob Du 1.000,- Euro als Kleinunternehmer berechnest, oder 1.190,- Euro inkl. 190,- Euro Umsatzsteuer.

3. Vorsteuer ist ja nicht nur in der Rechnung für einen Drucker, ein Notebook, oder die Büroeinrichtung enthalten, sondern auch beim Bürobedarf, Telefon- und Internetkosten usw.

4. Wenn Du mit Unternehmern zu tun hast ist ausserdem der Vermerk in der Rechnung "keine Umsatzsteuer gem. § 19 UStG" ein Prestigeverlust. Du machst Dich und Dein Unternehmen unnötig klein.

5. Ab dem spätestens dritten Jahr musst Du nach DEiner Planung sowieso mit Umsatzsteuer arbeiten. Deshalb fange gleich damit an. Buche Deine paar Vorgänge in ein preiswertes Buchhaltungsprogramm. Die Steuer bedeutet dann nur einen haken, oder einen schlüssel setzen, das merkst Du kaum. Die Umsatzsteuervoranmeldung wird automatisch erstellt und per DFÜ Übertragen. Nur 10,- Euro Vorsteuerabzug bringen Dir, gemessen am zeitlichen Aufwand ca. 40,- Euro Stundensatz.

Man gründet ein Unternehmen. Ob das ein Kleinunternehmen bleibt wird sich weisen. Triff diese Entscheidung erst wenn Du merkst wie der Laden läuft.

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