Klage beim Landesarbeitsgericht

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2 Antworten

Die Klageschrift wird üblicherweise in dreifacher Ausfertigung bei Gericht eingereicht: Das Original für das Gericht und zwei Kopien zur Zustellung an den Beklagten. Gewiß kann man sich in der ersten Instanz -vor dem Arbeitsgericht- noch selber vertreten. Es fragt sich allerdings, ob das sinnvoll ist. Das Gericht wird zwar bei anwaltlich nicht vertretenen Parteien etwas mehr Rücksicht nehmen, aber auch das hat seine Grenzen.

Manche Richter neigen zudem dazu, die Güteverhandlung zur Arbeitserleichterung zu nutzen. Ich habe im Rahmen meiner Ausbildung einige Monate beim Arbeitsgericht verbracht und habe dort einen ausgebufften Vergleichsprofi als Ausbilder gehabt: Es gab manche Gütetemine die nur mit Vergleichen abschlossen und dann hat der Richter keine Arbeit mehr mit der Abfassung des Urteils. Da nun den Überblick zu behalten und in sekundenschnelle beurteilen zu können, ob sich die Fortsetzung des Verfahrens lohnt, ist dem rechtsunkundigen Prozeßbeteiligten unmöglich. Man geht ein großes Risiko ein, wenn man nicht anwaltlich vertreten ist. Und wenn man sich einen Anwalt nimmt, dann vorzugsweise einen Fachanwalt für Arbeitsrecht. Der kennt sich am besten aus.

Der Arbeitsgerichtsprozeß läuft anders ab.

Zuerst kommt es zu einer Güteverhandlung auf dem Arbeitsgericht. Kommt es hier zu keiner Einigung ist der nächste Schritt ein Prozeß am Arbeitsgericht. Jede Partei hat dann abhängig vom Ausgang des Verfahren das Recht auf Revision. Dann erst geht es zum Landesarbeitsgericht. Die nächste Stufe ist dann das Bundesarbeitsgericht. Dieser kann aber vom Landesgericht untersagt sein. Dagegen kann man wegen Nichtzulassung beim Bundesverwaltungsgericht klagen.

Geht die Nichtzulassung nicht an das Bundesarbeitsgericht?

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@Meandor

Wir sind damals zum BVG. Ist auch logisch für mich, denn wir durften ja nicht zum BAG, wegen der Nichtzulassung.

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