Kinderunterhalt versus Ehegattenunterhalt?

1 Antwort

Worum geht es denn nun konkret? Das schreibst Du nämlich nicht dazu.

Ehepartner und Kind sind 2 Anspruchsteller. Da kann sich nichts "ausgleichen".

Der Ansatzpunkt ist hier ein ganz anderer. Unterhalt wird zum Beispiel dann nicht geschuldet wenn das vorhandene Einkommen für den eigenen Lebensunterhalt nicht oder kaum ausreicht, was bei B der Fall ist.

Und wenn B 1.000,-€ Trennungsunterhalt erhält, ist er dann leistungsfähig, oder zählt der Trennungsunterhalt nicht als Einkommen?

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@Andri123

Ne, der Kindesunterhalt geht ja vor. Nur dass was übrig bleibt steht für den Trennungsunterhalt zur Verfügung.

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@Privatier59

?

A hat die Kinder und muss an B 1.000,- Trennungsunterhalt zahlen.

B hat eigenes Einkommen von 900,-€ und kann so keinen Kindesunterhalt an A zahlen. Mit dem Trennungsunterhalt hat B aber insgesamt 1.900,-€.

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@Andri123

Das ist eine sehr gute Frage. In diesem Falle wären es in der Tat an die 1.000€ Trennungsunterhalt. Kindesunterhalt für B wären irgendwas um die 550€.

Du stellst dir doch die Frage, was die Berechnungsgrundlage für was ist oder?

Würde man alle Möglichkeiten durchgehen, kämen absurde Differenzen raus, wie z. B. für B, wenn Trennungsunterhalt vor Kindesunterhalt gezahlt würde.

Ich gehe davon aus, dass keines von beiden Priorität hat in der Berechnung, sondern dass in beiden Fällen mit dem Einkommen vor Einnahmen/Ausgaben von Kindesunterhalt und Trennnungsunterhalt gerechnet wird.

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Danke für die Antwort. Den letzten Teil habe ich verstanden.

  1. Na ja, ausgleichen kann sich schon was, die Frage ist allerdings wie. Ich kann ja z. B. meinen emotionalen Haushalt ausgleichen, wenn jemand von mir 4 Äpfel fordert, ich von ihm aber einen Kuss verlange. ;) --- Und so wie oben durch zwei materielle Dinge auf den emotionalen Zustand Einfluss nehmen und bestimme körperliche und psychische Zustände ausgleichen kann, so habe ich es auch oben gemeint: Zwei verschiedene Anspruchsteller auf der einen Seite, das gleiche Mittel, dass das Kapital auf dem jeweilige Konto ausmacht. Und wenn von Bs Konto 500€ für Kinder abgehen würden und währenddessen auf Bs Konto 500€ für Trennungsunterhalt eingezahlt würden, hätte man vor und nach diesen beiden Buchungen eine Differenz von 0€ - per Konsequenz in diesem Falle auch auf dem Konto von A. --- Aber das nur zum 'Ausgleich'.
  2. Inzwischen stelle ich mir aber eine andere Frage. Was ist, wenn im obigen Falle A (wo also die Kinder leben) 10.000€ verdienen würde und B 1.800€. Muss B dann an A Kindesunterhalt zahlen?
  3. Und daraus ergibt sich für mich dann auch noch eine Frage: Warum wird bei der Berechnung von Kindesunterhalt eigentlich nicht der Faktor des Nettostundenlohns berücksichtigt wird? Optimal wäre doch (bei der Annahme, beide Arbeiten 8 Stunden pro Tag): Ansprüche und Ausgaben für Kinder nicht geteilt durch 2, sondern geteilt durch das Verhältnis der Nettostundenlöhne der Eltern. Beispiel: A verdient 40€(Netto)/Std. und B verdient 10€(Netto)/Std., dann zahlt A 3/4 der Ausgaben für Kinder und B zahlt 1/4 der Ausgaben für Kinder. Oder ist es prinzipiell so?
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