Kleingewerbe Freibetrag 17.500€?

5 Antworten

Es gibt kein Kleingewerbe. Es gibt Gewerbe, als Haupterwerb, oder als Nebenerwerb.

Kleinunternehmer ist ein Begriff aus der Umsatzsteuer. Es bezeichnet einen Unternehmer, der im Vorjahr einen Umsatz (png to ico) von nicht mehr als 17.500,- Euro hatte. Das ist kein Freibetrag, sondern eine Grenze. 17.500,- flop, 17.501,- hop.

@wfwbinder vielen dank für die Ausführliche Information.

  1. Wird als Nebenerwerb betrieben, Privat Brutto etwa 45.000 Jährlich.

zum 4. lediglich nur Private Kunden

zum 5. und der Wert G darf letztlich nicht über der Grenze liegen richtig? :)

Vielen dank

zum 5. und der Wert G darf letztlich nicht über der Grenze liegen richtig? :)

Über welcher Grenze? Der Gewinn, also der Überschuss der Betriebseinnahmen über die Betriebsausgaben, geht als Gewinn über die Anlage "G" in die Einkommensteuererklärung ein, so wie die 45.000,- aus der Anstellung über die Anlage "N". Da wirkt sich sozusagen jeder Euro aus.

Die 17.500,- Einnahmen(Umsatz) betreffen nur die Frage, wir Umsatzsteuer erhoben, oder nicht. Das hat aber weder was mit Gewinn, noch mit Einkommensteuer zu tun.

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@wfwbinder

Okay alles klar. Das bedeutet alles was über die 8.500€ herein kommt wird regelrecht versteuert. Fällt ja in dem Fall ab dem ersten Euro an.

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Du solltest eines, oder mehrere der vielen subventionierten Hilfsprogramme nutzen, die sich um Existenzgründer kümmern.

Vorab hier einige Grundkenntnisse:

  1. Es gibt kein Kleingewerbe. Es gibt Gewerbe, als Haupterwerb, oder als Nebenerwerb.
  2. Kleinunternehmer ist ein Begriff aus der Umsatzsteuer. Es bezeichnet einen Unternehmer, der im Vorjahr einen Umsatz (Einnahmen) von nicht mehr als 17.500,- Euro hatte. Das ist kein Freibetrag, sondern eine Grenze. 17.500,- flop, 17.501,- hop.
  3. Bei einem Kleinunternehmer wird die Umsatzsteuer nicht erhoben (umsatzsteuerfrei ist etwas anderes).
  4. Ob Kleinunternehmer, oder Regelbesteuerung besser ist, muss danach ermittelt werden, was Du für Kunden hast, gewerbliche, oder private.
  5. Die Kosten werden nicht von einem Freibetrag, sondern von den Einnahmen abgezogen. Das ergibt dann den Gewinn, oder Verlust. Der kommt über die Anlage "G" in die Einkommensteuererklärung.
  6. Investitionen sind nicht sofort abzugsfähig, sondern auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zu verteilen. Das nennt man Abschreibung.
Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Studium Ökonomie

Wie war noch der Witz von dem Klassentreffen 30 Jahre nach dem Schulabschluss?

Der schlechteste Schüler der Klasse erscheint mit dem dicksten Auto und erzählt, dass er Unternehmer geworden ist. "Ich kaufe für 2 Euro ein und verkaufe für 7 Euro. Von den 5% Aufschlag lebe ich dann."

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Warum nur haben immer wieder Leute Angst vor diesen ominösen 17.500 Euronen.

Hätte ich ein Gewerbe, so wünschte ich mir einen Umsatz von zig Millionen.

Auch hätte ich einen Steuerberater bei diesem Mangel an Grundkenntnissen.

Warum nur haben immer wieder Leute Angst vor diesen ominösen 17.500 Euronen.

Das liegt an der Grundeinstellung "keine Steuer ist gut."

9.000 Euro zu versteuerndes Einkommen ist gut, weil keine Steuer. 10.000,- zu versteuerndes Einkommen ist schlecht, weil 149,- Euro Einkommensteuer. Egal, dass man 851,- Euro mehr in der Tasche hat.

Kleinunternehmer ist gut, weil keine Umsatzsteuer. Auch wenn man auf die 17.000,- Umsatz ja die 3.230,- Umsatzsteuer aufschlagen könnte, weil man für Unternehmer Webseiten baut und den Vorteil hätte aus der Erstausrüstung von 5.950,- Euro die Vorsteuer von 950,- einfach cash übrig zu haben.

Schließlich könnte man ja versehentlich auf die Idee kommen, von diesen 950,- Euro einen Steuerberater zu bezahlen, der einem gute Ratschläge geben könnte.

Aber dann würde man ja noch mehr Gewinn machen und eventuell noch mehr Einkommensteuer zahlen müssen.

Wer ist schon so blöd sich zu wünschen eventuell 500.000,- Einkommensteuer zahlen zu müssen. Wie schrecklich, man hätte ja ca. 1,1 Mio. zu versteuerndes Einkommen gehabt. Diese Last dann fast 600.000,- versteuertes Geld zu haben (abzüglich der Lebenshaltungskosten).

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@wfwbinder

so war das nicht gemeint nur ich musste abwegen ob sich der Aufwand lohnt. Da ich mehrere tausende Euro kosten monatlich haben werde.

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@KonradDE

Wenn Du mehrere tausend Euro Kosten haben wirst, ist Kleinunternehmerregelung sowieso obsolet, denn die kannst Du ja nicht mit 1.483,- Euro Durchschnittsumsatz stemmen.

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Du hast das falsch verstanden!

Die sogenannte Kleinunternehmerregelung gilt für die Umsatzsteuer und nicht für die Einkommensteuer. Bei der Einkommensteuer ist alles oberhalb des Grundfreibetrags steuerpflichtig.

Der Grundfreibetrag liegt bei 8.500€ ?

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@KonradDE

Der gilt aber natürlich nicht pro Einkommensart, sondern nur einmal pro Jahr für alle Einkünfte.

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