Kinderzulage, Kinderfreibetrag?

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3 Antworten

Die Kinderzulage gibt es nur, wenn Kinder zu berücksichtigen sind. Es muss ein Anspruch auf Kindergeld oder einen Kinderfreibetrag bestehen. Die Kinderzulage wird der Mutter für jedes Kind ausgezahlt, das kindergeldberechtigt ist - maximal bis zum 25. Lebensjahr. Auf Antrag beider Elternteile kann die Zulage in den Vertrag des Vaters fließen oder - bei zwei oder mehr Kindern - auf die Verträge von Vater und Mutter aufgeteilt werden. Bekommt die Familie während des laufenden Beitragsjahres Nachwuchs, muss sie das dem Anbieter mitteilen. Da die Kinderzulage den Mindesteigenbeitrag reduziert, kann die Überzahlung ausgezahlt oder mit den Beiträgen des Folgejahres verrechnet werden.

Grundsätzlich steht jedem Elternteil "sein eigener, hälftiger" Freibetrag zu und nur bei der Zusammenveranlagung werden die halben Freibeträge zu einem "vollen" Gesamtbetrag zusammengerechnet. Einen "vollen" Freibetrag erhält aber auch ein Elternteil, wenn der andere verstorben ist oder der Wohnsitz oder gewöhnliche Aufenthalt des anderen Elternteils nicht zu ermitteln ist oder der Vater des Kindes amtlich nicht feststellbar ist oder der andere Elternteil - im Ausland - nicht unbeschränkt steuerpflichtig ist oder einer allein das Kind angenommen hat oder das Kind nur zu ihm in einem Pflegekindschaftsverhältnis steht. ( § 32 Abs. 6 Satz 3 EStG i.V.m. R 32.13 EStR ) Von den FÄ wird ferner der Fall, in dem der andere Elternteil im Ausland als nicht unbeschränkt steuerpflichtig lebt, als Übertragungsfall angesehen. Die eigentliche Übertragung kommt aber nur dann in Betracht, wenn ein eigentlich einer Person zustehender Freibetrag auf den Übertragungsempfänger "freiwillig" oder "unfreiwillig" d.h. ohne Zustimmung des abgebenden Elternteils verlagert wird.

http://www.steuerlinks.de/steuerlexikon/lexikon/kinderfreibetrag-bertragung.html

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