kleinstgewerbe anmelden

2 Antworten

Hättest Du och den Beruf genannt,könnte die Antwort präziser sein.

  1. Gewerbe anmelden.

  2. Fragebogen zur steuerlichen Erfassung kommt automatisch.

  3. den ausfüllen, ggf. hier nochmal fragen.

  4. solange der Umsatz (Einnahmen) 17.500,- im Jahr nicht überschreitet, wird Umsatzstueer nicht erhoben. Wenn es zum ersten mal in einem Jahr passiert ist, muss ab dem Folgejahr mit Umsatzsteuer gearbeitet werden. Wenn man Unternehmer als Kunden hat, kann es günstiger sein, auf die Kleinunternehmerregelung zu verzichten.

  5. Nach Ablauf des Jahres mit einer Einnahmen-Ausgaben-Überschussrechnugn den Gewinn feststellen. Der gehört dann in die Einkommensteuererklärung.

  6. Solange die Gewinne noch nicht so gut sind, läuft ALG II weiter. alle 6 Monate muss die Anlage EKS ausgefüllt werden um zu sehen, wieviel Anspruch man hat. Achtung, das Formular ist speziell. Der Gewinnbegriff des Jobcenter ist anders, als der des Finanzamtes.

  7. Man könnte mit einem vernünftigen Businessplan das Einstiegsgeld vom Jobcenter beantragen.

Sorry, wenn man sich kurz fassen möchte, vergisst man das wichtigste. Unsere tochter ist ärztlich geprüfte fusspflegerin und mochte sich in diesem bereich mobil selbstständig machen, d.h. erstmal kleinstgewerbe.Sie benötigt keine finanzspritze vom amt, auto vorhanden und die Geräte, die sie benötigt, haben wir bezahlt. Wie müssen wir jetzt weiter vorgehen und was sollen wir beachten? Danke l.g.

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@landmaus

Wie schon geschrieben, sie kann loslegen.

Fußpflege ist, obwohl auch mit medizinischem Hintergrund, trotzdem gewerblich.Ist aber bei einem Freibetrag von 24.500,- Euro erstmal egal und ausserdem würden Gewerbesteuerzahlungen auf die Einkommensteuerangerechnet.

Also, zu Gemeinde-/Stadtverwaltung udn Gewerb anmelden.

Dann kommt der Fragebogen zur steuerlichen Erfassung vom Finanzamt.

Ebenso ausfüllen udn die Steuernummer kommt.

Da es sich aber sowieso am Anfang umsatzsteuerlich um ein "kleinunternehmen" handelt ist Umsatzsteuer kein Thema. Die wird nicht erhoben. Erst wenn der Umsatz (Einnahmen) mal über 17.500,- in einem Jahr geht, ist ab dem Folgejahr mit Umsatzsteuer zu arbeiten.

Wichtig, Belege sammeln, alles was durch den Betrieb an Ausgaben veranlasst ist, ist Betriebsausgabe und mindert den Gewinn.

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Die steuerliche Seite wurde von wfwbinder hervorragend beleuchtet, aber ich mag ganz kurz auf die sozialversicherungsrechtliche eingehen.

Kranken- und Pflegeversicherung

Hauptberuflich Selbständige sind freiwillige Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung. Wann ist also eine Selbständigkeit hauptberuflich. Dafür gibt es mehrere Kriterien.

  • das Kreuz auf der Gewerbeanmeldung bei Im Neben- oder im Haupterwerb
  • die wöchtentliche Arbeitszeit (> 15 h)
  • das Einkommen
  • ob Angestellte beschäftigt werden.

Für hauptberuflich Selbständige sieht die gesetzliche Krankenverschicherung einen monatlichen Mindestbeitrag von knapp 240,- € vor (inkl. Pflege). Dies gilt auch nur im Gründerjahr oder bei besonderer Härte, ansonsten sind es ca. 350,- €. Hier bestehen Mitwirkungspflichten, denn die prinzipielle Bemessungsgrundlage ist die Beitragsbemessungsgrenze. Wenn sie also nicht den Höchstbeitrag zahlen will hat sie ab dem zweiten Jahr Kopien des Einkommensteuerbescheids an die Kasse zu schicken um entsprechend niedrigeres Einkommen nachzuweisen.

Es wäre stattdessen möglich eine private Krankenvollversicherung abzuschließen, dies ist aber nicht immer zu empfehlen und bedarf intensiver Beratung beim Experten. Ein privates Krankentagegeld wäre aber zu empfehlen. Dies unterläge im Gegensatz zum gesetzlichen Krankengeld nicht dem Progressionsvorbehalt zur Einkommensteuer.

Rentenversicherung

Sie ist hier versicherungsfrei, sofern sie nicht auf Dauer und im wesentlichen für nur einen Auftraggeber arbeitet. Da hier jedoch ohne Beitrag keine Ansprüche entstehen, sollte sie sich auch zur privaten Altersvorsorge intensiv beraten lassen.

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